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4.0 von 5 Sternen
Differenzieren notwendig!, 30. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Auf der Suche nach dem Wunderbaren: Perspektiven der Welterfahrung und der Selbsterkenntnis (Gebundene Ausgabe)
Wie eigentlich immer, so ist auch (mit) "Auf der Suche nach dem Wunderbaren", eine differenzierte Betrachtung wichtig.
Insofern ist es vorteilhaft sich schon einwenig in der "Materie" auszukennen z.B.: Zen-Buddhismus, Sufismus, aber auch Hinduismus, Christliche Mystik. - Zumindest wird einem dann schnell klar, dass Gurdjiff so eine Art "Patchworkschamane" ist. Das schmälert aber keineswegs seine Leistungen und seine Bedeutung (und auch nicht, dass er gerade in diesem Patchworkverfahren etwas "Neues" geschaffen hat).
Die "Gurdjieff Sprache" ist ein sehr nützliches Instrument um den Menschen in seiner Komplexität, seinem Denken, Wahrnehmen, seiner "fix und fest geglaubten Identität", seiner Veränderbarkeit, seinen neurotischen Fixierungung usw. einzufangen und zu beschreiben. Seine Ausführungen über den "mechanischen, schlafenden" Menschen; weil dieser sich mit seinen Persönlichkeiten/Rollen (fest)identifiziert und im Netz der Bedingungen/Umstände gefangen ist;- im vergleich zum "wachen" Menschen, welcher sich durch lange "Arbeit an sich selbst" befreit hat; verdienen große Anerkennung.
Allerdings stehe ich persönlich seiner "Kosmologie" skeptisch gegenüber und glaube auch nicht das gegenwärtige Gurdjieffkenner diese 1 zu 1 übernehmen (d.h. Themen wie: Unfreiheit des Willens, Karma, Verbindung von Mensch-Universum etc. werden hier in ein sehr esotisch-horoskopartiges System verflochten)
Der Leser wird gleich merken, dass er hier auf einem schmalen Pfad zwischen kitschiger Esoterik und sehr tiefgründiger Weisheitslehre wandert.
Brauchbares muss von Veraltetem, Überholtem oder Fantastischem getrennt werden. Noch dieses: Man sollte den "strengen" Ton Gurdjieffs, den "Muss" Charakter und die ständige Unterscheidung zwischen einem gewöhnlichen Menschen und einem "Auserwählten, Erleuchteten", mit gelasser Distanz begegnen. Scheinbar lag Gurdjieff viel an Exklusivität, Allgemeingültigkeit und Abgrenzung.
Sehr wichtiges Buch!!!!
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38 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Schlüsselwerk, kann nur wärmstens ans Herz gelegt werden, 14. Februar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Auf der Suche nach dem Wunderbaren: Perspektiven der Welterfahrung und der Selbsterkenntnis (Gebundene Ausgabe)
Wer sich ernsthaft auf die "echte" Spiritelle Suche begeben möchte, kommt nicht um dieses Buch herum. Ein Schlüssel für echte Wahrheitssuche.
Lesen Sie anschliessend Gurdjieff und J.G.Bennett, und lassen Sie sich nicht von okkulten Gurdjieff-Ouspensy Zentren anwerben, die haben nichts, aber auch gar nichts mit der wertvollen "Gudjieff-Arbeit" zu tun.
Stephan
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gudjieff und Ouspensky, 18. August 2011
Zu Gurdjieffs Lehren stoßen Suchende meistens zuletzt, das heißt, nachdem sie von anderen Lehren nicht befriedigt worden sind. Und meistens bietet und bildet Ouspenskys "Auf der Suche nach dem Wunderbaren" den ersten wirklichen und gründlichen Zugang. Dieses Buch wurde selbst von Gurdjieff gelobt und als richtige Darstellung seiner frühen Lehren anerkannt. Was etwas zu heißen hat, denn Ouspensky und Gurdjieff sprachen schon lange nicht mehr miteinander.
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