„Es gibt zahllose Sonnen und zahllose Erden, die alle in exakt der gleichen Art wie die Planeten unseres Systems um ihre Sonne kreisen. Wir sehen nur die Sonnen, weil sie die größten Körper sind und weil sie leuchten. Ihre Planeten beleiben für uns unsichtbar, weil sie kleiner sind und nicht leuchten. Die zahllosen Welten im Universum sind nicht schlechter und auch nicht weniger bewohnt als unsere Erde“, schrieb der italienische Naturphilosoph Giordano Bruno 1584. Für diese Überzeugung wurde er auf dem Scheiterhaufen der römischen Inquisition als Ketzer verbrannt.
Für Dr. Hansjürg Geiger, Experte für Astrobiologie, war Giordano Bruno seiner Zeit weit voraus. „Die Hinweise für eine weit verbreitete Entstehung von Leben sind tatsächlich so zahlreich und schlüssig geworden, dass sogar die meisten skeptischen Wissenschaftler sich nicht mehr mit dem Problem beschäftigen, ob es auf fremden Himmelskörpern überhaupt Leben gibt. Die Frage ist vielmehr, welche Art von Leben wir dort zu finden hoffen“, schreibt Geiger heute ungestraft in seinem Buch „Auf der Suche nach Leben im Weltall“ mit dem nicht minder viel versprechenden Untertitel „Wie Leben entsteht und wo man es finden kann“.
Insbesondere der Untertitel macht „Hunger auf mehr“, und Geiger hat für den Leser zahlreiche Appetithäppchen zubereitet. Angefangen von irdischen Lebensformen unter extremen Bedingungen schlägt er eine Brücke zu den Molekülen des Lebens im Weltall, wobei neben aktuellen Themen wie „Wasser auf dem Mars“ auch Kometen und Meteoriten unter die wissenschaftliche Lupe genommen werden. Auch auf die inzwischen über 100 nachgewiesenen Planeten anderer Sterne geht der Autor ein und kommt zu dem Ergebnis, dass sich auch unter exotischen Bedingungen Keime des Lebens gebildet haben könnten.
Allen, die sich für „außerirdisches Leben“ interessieren, sei das Buch wärmstens empfohlen. Und wer lässt sich von dem Thema nicht begeistern?