Prolog: Im November erhält der Weihnachtsmann - auch Santa Claus genannt - einen neuen Computer. Da Elf-Dreizehn mit der Inspektion am Schlitten beschäftigt ist, versucht sich Santa Claus selbst an dem Gerät. Elf-Eins bestätigt ihm, dass die Server-Verbindung zur Fabrik besteht, die Verpackungsmaschinen repariert sind. Als Elf-Sieben, der Geschenkmaschinen-Ingenieur, Bescheid gibt, dass die Maschinen laufen, klickt Santa auf den Button zum Aufbau der Server-Verbindung ... mit unerwarteten Folgen ... es summt und das Licht geht aus ... Stromausfall!
Dieser stört nicht nur die Abläufe bei der Geschenkverpackung, sondern auch das Leben auf Erden. Denn der Stromausfall passiert just in dem Moment, als Julia (28/ 175 cm/ blond/ schlank/ selbständig) und Daniel (38/ 188 cm/ sportlich/ familientauglich/vorzeigbar) ihre Kontaktanzeigen online zur Zeitung schicken. Auf unerklärliche Art und Weise werden hierbei die Chiffre-Anzeigen der beiden Suchenden vertauscht und jeder erhält die Antwortschreiben des Anderen.
Ein bezauberndes, modernes Weihnachtsmärchen. Wie sich Julia und Daniel finden und dann durch diverse Missverständnisse verlieren, ist lebendig und unterhaltsam beschrieben. Nicht ganz unschuldig an den Missverständnissen sind der Weihnachtsmann sowie die Freunde und Verwandten der beiden. Sie alle meinen es nur gut, aber die Situation wird immer verfahrener bis ... aber das soll jeder selber lesen.
Sehr gut gefallen hat mir dabei die Rolle von Nik, dem neuen Hund von Daniel. Sein Freund Peter, der ihm beim Formulieren der Kontaktanzeige geholfen hat, fand, dass Frauen, die Tiere, insbesondere Hunde, lieben, beständig, verantwortungsbewusst und kompromissbereit sind. Das wisse er aus Erfahrung. Also hat sich Daniel kurzerhand im Tierheim einen Hund beschafft. Nun ist Nick aber nicht nur irgendein Hund, sondern kooperationswilliger Gehilfe des Weihnachtsmannes bei dem Projekt Daniel und Julia zusammen zu bringen.
Lebendig geschrieben mit vielen originellen Ideen. Der Leser trifft nicht nur auf bekannte Figuren (z.B. Rudolph the red nose reindeer), Petra Schier hat ihrer Phantasie freien Lauf gelassen und Neues geschaffen, zum Beispiel die Ehefrau des Weihnachtsmannes, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht und hin und wieder auch ermahnt.
Alles in Allem eine kurzweilige, amüsante Geschichte. Keine große Literatur, aber nette Unterhaltung für einen Abend. Klare Empfehlung!