Jawohl um es gleich so deutlich zu sagen das ist er wieder. Eminem's Zögling, Detroit Wunderkind und und und...wie sich die Pressemeldungen doch überschlagen haben. Nach dem Bruch mit Em und Dre hat wohl keiner an Royce '59 mehr geglaubt. Mir ist er damals schon durch eine markante Stimme und innovative Tätigkeit aufgefallen. Sein richtig grosses letztes Werk "Death is certain" hat Klassik Status erreicht, obwohl die Charts dieses Album eher weniger respektiert hatten. Das damalige Album hat gut klingende Beats, die aber absolut nichts mit Einheitsbrei zu tun hatten, mit einer Stimme die seines gleichen sucht vermischt und dazu noch sehr gute Themenauswahl drauf gesetzt. Ich höre heute noch sehr gerne "Death is certain", weil es eben immer noch ins Ohr geht. Seit dieser Zeit war es sehr lange ruhig um Royce, einige Mixtapes kamen, die eine und andere Collabo, teilweise hat man ihn als Feature auf einigen Alben beobachten können, doch der grosse Schuss blieb aus. Natürlich und das möchte ich schon jeglicher Kritik vorweg nehmen waren die Alben M.I.C, Street Hop, Independents Day gut, aber eben nicht der Knüller. Und natürlich ist uns das Erstlingswerk: Rock City mit dem selbigen Maxi Hit noch gut in Erinnerung. In Deutschland würde man sagen: wie erfindet man sich neu ? In Amerika wohl: wie kommt man zurück ins Game ? Eindeutig ist zu sagen, Royce hat es wieder mal geschafft. Success is certain ist vom Albumtitel her nicht gerade eine grossartige Erfindung. Er hat die alten Feindschaften abgeschlossen und sogar auf das Album genommen. DJ Premier ist für den ersten Track verantwortlich, da kann nichst mehr schief gehen dachte ich mir. Und dem ist auch so. Die Beats sind durchgehend etwas ganz anderes, teilweise feierbar (aber nicht wie bei Pitbull), teilweise tiefst aus dem Rap kommend - klasse gelungen. Als Feature Gäste dürfen sich dann der angesprochene Em, Joe Budden, 50 Cent, yelawolf, adonis und kid vishis präsentieren. Bemerkenswert daran ist vor allem Kid Vishis, der demnächst auch sein Album nachlegen wird. Produziert wurde das Ding von Em und DJ Premier (Gang Starr) und das merkt man auch bei jedem Beat. Nun zum Flow: Es ist nicht einfach sich in Amerika aus der doch deutlich hervorstechenden Masse ab zu setzen und gleichzeitig noch gut zu sein. Da gibt es so viele gute Künstler, da muss man sich schon etwas "anderes" einfallen lassen. Ich habe bei den vergangenen Werken von Royce den gewissen Nachdruck, Kraft, Ausdauer und wirkliches "Wollen" vermisst. Dieses Werk biete flowtechnisch von Royce alles ab, was er hat. Er greift mit Druck an, setzt Wörter gekonnt in Szene und bewegt sich meisterhaft auf den Beats. Für mich ein unschlagbares Album, das in keinem CD Schrank fehlen sollte. Es ist wirklich zu sagen, dass Royce sein "Comeback", wenn man es so nennen will, geschafft hat und dabei immer er selbst bleibt. Volle 5 Sterne verdient.