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Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral: Deutschland vor dem neuen Jahrhundert [Taschenbuch]

Helmut Schmidt
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. April 2000
Buch des Monats Mai 2000
Der Spiegel-Bestseller erstmals im Taschenbuch.

"Mut zur öffentlichen Moral" fordert Helmut Schmidt angesichts des rücksichtslosen Egoismus und der allgegenwärtigen Anspruchshaltung in unserer Gesellschaft. Er plädiert für eine Rückbesinnung auf Werte und Tugenden, die früher in Deutschland selbstverständlich waren. Während jeder die verfassungsmäßig garantierten Rechte gerne in Anspruch nimmt, will von Bürgerpflichten niemand etwas wissen. Ob Massenarbeitslosigkeit, die Skandale der wirtschaftlichen und politischen Eliten, Steuerbetrug oder Jugendkriminalität - ohne ein Umdenken in der Gesellschaft sind die Probleme der Zeit nicht zu lösen. Eine scharfsinnige Streitschrift, die Wege zum dringend nötigen Neuanfang in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigt.


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Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral: Deutschland vor dem neuen Jahrhundert + Außer Dienst: Eine Bilanz + Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt
Preis für alle drei: EUR 32,93

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (1. April 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344215071X
  • ISBN-13: 978-3442150717
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 135.846 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Lügen strafft der Altbundeskanzler mit diesem Buch seine Kritiker, die ihm immer wieder unterstellt haben, Moral würde für diesen Technokraten der Macht nur aus der Vergötterung des Pragmatismus bestehen. Die Tiefe der Gedanken zeugt von einem frühen Beginn und einer sehr intensiven Suche nach einer öffentlichen Moral; die Vehemenz des Stils und seine zuweilen sarkastischen Urteile nicht nur gegen politische Gegner sind Ausweis der Unabhängigkeit eines elder statesman, dem schon zu seiner Amtszeit als Bundeskanzler parteipolitischer Opportunismus zuwider war.

Dementsprechend will Helmut Schmidt seine Streitschrift auch an die gesamte politische Klasse gerichtet wissen. Sie gehe nicht mehr voran, zeige keinen Willen zu politischer Führung, "Karrierestreben fördert Anpassung und Konformismus". Statt auf die Rückseite der Bürgerrechtsmedaille, nämlich auf die Pflichten hinzuweisen und diese einzufordern, wird sie selbst zum Beispiel dafür, daß im "öffentlichen Raum die Moral von den Rändern her zerbröselt". Die Folge ist der schleichende Zerfall der Moral insgesamt. Was abhanden komme, so Schmidt, "ist das schlechte Gewissen", die Fähigkeit, in Kategorien von Gerechtigkeit, Solidarität, Verantwortung und Gemeinwohl zu denken und zu handeln. Statt dessen ist es die Ideologie des rücksichtslosen Egoismus, die alle gesellschaftlichen Schichten ergreift.

Wohl gewählt ist der Rekurs auf Max Webers Unterscheidung zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. Schmidt greift diese Differenzierung auf und verbindet sie mit dem erleuchtenden Hinweis, daß Verantwortungsethik nicht nur die Konsequenzen des Handelns berücksichtigen muß, sondern schon viel früher ansetze: bei der Formulierung der Zielsetzung.

Die schonungslose Analyse ist zugleich ein kraftvolles Plädoyer für die Reanimation eines moralischen Minimalkonsensus in unserer Gesellschaft und ein Appell zum Mut zur öffentlichen Moral am Ende des 20 Jahrhunderts. --Manfred Schwarzmeier -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Helmut Schmidt, Bundeskanzler a. D., geboren 1918 in Hamburg, ist seit 1983 Mitherausgeber der ZEIT. Er ist einer der bekanntesten und beliebtesten Politiker und Publizisten in Deutschland, seine Bücher wurden allesamt zu Bestsellern, u.a. »Menschen und Mächte« (1987), »Die Mächte der Zukunft« (2004), »Außer Dienst« (2008) und zuletzt »Vertiefungen. Neue Beiträge zum Verständnis unserer Welt« (2010).

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5.0 von 5 Sternen Recht hat er! 19. Januar 2003
Von Nastia
Format:Taschenbuch
Wer viele der heutigen Politiker dem vermeintlichen Wählerwillen hinterher hetzen sieht, wer Diskussionen über die Farbe der Krawatten beim Kanzler-Duell verfolgt, wen es ebenso wenig interessiert, ob die Schröders sich nun streiten oder er sich gar die Haare färben lässt, dem ist dieses Buch Balsam auf die verwundete politisch-demokratische Seele.
In klar verständlicher, gleichwohl vortrefflich formulierter Sprache zeigt Helmut Schmidt Wege zu einer durch Vernunft, Verantwortung und Moral gekennzeichneten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In ganz und gar wohltuender hanseatischen Bescheidenheit und Nüchternheit beschreibt Schmidt ebenso vergangene und gegenwärtige Verfehlungen wie auch Handlungsmaximen für eine "vernünftige" Zukunft. Dass er viele Passagen in der "Wir"-Form schreibt, macht das Buch umso sympathischer, zumal sich hieraus manch -geradezu groteske- Bescheidenheit seitens des Autors ergibt. Das "Wir" steht jedoch auch für den Appell, den Schmidt an jeden einzelnen von uns richtet und der mich oft hat anhalten und nachdenken lassen. Das Buch vermittelt jedem Leser, der noch einen Sinn für das Wohl der Gemeinschaft hat, dass er nicht allein in einem "Heer von Egoisten" lebt, dass er mit seiner Lebenseinstellung kein törichter Narr oder gar verachtenswerter "Gutmensch" (Achtung: Unwort!) ist.
So wie Helmut Schmidt uns Jugendlichen zu seiner Kanzlerschaft ein gradliniges "Beispiel" gegeben hat, so gibt er uns heute wieder Impulse zum erneuten Innehalten, zur Besinnung auf unveräußerliche Tugenden und zur weiteren Persönlichkeitsentwicklung bzw.-festigung.
Wer der heutigen "Kakophonie" und den verzweifelten Rufen nach Kanzler-Machtworten lauscht, möchte manchem Politiker die Lektüre dieses Buches dringlichst empfehlen.
Wer es damals nicht bereut hat, dass Schmidt gestürzt wurde, der wünscht ihn sich spätestens nach dieser Lektüre zurück...
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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre 3. November 2008
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich bin als Österreicher (und seiner Partei nicht Nahestehender) auf dieses Buch gestoßen.
Es müsste Pflichtlektüre in den Oberstufen der Schulen werden. Völlig erstaunt stelle ich fest, dass noch Personen leben, die man als Staatsmänner bezeichnen kann.
Was noch dazukommt: Ich lese das Buch mit fast 10 Jahren Verspätung (2008) und stelle seine visionären Fähigkeiten fest.
Also: Das Buch ist informativ, es regt zum Nachdenken an und ist an keiner Stelle langweilig (da schlägt wohl seine journalistische Vergangenheit durch). Es enthält keine Parteipolitik sondern nur die Gedanken eines großen Geistes.
Ich habe es schon Freunden in Österreich empfohlen und benutze es als Geschenk (endlich wieder ein schenkenswertes Buch).
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts als die Wahrheit 25. April 2006
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Helmut Schmidt stellt in diesem Buch die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Missstände in der unseren Zeit realistisch und deutlich dar. Er macht klar wer gegen wen kämpft und mahnt unsere sogenannten Eliten, mit der ihnen anvertrauten oder rein durch ihre Stellung gegebene Macht, moralisch konform, nach dem Vorbild vergangener Zeiten, umzugehen. Selbstverständlich klagt Helmut Schmidt nicht nur an, sondern zeigt Lösungswege aus der Misere. Ein wunderbares Buch der Wahrheit, leicht zu lesen und verständlich!
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