Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Antwort: Etwas anderes. Etwas irgendwie kleineres, bescheideneres. Aber doch auch wieder etwas wunderbares. Wenn "Nashville" in riesigen Blockbuchstaben daherkam, dann ist "Subtitulo" - der Name des Albums sagt's schon - der kleiner geschriebene Untertitel für das Romantikpop-Projekt des begnadeten Sängers und Gitarristen Rouse.
Der Mittdreißiger war im vergangenen Jahr nach Scheidung und neuer Liebe zu einer Spanierin von Tennessee an die Costa Brava umgezogen. Dort schrieb er, inspiriert vom mediterranen Dorfleben und dem Glück des Augenblicks, zehn Lieder, die teilweise zu seinen allerbesten gehören ("It looks like love", "Jersey clowns", "Wonderful"), zum Teil aber auch zunächst eher leichtgewichtig wirken ("Summertime", "The man who..."). Man muss der CD schon einen zweiten, dritten Durchlauf gönnen, dann packt einen der Charme, die Wärme, die Detailverliebtheit dieser herrlichen 33 Minuten (mehr sind's leider nicht).
Wer sich "Subtitulo" etwas konzentrierter vornimmt (man kann die CD auch einfach im Hintergrund an einem schönen Sonntagmorgen mit einem Latte Macchiato genießen), der hört die sanften BossaNova-Einflüsse, die auf Rouses neue Umgebung hinweisen. Oder man stößt auf die feine Hommage an Nilssons "Everybody's talking" im ersten Song "Quiet town". Oder man staunt, wie sich Paz Suay (Joshs neue Freundin) im Duett mit herrlichem Spanglish als "Girl from Ipanema" versucht ("The man who...").
Also: Es steckt mehr drin in dieser kurzen, schönen Platte, als man beim ersten Hören glaubt. Die Produktion, wieder vom Softpop-Meister Brad Jones, ist makellos, wie schon auf "1972" und "Nashville". Die Streicher-Arrangements von Chris Carmichael kommen an genau den richtigen Stellen, nicht zuviel, nicht zuwenig. Das Klangbild wirkt luftig-leicht wie eine Frühlingsbrise, mit Tupfern von Joshs gezupfter Akustik-Gitarre, etwas (Stand-)Bass, Piano und Percussion.
Die Texte sind teilweise vom sonnigen Lebensabschnitt des Songwriters geprägt, reflektieren aber auch schwierigere Phasen (die Alkoholsucht in "Givin' it up"). Musikalisch wird wieder viel 70s Pop geboten, auch der für Rouse schon typische Soul und eben erstmals Latin. Mit "La costa blanca" gibt es sogar erstmals auf einer regulären Rouse-CD ein (sehr gelungenes) Instrumental. Auf einer Ende 2005 übers Internet vertriebenen EP waren von ihm vorher schon zwei Stücke zu hören, die an Filmmusik erinnerten.
Fazit: Wer "Nashville" über alles liebt, wird "Subtitulo" zumindest sehr mögen. Und Josh Rouse hat bewiesen: Nicht nur unglückliche Songwriter können tolle Platten machen. Daher ohne Einschränkung die volle Punktzahl 5 für diese CD (denn "Nashville" hatte ja mindestens 6 Sterne verdient).
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|