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4.0 von 5 Sternen
Subway, 1. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Subway [Blu-ray] (Blu-ray)
Nach einer wilden Autoverfolgungsjagd gerät Fred -ein Punk mit Smoking- in die unterirdischen weit verzweigten Gänge der Pariser Metro.
Helena, die Ehefrau eines nicht ganz sauberen Geschäftsmannes folgt ihm und nach und nach verfällt sie ihm immer mehr.
Beste spannende Unterhaltung der etwas schrillen Art ist angesagt. Der Film fängt an wie ein ganz normaler Krimi, er wird dann immer skurriler und er endet dann tragisch als Liebesgeschichte.
Subway ist 1985 entstanden und der dritte Film von Luc Besson. Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen unter anderem den César.
Trotz des Alters ist der Film gut digitalisiert. Den Ton gibt es in deutsch und französisch in DTS-HD Master Audio 5.1. Als Manko ist anzumerken, das es als Extras nur den Original Kinotrailer gibt, da hätte man mehr machen können. Ansonsten ein guter und sehenswerter Film.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Magisch, surreal und atmosphärisch, 6. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Subway [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein Mann, dem nicht der Atem stockt, wenn Isabelle Adjani in Luc Bessons 1985er Meisterwerk "Subway" die Treppe zur U-Bahn herunterschreitet, hat es vermutlich hinter sich.
Aber die Mystik einer schönen Frau in einem bizarren Styling ist wahrhaft nicht das Einzige, was diesen ersten Farbfilm des 1985 erst 26-jährigen Co-Produzenten, Autors, Regisseurs und Darstellers (!) verzaubert.
Die absurde Jagd nach Dokumenten, die Lebenskünstler, Edelpunk und Bandgründer Fred (Christopher Lambert, 28) auf einer Party aus dem Tresor eines dubiosen Geschäftsmannes gesprengt hatte, führt in den Katakomben der Pariser Metro zu den absurdesten Begegnungen zwischen der Trophäenfrau (Isabelle Adjani, 31), dem Gentleman-Dieb in Abendgarderobe, Pennern, Polizei, Musikern, Blumenverkäufern, schwer bewaffneten Leibwächtern und leicht skurrilen Gestalten, die im der Schattenwelt des Untergrunds ihr Dasein fristen.
Bessons Film schwelgt in surrealer Fotografie voller artifizieller Farbigkeit. Fahlfarbige Szenerien im Neonlicht schaffen eine bedrückende Fremdheit, abstrahiert von jeder Handlung bilden die Einstellungen in den Bahnhöfen und Schächten, auf den Treppen und in den Versorgungsgängen eine eigene Ästhetik, deren Anklänge man in vielen Filmen der folgenden Jahre wiederfinden wird.
Natürlich unterlegt auch in diesem Besson-Film Éric Serra, der übrigens als Enrico persönlich den Bass bedient, die Bildkompositionen - damals zwar noch recht konkret in Form einzelner Songs - mit seiner schon charakteristischen Musik. Der Schluss-Song erinnert allerdings schon mehr als nur ein wenig an den Johnny Nash - Hit "
I Can See Clearly Now".
In einer Rolle als introvertierter Schlagzeuger - man wird irgendwie an Ringo erinnert - spielt ein jugendlich wirkender Jean Reno mit, Jean-Hughes Anglade gibt einen quirligen Taschendieb auf Rollen - 4 Rollen, damals gab es wohl noch keine Inliner. Die Stunts besorgten allerdings gleich 8(!) Doubles. Besson selbst hat einen nicht im Abspann aufgeführten Cameo-Auftritt als U-Bahn-Fahrer.
Fred und die schöne Héléna verstricken sich schön und traurig in einem gewagten Spiel zwischen Liebe und Vertrauen, Macht und Freiheit. Héléna muss sich zwischen Geld und Freiheit entscheiden: Tod und Wiedererweckung Freds sollen wohl an das große Vorbild gemahnen, das vor 2000 Jahren schon die Händler aus dem Tempel vertreiben wollte. Gleichzeitig demonstriert es schon die Vorliebe Bessons für ein vages Ende: Das, was man erwartet, wird irrelevant. Das, was man sieht, liefert keine klaren Auflösungen der Handlungsstränge, sondern lässt dem Betrachter die Wahl zwischen verschiedenen Varianten.
Leider fand sich auf der Single-Layer Blu-ray der Concorde Home Entertainment wohl kein Platz mehr, um neben den drei angebotenen Werbetrailern und den zwei Concord-Jingles noch irgendwelche Extras zum Film zu platzieren. Es reichte mal gerade zu einem Wende-Cover und einem französischen Trailer.
Der Film selbst kommt im Fast-Originalformat 2,35:1 (16:9) in 103 Minuten Länge und ist VC-1 (24 fps) kodiert. Die Bitrate liegt bei 22 Mbps. Das Korn des 25 Jahre alten Films ist durchgängig sichtbar, in dunklen Bereichen ist leichtes Rauschen erkennbar. Beide Tonspuren (deutsch und französisch) sind in DTS-HD kodiert, wobei das Original klarer und freier klingt.
Es gab gleich drei Césars: Für Christopher Lambert als "Bester Hauptdarsteller" sowie für den Ton und das Szenenbild. Ursprünglich waren übrigens Sting und Charlotte Rampling für die Hauptrollen vorgesehen. Nominiert war Subway sogar in 12 Kategorien; dies unterstreicht, welche Bedeutung der Film für das Fachpublikum besaß.
Eine Kuriosität bildet die erste Flucht Freds in der Subway, bei der das Timing der Einstellungen hakelt: der Zug ist schon da, wenn Fred in die Grube zwischen den Gleisen springt.
"Subway" und seine Hauptdarstellerin haben jedenfalls eins gemeinsam: Wer sie mal gesehen hat, wird sie nicht mehr so leicht aus dem Gedächtnis verlieren.
jury 5* A0671 6.7.2011e 20A 1E
Jean-Hugues Anglade (* 29. Juli 1955 in Thouars)
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1985 5* A0671
Subway [Blu-ray]
....... R: Luc Besson D: Isabelle Adjani, Christopher Lambert (C)
1986 -* -0000 Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen B: Philippe Djian
....... R: Jean-Jacques Beineix D: Jean-Hugues Anglade, Béatrice Dalle
1990 5* A0611
Nikita [Blu-ray]
....... R: Luc Besson D: Anne Parillaud, Tchéky Karyo, Jean-Hugues Anglade
1994 -* -0000 Die Bartholomäusnacht
....... R: Patrice Chéreau D: Isabelle Adjani, Daniel Auteuil, Jean-Hugues Anglade (C)
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der schönsten und atmosphärischsten Filme aller Zeiten, 28. März 2004
Ein unglaublicher Film. Dies ist der einzige Film den ich jedesmal wenn ich ihn mir anschaue noch besser finde und der mich jedesmal aufs neue emotional berührt. Wunderschön, romantisch, nachdenklich, gniela gespielt von allen Protagonisten.
Der Film hat keinen Anfang und kein Ende sondern beginnt irgendwo in der Mitte einer Geschichte und blendet vor dem Ende der Story auch wieder aus. Der Rest bleibt dem Zuschauer überlassen.
Zugegeben man sollte einen gewissen Faible für die 80er Jahre haben oder zumindest für die Atmosphäre der damaligen Zeit, sonst wird man bei vielen Szenen eher peinlich berührt kopfschüttelnd wegschauen, anstatt den Film einfach als ein Werk der damaligen Zeit zu nehmen mit all ihren Pros und Contras.
Was die Aussage des Films betrifft kann man ihn gut und gerne mit dem Film Fight Club vergleichen. Auch hier sind die Charaktere reicher, je weniger sie besitzen. Je mehr sie loslassen desto glücklicher sind sie.
Ein Film den ich jederzeit jedem empfehlen kann. Er wird nicht jedem gefallen aber jeder sollte ihn schonmal gesehen haben.
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