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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Werke. Frankfurter Ausgabe: Bd. 1: In Swanns Welt. Bd. 2: Im Schatten junger Mädchenblüte. Bd. 3: Guermantes. ... Bd. 7: Die wiedergefundene Zeit: 7 Bde. [Gebundene Ausgabe]

Luzius Keller , Marcel Proust , Eva Rechel-Mertens
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Werke. Frankfurter Ausgabe: Bd. 1: In Swanns Welt. Bd. 2: Im Schatten junger Mädchenblüte. Bd. 3: Guermantes. ... Bd. 7: Die wiedergefundene Zeit: 7 Bde. + Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Teil 1-7 Gesamtausgabe
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 5260 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (21. Oktober 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518413856
  • ISBN-13: 978-3518413852
  • Originaltitel: A la recherche du temps perdu
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 18,8 x 10,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 473.696 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ist zu einem Mythos der Moderne geworden.

Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem – nur vermeintlich müßigen - Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten ausgelegtes Arbeits- und Schlafzimmer ist legendär. „In Swanns Welt“, der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band, „Im Schatten junger Mädchenblüte“, wurde Proust 1919 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die letzten Bände der „Suche nach der verlorenen Zeit“ wurden nach dem Tod des Autors von seinem Bruder herausgegeben.



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5.0 von 5 Sternen Exzellent! 14. Januar 2004
Eine editorische Meisterleistung, fast so monumental wie der Roman selbst! Worum geht es? Ein junger Mann, Marcel, ist auf der Suche nach seiner Identität als Künstler. Begabt mit einer ausserordentlichen Sensibilität, verspürt er die Berufung zum Schriftsteller - dennoch zweifelt er an seinem Talent, das "Wesentliche hinter den Dingen" zu erfassen. Beglückend, aber auch irritierend empfindet er gelegentliche Momente rauschhafter Ekstasen, mystische Zustände erweiterten Bewusstseins, hervorgerufen durch einen Duft, einen Klang, ein Bild oder auch den Geschmack eines Sandtörtchens (die berühmte "Madeleine"-Episode). Marcel möchte dem Geheimnis dieser Ekstasen auf die Spur kommen, er fühlt, dass sie etwas mit Erinnerung an Vergangenes zu tun haben und macht sich auf die Suche nach der (vermeintlich) verlorenen Zeit. Er erinnert sich an seine Kindheit auf dem Lande (Combray) und in Paris, an Aufenthalte an der See, an wenig beglückende Liebes-, oder vielmehr Eifersuchtsbeziehungen und an seinen gesellschaftlichen Aufstieg in der Welt der Salons zur Zeit der "Belle Epoque", die in grandioser Ausführlichkeit, wenn auch wenig schmeichelhaft beschrieben wird. Die Themen Künstlertum und Homosexualität (bei Proust eng aufeinander bezogen) nehmen dabei breiten Raum ein. Doch der Blick zurück auf Vergangenes kann das Rätsel jener seltsam rauschhaften Ekstasen nicht lösen. Fast hat Marcel seine künstlerischen Ambitionen aufgegeben, als ihm, ganz am Ende des Werkes, doch noch die "Erleuchtung" zuteil wird: der Geschmack des Süssgebäcks, der Geruch eines Latrinenhäuschens, der Anblick einer Baumreihe evozieren in einer Art "deja-vu" Erinnerungen an ähnliche, früher erlebte Situationen, wobei Vergangenheit und Gegenwart in einer mystischen Zusammenschau verschmelzen und den Erzähler in einen Zustand ausserhalb der Zeit versetzen, einen Hauch der Ewigkeit spüren lassen. Doch wie lassen sich diese flüchtigen Momente festhalten? In der Kunst - und so schöpft der Protagonist neue Kraft, als Schriftsteller seinen Erfahrungen eine angemessene Form zu verleihen.
Prousts umfangreiches Werk ist ausserordentlich vielschichtig, psychologischer Roman und Gesellschaftssatire mit zahllosen Anspielungen auf reale Ereignisse, Personen und Orte der "Belle Epoque". Die "Frankfurter Ausgabe" kommentiert ausführlich und gibt auch wichtige und interessante Informationen zu Romanstruktur und Interpretation. Ohne lehrmeisterlich zu wirken, wird auch auf das Unfertige einiger Romanteile hingewiesen, auf Brüche und Fehler, die Proust (der im wahrsten Sinne des Wortes bis zu seinem Todestag an dem Roman gearbeitet hat) nicht mehr redigieren konnte. Die Nachworte zu jedem Band rekapitulieren nicht nur vorzüglich den Inhalt, sondern informieren auch über Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte. Darüber hinaus listet ein "Resümee" (als Erinnerungsstütze) für jeden Band die Szenen des Romans im Detail auf. Die gediegen ausgestatteten, malvenfarbenen (Odettes Lieblingsfarbe!) sieben Bände der "Suche" gibt es zusammen im Schuber, lassen sich aber auch einzeln mit Schutzumschlag als Teil der gesamten Frankfurter Proust-Ausgabe erwerben, die noch sechs weitere Bände umfasst. Ich hatte jedenfalls nach der Lektüre der "Suche" immer noch Lust, weiterzulesen und habe mir "Freuden und Tage" (frühe Proust-Schriften) und "Gegen Sainte-Beuve" (mit interessanten Vorstudien zur "Suche") aus dieser wunderbaren Reihe zugelegt!
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich vollendet! 13. November 2002
Endlich, Proust-Fans können sich freuen: Die neue Übersetzung des Riesenwerkes "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" mit Kommentar und Anmerkungen ist vollendet. Vielen Lesern erschien dieses Monumentalepos, das zwischen 1913 und 1921 die literarische Moderne einleitete, als der bedeutendste Roman des 20. Jahrhunderts. Und in der Tat, Proust hat hier nichts mehr und nichts weniger als die Neuschöpfung des modernen Romans geleistet, indem er sich selbst als literarisches Ich neu erschuf. Denn Ich-Erzähler und Autor sind keinesfalls identisch, wie man bald bemerken wird, wenn man die Biographie Prousts genauer studiert. Vielmehr war ihm die Kunstform des Romans die einzige Möglichkeit, nach dem Tod seiner allesgeliebten Mutter, von der er bis zu seinem 35.Lebensjahr völlig abhängig war, in schwer asthmakrankem Zustand zu überleben. Dabei diente ihm seine spontane Erinnerungsfähigkeit dazu, ein erzählendes Ich, den Erzähler Marcel zu erschaffen, der Dank dieser Fähigkeit das gewaltige Bild einer ganzen Epoche, der "Belle Epoque", vor den staunenden Augen der Leser entrollt.
Die Neuübersetzung des Schweizer Proust-Forschers Luzius Keller basiert auf der genialen ersten vollständigen Übertragung aus dem Französischen von Eva Rechel-Mertens aus den 50er Jahren. Sie wird ergänzt durch ausführliche Anmerkungen, ein Nachwort zu jedem Band und eine Zusammenfassung des Inhaltes jedes Bandes, angenehme Lesehilfen, um sich in diesem Riesenwerk nicht zu verlieren.
Die fliederfarben eingebundenen, beinahe zierlichen Leinenbände entsprechen dem Inhalt auf besondere Weise, ein Lesebändchen vervollständigt das Leseerlebnis, das sich bei den 5260 Seiten ja durchaus über Jahre erstrecken kann. Die Lektüre lässt sich übrigens gerade anhand dieser gefällig erscheinenden Ausgabe in literarisch interessierter Gesellschaft auch laut durchführen, denn Proust zu lesen, erfordert zwar eine gewisse Ausdauer, die Lektüre wird aber belohnt durch die schönsten Schilderungen von Naturerlebnissen, etwa an der Yvonne nahe dem mythischen Kindheitsort Combray, oder bezaubernde Beschreibungen der Musik eines ominösen Vinteuil, dessen Vorbild eine Mischung aus César Franck und Gabriel Fauré gewesen ist, nicht zu vergessen jenes Ur-Erinnerungserlebnis beim Eintauchen einer Madeleine in eine Tasse Lindenblütentee ...
Überhaupt sind die Vorbilder für die Figuren und die beschriebenen Kunstwerke des Romans, etwa die Gemälde des Malers Elstir, immer Konglomerate und niemals nur einer lebenden Person zuzuschreiben. Auch darin erweist sich Proust als der geniale Schriftsteller, der durch sein imaginatives, schöpferisches Vermögen eine neue, bezaubernde Welt zu schaffen vermochte. Lassen Sie sich also anhand der nun endlich vollständigen deutschen Neuübersetzung in diese Welt entführen ...
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiederkehrende Impressionen 12. Februar 2003
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Im Wortlaut und in der Farbe, im Ton der Glocke - die Erinnerungen herbeizaubert - und auch im Blick durch das Fenster hinein ins Grün der Draußenwelt mit dem fernen Kirchturm, etwas blauer im Grün allerdings, gleichwertig die Innenwelt und die Außenwelt annehmend. So beschreibt - besser malt Marcel Proust seine Bilder in diesem bekannten großen Romangebilde.-
Und immer wieder die Eindrücke, verglichen mit früheren Impressionen, immer wieder auf der Suche nach der Zeit, der verloren geglaubten (A la cherche du temps perdu). Diese einzuholen ist es ihm wert, zumindest den Versuch zu unternehmen und die Überlegung des "Warum" eines zeitlichen Zustandes.
Ein Romancier nur?
Oder doch auch einer, der es genau nimmt, das Lineal anlegt, Parallelen zieht - zeitliche - wie diejenige zwischen seinem Leben etwa und der schon langen Dauerhaftigkeit der christlichen Kirche, lange vor ihm und lange nach ihm ?
Und dann die Bezüge auf das, was wir Inneres nennen, die Träume gar, das Ritual des Lesens, das Zubettgehen, das Sichwohlfühlen auch im kleinsten Raum, das Aufbrechen der Erinnerungsstürme durch Gerüche, durch Gaumeneindrücke.
Also nicht nur ein Romancier, der den modernen Roman entscheidend prägt, sondern auch ein Analythiker ?
Ein Vorläufer gar von Sigmund Freud, ermutigt durch Flaubert ?
Und dann die zarten Einschübe der malerischen Art, erinnernd an Bilder von Bonnard schon zu Beginn, doch wo ist Beginn, wo ist Mitte und wo Ende?
Hier in der neuen Herausgabe von Luzius Keller und Sybilla Laemmel ist der große Roman in seinen einzelnen 7 Bänden neu zu ergründen, auch in den vielfältigen Anmerkungen und einzelnen Nachworten. Dabei kommt es außerdem noch durch die vielen Hochziffern im Text für den interessierten Leser, der hinten nachschlagen möchte, zu manch ungewollt braven Erklärungen - meist historischer Art wie denen, daß die Franzosen zu Beginn des 1. Weltkrieges nur über 150 Flugzeugen verfügten, später aber weit mehr besaßen.
Übrigens bemüht Proust ganz zu Beginn einmal die Erinnerung an eine irgendwie wichtige Entscheidung bezüglich "des linken Flügels" in einer Schlacht bei Ulm. Und das wohl in Erinnerung an Napoleons Genie - obwohl doch die fürchterliche Flügelzange der Preußen gerade in seiner Zeit (1970/71)in aller Munde war.

Was gibt es sonst noch zu sagen anläßlich dieser sehr schönen fliederfarbenen Neuausgabe des SUHRKAMP -Verlages, als das, daß es gelungen ist und sich die Proust-Freunde natürlich freuen. Bleibt zu hoffen, daß sich viele neue Freunde dieses großen Romanciers finden lassen, der den Weg zur Moderne geöffnet hat, heraus aus der Romantik, aus dem Realismus, dem Impressionismus näher, verliebt in die Ästhetik des Lebens mit all ihren Farben und Schattierungen und weniger dem unruhigen Handeln eines etwas später auftretenden Nietzsche verpflichtet.

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Proust gesucht: "Die wiedergefundene Zeit"! 0 12.04.2011
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