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Christopher Lambert spielt einen jungen Kleinkriminellen (Fred), der mit gestohlenen Dokumenten vor seinen Verfolgern in die Pariser Metro flüchtet und dort untertaucht. Er trifft auf eine Reihe von Outlaws, die in dem weit verzweigten Betonlabyrinth aus Versorgungs- und Luftschächten leben, und schließt sich ihnen an. Während er vorwiegend damit beschäftigt ist, mit seinen neuen Freunden eine Rockband zusammenzustellen, versucht er die Dokumente an seinen rechtmäßigen Besitzer zu verschachern. Er verliebt sich bei der misslungenen Geldübergabe in dessen gelangweilte, verzogene Frau Helena (Isabelle Adjani), die sich von den Außenseitern angezogen fühlt und schließlich bei ihnen eine Nacht verbringt.
Es geht in Subway um den klassischen Kampf von Subkultur gegen arriviertes Establishment. Es geht um den Befreiungsschlag der Jugend gegen ihre Eltern, um Leidenschaft gegen Erstarrung, Arm gegen Reich, Ohnmacht gegen Macht. Das will uns zumindest Luc Besson glauben machen. Das Problem des Films besteht darin, dass es Besson eigentlich darum geht, wie Christopher Lambert in einem Tuxedo aussieht, mit Dreitagebart und aufgestellten blond gefärbten Haaren. Oder wie sinnlich Isabelle Adjanis Schmollmund vor schroffen Betonwänden wirkt. Das ist schön anzusehen, zugegeben, manchmal sogar aufregend. Aber es hinterlässt auch ein Gefühl der Leere; eine Distanziertheit, die einen frösteln macht. --Thomas Reuthebuch
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Ästhetik der 80er...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Subway (DVD)
...prägte dieser zweite Film von Luc Besson wohl ganz entscheidend mit. Für die, die damals aufwuchsen, ist Subway sowieso schon ein Klassiker, was aber gern unterschlagen wird, ist der Witz, der trockene Humor, mit dem Besson diese Liebesgeschichte erzählt.Es sind die kurzen Dialoge und die Details, die diesen Streifen so sehenswert machen. Wenn bspw. Lambert Adjani fragt, warum er Sie zu dem Empfang eingeladen hat, auf dem er dann den Safe der Dame sprengt, und eine Mappe mit wichtigen Akten, wegen eines Kinderfotos von ihre entwedet, und sie daraufhin antwortet: ,ich weiss nicht, ich fand' sie irgendwie...' und er darauf: ,ach - und jetzt nicht mehr?' Sowas gibt es nur in französischen Filmen. Die Bildsprache, die Aufnahmen in der Pariser Metro, sind nicht nur stimmungsvoll, sie geben auch das langsame Tempo vor mit dem die Geschichte erzählt wird; wer also auf rasante Actionfilme, oder elendslange Dialoge abfährt, für den ist dieser Film sicherlich nicht geeignet. Wenn man sich aber auf dieses Tempo einlässt, dann ist das ein äußerst kurzweiliger, witziger Film, in der man die damalige creme de la creme der französischen Schauspieler bewundern kann. Michel Galabru als U-Bahn Kommissar hat unbezahlbare Pointen, Jean Reno als wortkarger drummer der Band die Lambert managen will beigeistert mit seiner Phlegmatik, Richard Bohringer als Klamotten-trödelnder, mobiler Blumenverkäufer bespitztelt und eine Isabelle Adjani, die wohl nie schöner war als hier, mimt ganz großartig das verwöhnte, sich nach echter Liebe sehnende Luxusweibchen. Achja, und da gibt es auch noch den von Jean Bouise gespielten Stationsvorsteher, der einem wirklich Lachtränen in die Augen treiben kann. Der Soundtrack von Eric Serra zählt sowieso zum besten was in den 80ern für einen Film komponiert wurde; nur schade, dass diese Neuedition nur mit DTS und DD 5.1 ausgestattet wurde, was es Nichtbesitzer einer Dolby Surround Anlage schwer macht, diesen Film ungetrübt geniessen zu können. Trotzdem: schön, dass diese Perle einer Komödie endlich wieder erhältlich ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nur sehr zu empfehlen!,
Rezension bezieht sich auf: Subway (DVD)
Über den Film und die Besetzung muss ich ja nicht mehr viel sagen, einfach Top. Die Ware befindet sich in einem sehr gutem Zustand und wurde mir auch schnell geliefert. Die Bild- und Tonqualität ist gut, leider gibt es fast kein Bonusmaterial. Außerdem gab es aber von dem Verkäufer keinen Versandsrabatt für weitere Produkte. Aber die DVD kann ich ansonsten nur sehr empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Magisch, surreal und atmosphärisch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Subway (DVD)
Ein Mann, dem nicht der Atem stockt, wenn Isabelle Adjani in Luc Bessons 1985er Meisterwerk "Subway" die Treppe zur U-Bahn herunterschreitet, hat es vermutlich hinter sich.Aber die Mystik einer schönen Frau in einem bizarren Styling ist wahrhaft nicht das Einzige, was diesen ersten Farbfilm des 1985 erst 26-jährigen Co-Produzenten, Autors, Regisseurs und Darstellers (!) verzaubert. Die absurde Jagd nach Dokumenten, die Lebenskünstler, Edelpunk und Bandgründer Fred (Christopher Lambert, 28) auf einer Party aus dem Tresor eines dubiosen Geschäftsmannes gesprengt hatte, führt in den Katakomben der Pariser Metro zu den absurdesten Begegnungen zwischen der Trophäenfrau (Isabelle Adjani, 31), dem Gentleman-Dieb in Abendgarderobe, Pennern, Polizei, Musikern, Blumenverkäufern, schwer bewaffneten Leibwächtern und leicht skurrilen Gestalten, die im der Schattenwelt des Untergrunds ihr Dasein fristen. Bessons Film schwelgt in surrealer Fotografie voller artifizieller Farbigkeit. Fahlfarbige Szenerien im Neonlicht schaffen eine bedrückende Fremdheit, abstrahiert von jeder Handlung bilden die Einstellungen in den Bahnhöfen und Schächten, auf den Treppen und in den Versorgungsgängen eine eigene Ästhetik, deren Anklänge man in vielen Filmen der folgenden Jahre wiederfinden wird. Natürlich unterlegt auch in diesem Besson-Film Éric Serra, der übrigens als Enrico persönlich den Bass bedient, die Bildkompositionen - damals zwar noch recht konkret in Form einzelner Songs - mit seiner schon charakteristischen Musik. Der Schluss-Song erinnert allerdings schon mehr als nur ein wenig an den Johnny Nash - Hit "I Can See Clearly Now". In einer Rolle als introvertierter Schlagzeuger - man wird irgendwie an Ringo erinnert - spielt ein jugendlich wirkender Jean Reno mit, Jean-Hughes Anglade gibt einen quirligen Taschendieb auf Rollen - 4 Rollen, damals gab es wohl noch keine Inliner. Die Stunts besorgten allerdings gleich 8(!) Doubles. Besson selbst hat einen nicht im Abspann aufgeführten Cameo-Auftritt als U-Bahn-Fahrer. Es gab gleich drei Césars: Für Christopher Lambert als "Bester Hauptdarsteller" sowie für den Ton und das Szenenbild. Ursprünglich waren übrigens Sting und Charlotte Rampling für die Hauptrollen vorgesehen. Nominiert war Subway sogar in 12 Kategorien; dies unterstreicht, welche Bedeutung der Film für das Fachpublikum besaß. Eine Kuriosität bildet die erste Flucht Freds in der Subway, bei der das Timing der Einstellungen hakelt: der Zug ist schon da, wenn Fred in die Grube zwischen den Gleisen springt. Fred und die schöne Héléna verstricken sich schön und traurig in einem gewagten Spiel zwischen Liebe und Vertrauen, Macht und Freiheit. Héléna muss sich zwischen Geld und Freiheit entscheiden: Tod und Wiedererweckung Freds sollen wohl an das große Vorbild gemahnen, das vor 2000 Jahren schon die Händler aus dem Tempel vertreiben wollte. Gleichzeitig demonstriert es schon die Vorliebe Bessons für ein vages Ende: Das, was man erwartet, wird irrelevant. Das, was man sieht, liefert keine klaren Auflösungen der Handlungsstränge, sondern lässt dem Betrachter die Wahl zwischen verschiedenen Varianten. "Subway" und seine Hauptdarstellerin haben jedenfalls eins gemeinsam: Wer sie mal gesehen hat, wird sie nicht mehr so leicht aus dem Gedächtnis verlieren. film-jury 5* A0790 6.7.2011e 8A 2F 1E Genre: Komödie Krimi Drama Romanze Thriller Jean-Hugues Anglade (* 29. Juli 1955 in Thouars) ------------------------------------------------ 1985 5* A0671 Subway [Blu-ray] ....... R: Luc Besson D: Isabelle Adjani, Christopher Lambert (C) 1986 -* -0000 Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen B: Philippe Djian ....... R: Jean-Jacques Beineix D: Jean-Hugues Anglade, Béatrice Dalle 1990 5* A0611 Nikita [Blu-ray] ....... R: Luc Besson D: Anne Parillaud, Tchéky Karyo, Jean-Hugues Anglade 1994 -* -0000 Die Bartholomäusnacht ....... R: Patrice Chéreau D: Isabelle Adjani, Daniel Auteuil, Jean-Hugues Anglade (C) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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