es enthält nämlich nicht nur das beliebte und inzwischen weitverbreitete Sudoku, sondern auch Suriza und Hashiwokakero. Zudem ist es mit seinen nur 131 Rätselseiten gerade für Anfänger zum Hinein-Schnuppern in diese Rätselwelt ideal geeignet und: preisgünstiger geht's ja wohl kaum noch.
Lassen wir den Verfasser Yukio Suzuki selbst erklären, worum es geht. Auf S.7 erläuterte er in der 5. Auflage der Deutschen Erstausgabe 2005:
"Dieses Buch enthält eine Auswahl japanischer Zahlenrätsel, mit denen Sie logisches Denken trainieren können. [...]
Sudoku:
[...] Tragen Sie in jedes Feld des Rastergitters eine der Ziffern von 1-9 ein, sodass jede Ziffer nur ein Mal in jeder Reihe, in jeder Spalte und in jedem Block von 3 x 3 Feldern erscheint. Dieses Rätsel hat nichts mit Raten oder Mathematik zu tun, sondern ausschließlich mit Logik.
Hashiwokakero:
Jeder Kreis in diesem Rätsel stellt eine Insel dar. Aufgabe ist es, die Inseln mit horizontalen oder vertikalen Linien (Brücken) so zu verbinden, dass am Ende ein zusammenhängender Pfad entsteht, der alle Inseln erreicht. Die Zahl im Inneren der Insel entspricht der Anzahl ihrer Brücken. Zwischen zwei Inseln können jeweils bis zu zwei Brücken bestehen, die jedoch keine Inseln oder andere Brücken kreuzen dürfen.
Suriza:
Verbinden Sie benachbarte Punkte mit einer vertikalen oder horizontalen Linie, sodass Sie eine einzige geschlossene Linie erhalten, die sich an keiner Stelle berührt oder kreuzt. Jede Zahl gibt an, von wie vielen Linien sie umgeben wird. Felder, die keine Zahl enthalten, können von beliebig vielen Linien umgeben werden."
Dieses Buch hat mir irgendwann in 2005 mein Mann (R.I.P.) als liebevolle kleine Aufmerksamkeit von einer Schnüffeltour durch seine Lieblingsbüchereien mitgebracht. Mich verwunderte damals ein wenig, wie er auf "Zahlenpuzzles" ausgerechnet für mich gekommen sein mochte, denn an Puzzles, oder gar erst an Zahlenpuzzles war ich Nicht-Zahlenmensch eher uninteressiert. Mein Mann muß mich und meine Leidenschaft für knifflige Aufgaben und damit verbundene Herausforderungen richtig eingeschätzt haben, denn das war sozusagen die Geburtsstunde meiner nach wie vor andauernden "Leidenschaft" für Sudoku & Co. Hier möchte ich gleich einhaken: "Leidenschaft" hat meinem Einblick nach zunächst einmal nichts, aber rein gar nichts mit "Sucht" zu tun -- es fällt mir stets aufs Neue unangenehm auf, daß der Begriff "Sucht" offenbar so werbewirksam zu sein scheint, daß er immer wieder als "Verkaufsargument" für Sudoku & Co. verwendet wird. Noch abstruser erscheint mir die Bereitschaft vieler Menschen, sich selbst als "süchtig" nach z.B. Sudokus, E-Mails und dergl. zu bezeichnen. Seit wann gehört es zu den positiv besetzten Begriffen oder gilt es als Tugend, "süchtig" nach etwas zu sein oder werden zu "dürfen"? Mir erschließt sich diese Koketterie nicht, zumal es zutreffendere Vokabeln für diese spannende Freizeitbeschäftigung gibt: Enthusiasmus z.B., Begeisterung, Leidenschaft, Freude, Faszination, Spannung oder Lust darauf, sich weiter damit zu beschäftigen, weil es das analytisch-logische Denkvermögen erweitert, die Wahrnehmungsfähigkeit trainiert und zusätzlich einen Riesenspaßfaktor hat. Aber Sucht? I c h bin jedenfalls nicht süchtig nach Zahlenrätseln, habe jedoch seit Jahren viel Freude daran und eine große Leidenschaft dafür entwickelt, bin fasziniert von der ihnen innewohnenden Logik und stets hochbefriedigt und -erfreut nach dem erfolgreichen Lösen ... und falls ich mal scheitere, was durchaus geschieht --- siehe unten unter "Kleiner Tipp ...".
Nun ja -- also m e i n e Leidenschaft im Sinne von Begeisterung oder Faszination, Freude oder lustvolle Spannung an dem Gehirnjogging dieser spannenden Freizeitbeschäftigung ist ungebrochen. Nach all den Jahren regelmäßigen, gleichwohl unverkrampften Sudoku-Lösens habe ich neulich begonnen, mich den schwierigeren Herausforderungen zu stellen, wie sie u.a. auf den Deutschen Sudoku-Meisterschaften oder auch bei den Weltmeisterschaften geboten werden. Das klingt vermessener als es ist, denn auch dort wird "nur" mit Wasser gekocht resp. mit Zahlen von 1-9 "gearbeitet". Voraussetzung sind lediglich Interesse, Begeisterung, Freude an der Lösung selbst kniffligster Aufgaben, aber auch die Bereitschaft, es gelassen hinzunehmen, wenn man's mal nicht sogleich ... oder sogar auch mal gar nicht schafft. Verbissenheit, Verärgerung oder Frust ist völlig fehl am Platze und würde eher in Richtung "Suchtverhalten" tendieren. Ausdauer, Geduld, Konzentration und der Wunsch, es schaffen zu w o l l e n, sind das wichtigste Rüstzeug u n d Training, denn auch hierbei gilt: "Nur Übung macht den Meister!". Alle Zahlenpuzzles in diesem Buch wurden nach 'harmlos', 'knifflig' und 'extrem' gewichtet, und das sind sie stets auch -- wobei ich einschränken muß, daß für mich inzwischen die extremen Rätsel harmlos sind, wie ich in aller Bescheidenheit sagen darf. Andererseits habe ich auch Tage, an denen mir selbst die harmlosen Rätsel extrem schwer vorkommen ... eine gute Gelegenheit für meinen Hinweis, auch auf die eigene Tagesform Obacht zu geben -- manchmal liegt's nämlich ... n i c h t am Rätsel. Meine Spezialität an solchen "schlechten" Tagen ist's zuweilen, fröhlich Zahlen einzusetzen, die dort schon längst stehen -- unabsichtlich selbstverständlich. Meistens lache ich dann über mich selbst ob dieser Unaufmerksamkeit und konzentriere mich mehr. Meistens ... aber manchmal schließe ich dann das Buch auch seufzend und wende mich anderen Aufgaben zu. Bis zum nächsten Mal ... und dann läuft's meistens besser ... meistens (siehe oben unter "Tagesform").
Hashiwokakero und Suriza (auch unter Slither Link bekannt) gehören ebenfalls zu meinen "Leidenschaften" im zuvor geschilderten Sinne "Begeisterung" pp. Wie's geht, ist eingangs beschrieben; die jeweilige Aufgabenstellung mag verwirrend, ja schwierig klingen -- und sie ist es auch!, aber man sollte es unbedingt ausprobieren. Ich finde auch diese beiden Zahlenpuzzles toll -- und auf mich haben sie sogar eine erstaunlich entspannende Wirkung, besonders, wenn mein unwilliges Hirn mal partout nicht abschalten will ... das dürfte daran liegen, daß man sich auch hierbei sehr konzentrieren muß.
Kleiner Tipp aus meinem Erfahrungsschatz:
Erlauben Sie sich "Etappensiege": Falls Sie sich mal gründlich festgefahren haben sollten, pfeifen Sie auf Ihren Ehrgeiz, nehmen Sie die Lösung zur Hand und markieren Sie mit einem Farbstift *) alle Zahlen, die Sie richtig herausgefunden haben. Alle anderen Zahlen ausradieren und ... das Buch zuklappen oder ein "frisches" Rätsel beginnen. Sonst könnte es passieren, daß Sie sich bei Ihrem Blick in die Lösung zu viele Zahlen "gemerkt" haben und die nun schlicht einsetzen, was ja nicht im Sinne des Erfinders ist. Nehmen Sie sich aber Ihren "Etappensieg" einige Zeit später wieder vor, dürften sie diese Zahlen vergessen haben und müssen wieder anfangen, logischdenkend nach der richtigen Lösung zu suchen. Und falls Sie sich an die eine oder andere Zahl doch noch erinnern sollten -- na dann freuen Sie sich einfach über Ihr gutes Zahlengedächtnis, was sonst?
Suriza habe ich als "Slither Link" inzwischen in einem Buch wiedergefunden, Hashiwokakero zu meinem Leidwesen bislang nicht. Vielleicht findet sich eine freundliche Seele, die mir insoweit weiterhelfen kann ... vielleicht läuft's ja auch inzwischen unter einem anderen Namen?
Meine derzeitigen Favoriten (eher für Fortgeschrittene, aber bekanntlich geht "probieren" über "studieren"): Sudoku, meisterhaft 2. Alle Rätsel der zweiten deutschen Sudokumeisterschaft und X-Sudoku - irregular - normal - killer: Diagonalsudoku in drei Varianten, aber ich habe auch noch nicht alle Aufgaben dieses Buches gelöst -- leider sind nur noch 2 Hashiwokakeros übrig, seufz ...
Übrigens: Mein damals eher schwächelndes Zahlenverständnis hat sich erstaunlich verbessert ... mein Mann würde jedenfalls staunen, daß aus seiner liebevollen Geste des Mitbringsels von dazumal zuweilen ein Zahlenüberblick resultiert, der mich manchmal selbst verblüfft ... neulich sagte ein (nicht nur Zahlen-) Profi-Gehirnakrobat während eines anstrengenden Gespräches mit komplexem Hintergrund sogar zu mir: "... wie wir beiden Zahlenjonglierer ja bereits herausfanden [...]", und zu plumpen Schmeicheleien neigt er nun überhaupt nicht. Na, wenn d a s kein Ansporn ist, sich von den japanischen Zahlenpuzzles auf unterhaltsame Weise trainieren zu lassen ...
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*) [Achten Sie darauf, daß der Stift nicht auf eine Seite durchfärbt, auf der sich ein noch unausgeratenes Rätsel befindet, weil das sehr bei dessen Ausraten irritiert.]
Die Lösungen sind am Ende fest eingebunden -- mir ist es zu lästig, darin herumzublättern, deshalb habe ich sie komplett herausgetrennt und kann sie so bequem neben meine Arbeit legen ... zur abschließenden Kontrolle oder falls mal ein "Etappensieg" erforderlich wurde. Aber: Geschummelt wird nicht, OK?