Inhalt:
'Succubus Blues' handelt von der wunderschönen Georgina, die vor langer Zeit ihre Seele verkauft hat und so zu einem Sukkubus wurde, welche durch Sex Lebensenergie stehlen. Sie arbeitet unter den Fittichen des städtischen Erzdämons, der meistens in der Gesellschaft von dem Engel Carter auftaucht ' und zwar nicht ohne Grund, denn als Georginas Vampirfreund getötet wird ist allen klar, dass etwas nicht mit rechten Dingen läuft. Die Unsterblichen sind in Gefahr. Dazu kommt ihr durcheinander geratenes Liebesleben, denn wem kann sie sich nähern, ohne den Auserwählten gleich zu töten? Und für wen schlägt ihr Herz wirklich? Für den überaus attraktiven Roman oder doch eher für den liebenswerten Seth? Ein spannender Wettlauf beginnt, um Überleben, prickelnder Lust und der Suche nach richtiger Liebe.
Meinung:
Mir hat 'Succubs Blues' wirklich gut gefallen. Das Buch ist wie die Vampire Academy Reihe gut zur Unterhaltung gedacht, zwar kurzweilig, aber es macht einfach Spaß sich in die Rolle des Hauptcharakters zu vertiefen.
Die ganze Idee ist nicht unbedingt neu, es gibt eine Vielzahl an Wesen, wie Dämonen, Engel, Vampire, etc. ' Das einzig neue daran ist wahrscheinlich die Thematisierung des Sukkubus, dass habe ich bisher noch nicht in diesem Maß zu lesen bekommen. Ich fand diesen Schwerpunkt interessant, weil so auch das Thema Erotik mit einbezogen wurde, ohne dass es irgendwie aufgesetzt erschien. Natürlich ist die Geschichte durch die mit Einbringung von Vampiren etwas klischeehaft, dies hat mir meinen Lesespaß jedoch in keiner Weise genommen. Der weibliche Hauptcharakter erschien mir relativ sympathisch ' okay, dass sie Sex hat um zu Überleben gehört zu ihrer Natur, ist allerdings wohl eine Gewöhnungssache je nach Leser. Ansonsten hat mir Georgina gefallen, denn sie ist, wie so mancher Hauptprotagonist, anders. Jedoch hat sie meiner Meinung nach zu wenig für ihren Traum gekämpft, ab und an schien es mir eher, dass sie sich bedingungslos hingibt, bloß damit sie sich nicht selber wehren muss, dass war etwas schade und ließ den Charakter an manch einer Stelle etwas oberflächig erscheinen, was aber in diesem Genre häufiger geschieht.
Die männlichen Hauptprotagonisten Roman und Seth haben mir beide sehr gefallen, sie waren auf ihre eigenen Art charmant und sympathisch, wobei man auch nicht wirklich einschätzen konnte, wer denn nun der Böse ist. Die Geschichte ist zwar in einem gewissen Teil vorhersehbar, aber nur zu Bruchstücken, die sich gegen Ende zu einem Puzzle vervollständigen und ich muss hier wirklich deutlich schreiben, dass mir die im Grunde 'böse' Seite in diesem Roman um ein Stück besser gefallen hat, denn genau diese mysteriösen Bösen wecken die Spannung in dem ganzen Roman und bieten Abwechslung zu den Erotikstellen, die meiner Meinung nach angenehm zu lesen waren, denn ich bin normalerweise nicht so der große Fan von solchen Textstellen. Mich hat es auch ein wenig überrascht, da Vampire Academy wohl eher Jugendliche anvisiert und ich das bei 'Succubus Blues' auch in gewisser Weise erwartet hätte. Das Buch ist aber wesentlich mehr im Bereich der Fantasy-Erotik einzuordnen, denn es gibt immer wieder so gewisse Stellen '
Richelle Mead hat wie in ihren anderen Romane auch hier einen angenehmen Schreibstil, der flüssig zu lesen ist und relativ wenig Zeit beansprucht. Ihre Sprache ist ebenso kurzweilig wie der Inhalt, was aber sicherlich keine Schande ist, da mich 'Succubus Blues' sehr gut unterhalten hat.
Im Englischen erscheint dieses Jahr übrigens schon der 6 Band. Unter einem anderen deutschen Verlag sind auch schon weitere Teile erschienen, die Ausgaben sollen angeblich aber nicht ganz fehlerfrei sein. Deshalb werde ich auf die nächste LYX Taschenbuchausgabe warten, denn mir hat das Cover der ersten Ausgabe sehr gut gefallen.
Fazit:
Ich gebe dem Buch volle 5 Sterne, weil es zwar eine kurzweilige Lektüre ist, die mir jedoch im Bezug zu vielen anderen Büchern in diesem Bereich am besten gefallen hat. Es gibt viele mythologische Wesen, Interpretationen aus der Bibel und einen Wechsel zwischen angenehmer Spannung und nicht zu dick aufgetragener Erotik, die 'Succubus Blues' sehr interessant für Fantasyleser macht.