Aus der Amazon.de-Redaktion
Christopher Lambert spielt einen jungen Kleinkriminellen (Fred), der mit gestohlenen Dokumenten vor seinen Verfolgern in die Pariser Metro flüchtet und dort untertaucht. Er trifft auf eine Reihe von Outlaws, die in dem weit verzweigten Betonlabyrinth aus Versorgungs- und Luftschächten leben, und schließt sich ihnen an. Während er vorwiegend damit beschäftigt ist, mit seinen neuen Freunden eine Rockband zusammenzustellen, versucht er die Dokumente an seinen rechtmäßigen Besitzer zu verschachern. Er verliebt sich bei der misslungenen Geldübergabe in dessen gelangweilte, verzogene Frau Helena (Isabelle Adjani), die sich von den Außenseitern angezogen fühlt und schließlich bei ihnen eine Nacht verbringt.
Es geht in Subway um den klassischen Kampf von Subkultur gegen arriviertes Establishment. Es geht um den Befreiungsschlag der Jugend gegen ihre Eltern, um Leidenschaft gegen Erstarrung, Arm gegen Reich, Ohnmacht gegen Macht. Das will uns zumindest Luc Besson glauben machen. Das Problem des Films besteht darin, dass es Besson eigentlich darum geht, wie Christopher Lambert in einem Tuxedo aussieht, mit Dreitagebart und aufgestellten blond gefärbten Haaren. Oder wie sinnlich Isabelle Adjanis Schmollmund vor schroffen Betonwänden wirkt. Das ist schön anzusehen, zugegeben, manchmal sogar aufregend. Aber es hinterlässt auch ein Gefühl der Leere; eine Distanziertheit, die einen frösteln macht. --Thomas Reuthebuch
Produktbeschreibungen
Mit seinem aufsehenerregenden Trip durch den Pariser Untergrund gelang Regisseur Luc Besson nicht nur sein internationaler Durchbruch – die brillant inszenierte Mischung aus Thriller und Liebesfilm, mondänem Lebensgefühl und surrealem Labyrinth avancierte nicht zuletzt aufgrund seiner außergewöhnlichen Ästhetik und der Musik von Eric Serra zum cineastischen Meilenstein.
Edelpunk Fred entwendet einem Pariser Geschäftsmann Dokumente über dessen unsaubere Geschäfte um ihn damit zu erpressen. Er verlangt 50 Millionen Francs, die von Héléna, der Ehefrau des Erpressten, übergeben werden sollen. Ort der Übergabe: Die Pariser Métro. Bevor es zum großen Showdown mit den Schergen von Hélénas Ehemann und der Polizei kommt, landet Fred einen Coup ...
Inhalt:
Der Kleinganove und Lebenskünstler Fred hat auf der Cocktailparty den Safe des Hausherren, eines gutsituierten Pariser Geschäftsmanns mit exzellenten Kontakten zu Politik und Wirtschaft, aber auch zweifelhaften Verbindungen in die Pariser Unterwelt, in die Luft gesprengt und hat sich mit einigen brisanten Unterlagen davongemacht.
Verfolgt von den Bodyguards des Bestohlenen und der Polizei flüchtet sich der blonde Edelpunk in die Pariser Metro. Um seinen Häschern zu entkommen, springt er in letzter Sekunde zwischen die Gleise – der Zug fährt ein, anschließend ist Fred wie vom Erdboden verschluckt. Durch eine offene Tür hat er Zutritt bekommen in die unterirdischen Geheimgänge der Pariser Metro – schummerig beleuchtete Versorgungswege, modrig-feuchte Gänge, schmale, schwindelerregende Eisentreppen, Heizungsrohre und Bahntrassen.
Orientierungslos irrt er durch die schier endlosen Tunnel, als er feststellt, dass er im Untergrund nicht alleine ist. In einer unbeleuchteten Ecke stößt er auf einen Rollschuhfahrer. Der exzentrische Mann, der sich ein Leben im Labyrinth unterhalb der Metrogleise eingerichtet hat, führt Fred in sein Versteck. Sehr zu Freds Erstaunen treffen sie dort auf den farbigen Muskelmann Big Bill, den Floristen, den Trommler, den Bassgitarren Spieler und eine Handvoll weiterer skurriler Gestalten. Gejagt von der Polizei, allen voran Inspektor Gesberg und dessen rechter Hand Inspektor Batman, verbringen sie tagsüber die Zeit meist in ihren Verstecken und erwecken die unterirdischen Wege des Pariser Verkehrsnetzes nach Betriebsschluss zu neuem Leben.
Fred hat sich von einem Münzfernsprecher in einer Metro-Station mit der Gattin des Bestohlenen, Héléna, verabredet. Für fünfzig Millionen Francs sei er gerne bereit, die Papiere, die die nicht ganz sauberen Geschäfte ihres Mannes dokumentieren, zurück zu geben. Das Wiedersehen mit der distanzierten-kühlen Schönheit läuft jedoch nicht nach Plan – sie wird begleitet von den Schergen ihres Mannes, Fred fühlt sich von der außergewöhnlichen Frau seltsam angezogen. Als er bemerkt, dass das Treffen eine Falle ist, verschwindet er mitsamt den Unterlagen wieder in den geheimen Gängen der Untergrundbahn. Héléna wendet sich an Inspektor Gesberg. Ihr Mann verfolgt den Dieb weiterhin auf eigene Faust – ist dabei aber genauso wenig erfolgreich wie Gesberg und seine Männer. Dann jedoch erhält Inspektor Gesberg vom Floristen einige entscheidende Hinweise zum Verbleib von Fred.
Héléna geht der extravagante junge Mann mit der blonden Punkfrisur nicht mehr aus dem Kopf. Sie beschließt, ihn zu suchen und verschwindet, wie tags zuvor Fred selbst, durch eine nicht abgesperrte Tür in einer Metrostation. Tatsächlich gelingt es ihr, Fred aufzustöbern, sie findet Gefallen an dem ungewöhnlichen Lebenskonzept der Gruppe im Untergrund. Dennoch kehrt sie zu ihrem Mann in den goldenen Käfig zurück, ihr fehlt der Mut, alle Brücken hinter sich abzubrechen.
Fred ist es in der Zwischenzeit gelungen, aus den verschiedenen Charakteren, die in dem Versteck hausen, eine Band zu formen und plant den ersten Auftritt – in einer Metrostation. Als das Konzert beginnt, kommt es zu einem schicksalhaften Treffen zwischen Fred und Héléna, aber auch Inspektor Gesberg und den Schergen von Hélénas Mann …
Das Meisterwerk des surrealen Films wurde 1986 insgesamt dreizehn Mal für den César nominiert und konnte den begehrtesten Filmpreis Frankreichs in den Kategorien Bester Darsteller (Christopher Lambert), Bester Ton und Beste Ausstattung für sich gewinnen!
DVD Bonus:
- Original Kinotrailer
- Programmtipps
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Gutes Bild, ordentlicher Ton, aber kaum Extras.
Bild: In den dunklen Gängen der Metro kann der Kontrast überzeugen. Er ist nicht immer ganz auf der Höhe, aber doch insgesamt gut tariert. Die Farben sind sehr kühl gehalten, so wie sich U-Bahn-Stationen in der Regel auch geben. Rauschen fällt kaum ins Gewicht. Dafür gibt es leichte Anflüge von Aliasing (00:05:41; Rollschuhe). Die Schärfe ist an sich gut (Gesicht bei 00:20:27), bei Totalen ist die Detailwiedergabe aber deutlich schwächer (00:52:20). Die Vorlage ist frei von Schäden.
Ton: Im Deutschen ist der räumliche Eindruck stärker ausgeprägt. Man hört die Umgebungsgeräusche sehr viel intensiver. Dafür ist die Dialogwiedergabe im Französischen authentischer ausgefallen. Was Effekteinsatz betrifft, so sind beide Tonspuren etwa gleichwertig.
Extras: Einziger Bonus ist der Trailer. --movieman.de