Seit tagen höre ich diese wunderschöne Scheibe im Auto - und werde sie nicht müde.
Ein einzigartiger Vorgang für meine Verhältnisse.
Irgendwie habe ich die CD vorher nie richtig gewürdigt. Ich fand sie immer etwas langsam, mir fehlten Chats, Falschstarts - aber seit ich mir die LET IT BE NAKED und BEATLES ANTHOLOGY angehört habe, sehe ich das irgendwie anders.
Im Laufe der Jahre und im Laufe des FTD-Labels habe ich irgendwie das Ohr des Ungeübten verloren - will heißen: je mehr man sich an outtakes gewöhnt, desto unspektakulärer werden sie und nur die ausführlichsten, längsten oder derbsten Chats können einen noch begeistern.
Aber wie sieht es mit dem "gelegenheitsfan" aus - oder dem Musikliebhaber an sich? - Ihn würden die Chats überfordern, er fände es langweilig, weil er die CD wegen der Musik hört. Es sind genau diese kleinen Chats, die mit Feingefühl dosiert werden, die die CD auch für diese Zielgruppe attraktiv macht.
SUCH A NIGHT ist eine angenehm durchhörbare CD mit dem perfekten Mix von Musik, Spannung und Outtake-Fun.
Der gewählte Zeitraum von 1960 bis 1964 ist gut gewählt, überschaubar und musikalisch aus einem Guß.
Das Sessionfeeling eröffnet sich einem von Anfang an mit dieser sensationellen Stimme aus dem Off und den Fehlstarts, die Elvis vor SUCH A NIGHT hinlegt ... was dann folgt, sind klanglich hervorragende Versionen von GIRL OF MY BEST FRIED, SOLDIER BOY und einem sensationell heißen und verruchten FEVER .... der einzieg Wehmutstropfen ist die seltsam klingende Version von Surrender - die aber wiederum den Raritätsfaktor unterstreicht und dem Hörer klar macht: Hier hörst Du Schätzchen lieber Hörer.
Was wirklich nicht hätte sein müssen: ein digitaler Kratzer bei Memphis Tennessee. Schade. Daher nur 4 Punkte.