"Probier's aus!" so wird der Albumtitel zumindest in Großbritannien übersetzt.
Und tatsächlich sollte man den neuen Arctic Monkeys Album mehr als einen Durchlauf gönnen.
Wiederholt schlagen die Monkeys eine neue Richtung ein. Diesmal ist ihnen eine Platte voller sommerlicher und poppiger Songs gelungen. Die Texte sind wie immer mit einer Prise Humor versehen und bei einigen Songs spürt man gradezu das Flimmern der Hitze.
She's Thunderstorms 4/5
Der Opener ist auch diesmal wieder etwas ruhiger geworden. Der Refrain ist relativ einfallslos, dennoch ein Stück mit vielen interessanten Elementen.
Black Treacle 5/5
Ein würdiger Nachfolger von Mardy Bum und Fluorescent Adolescent. Ich sehe schon die Konzertbesucher in 5 Jahren, die nach diesem Song verlangen werden. Ein Refrain der sofort ins Ohr geht.
Brick By Brick 5/5
Für mich unverständlich, wie dieser Song gehasst wird. Ja es stimmt, lyrisch hat er nicht viel zu bieten. Aber nicht jedes Lied muss Metaphern zum Interpretiern enthalten. Dreimal hintereinander "I wanna rock'n'roll" und schon in der ersten Minute ein Gitarrensolo? Ja, Bitte!!!
The Hellcat Spangled Shalala 4/5
Dieses Lied hat bisher wohl das positivste Echo erhalten. Meiner Meinung nach ist der Refrain mit seinen shalalalas etwas belanglos. Ich finde, das hätte man lieber als Fade out nutzen sollen, Zeilen wie "Home sweet home, home sweet home, home sweet booby-trap" machen das aber wieder wett.
Don't Sit Down 'Cause I've Moved Your Chair 5/5
Typisch Arctic Monkeys: Die Musik ist heavy, während im Text von Grizzly Bären, Shellsuits und Kung Fu auf Rollerskates gesungen wird.
Library Pictures 5/5
Nettles 2.0.
Ein ungestümes Lied mit Tempowechsel und Countdown.
All My Own Stunt 5/5
Dieses Lied beweist, dass die Humbug-Ära wohl doch noch nicht ganz abgeschlossen ist. "Been watching Cowboy films..." Josh Homme singt auf diesem Stück mit, das einen gradezu in die Mojave-Wüste katapultiert. Alex Turner's Gesang ist hier ebenfalls hervorragend.
Reckless Serenade 5/5
Ein etwas unscheinbarer Song, der hauptsächlich am Ende gut ist, mit einem tollen Gitarrensolo.
Piledriver Waltz 4/5
Leider ist diese Version nicht besser als die auf Submarine. Man hätte dies wohl besser als B-Seite nutzen sollen und stattdessen die großartige B-Seite "The Blond-O-Sonic Shimmer Trap" aufs Album nehmen sollen. Rein musikalisch ist Piledriver Waltz hier zwar schön, Alex Turner's Gesang wirkt jedoch mitunter etwas lustlos.
Love Is A Laserquest 5/5
Mein Favourit. Trauriger Text, sehr langsam, und eine wirklich schöne Melodie. Melancholie war schon immer eine Stärke der Arctic Monkeys.
Suck It And See 5/5
Ist vielleicht ein bisschen deplatziert, direkt nach LIAL halte ich für keine gute Wahl, aber gut ist das Lied. Ein eingängiger Refrain mit tollem Text.
That's Were You're Wrong 5/5
Ein rundum gelungenes Album endet mit einem würdigen Abschluss. Turner stellt wiederholt seine Crooner-Qualitäten unter Beweis, und während die Frauen Zeit zum Schmachten haben, erinnern die Männer sich zurück an die Jugend, frisch verliebt.