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Subs: Roman
 
 
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Subs: Roman [Gebundene Ausgabe]

Thor Kunkel
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Kurzinfo zum Buch: Jetzt reinlesen! [8.62mb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (25. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453266927
  • ISBN-13: 978-3453266926
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 118.753 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Thor Kunkel hat eine fiese Satire auf die Dienstleistungsgesellschaft verfasst." (Neon )

"Thor Kunkel lesen, das ist wie Kickboxen. Immer feste drauf." (Eins Live (WDR) )

»Thor Kunkel schickt arbeitslose Akademiker in die Sklaverei bei den Reichen. Sein Buch ist auch ein Statement zur Überprüfung unserer Freiheitsbegriffe.« (BAYERN 2 )

Kurzbeschreibung

Die neuen Sklaven sind da

Eine »provokante Petitesse zum selbstgefälligen Amusement« – so nennt Claus seiner Frau gegenüber seine Annonce für die neue Putzfrau. Zu ihrer Überraschung melden sich auf die Anzeige dann tatsächlich Menschen, die sich ernsthaft als »Sklave « bewerben. Als sich Claus für Bartos, einen promovierten Altphilologen, und dessen Frau Svetlana entscheidet, ahnt er nicht, wie schnell er von seinen »Subs« abhängig werden soll. Bald bieten immer mehr Sklaven ihre Dienste an.

Die Rechtsanwältin Evelyn und ihr Mann Claus, ein Schönheitschirurg, führen ein sorgenfreies Leben in einer schmucken Villa in Grunewald. Der Alltag der beiden gerät durcheinander, als die polnische Haushaltshilfe spurlos verschwindet und sich auf Claus’ augenzwinkernd gemeinte Stellenanzeige plötzlich Langzeitarbeitslose, Asylanten und überqualifizierte Akademiker ernsthaft als »Sklaven« bewerben. Zunächst sind sie überrascht und schockiert, doch warum sollten sie auf die Annehmlichkeiten verzichten? Sie haben das nötige Geld, und in der liberalen Spaß-Gesellschaft der Hauptstadt ist das »erlaubt, was man sich leisten kann«. Also entscheiden sie sich für Bartos, einen promovierten Altphilologen, und dessen Frau Svetlana. Eines Tages regt Bartos den Bau eines Schwimmbads auf dem ungenutzten Rasen vor der Villa an, ein teures Vorhaben, das durch den Einsatz von illegalen Arbeitskräften bewältigt werden soll. Und so rücken eines Nachts weitere Familien an, die seit Jahren ein Leben in selbstgewählter Sklaverei führen. Doch bald kommt es zu ersten Unstimmigkeiten in der »Solidargemeinschaft nach römischem Vorbild« . . .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesenswert 9. September 2011
Von mld
Format:Gebundene Ausgabe
Ich finde die Bewertungen bei Amazon enorm hilfreich und wichtig. Um so mehr ärgere ich mich, wenn gute Arbeit und von einem guten Autor unsachlich diffamiert wird. Wenn dann noch das Gefühl aufkommt, alle drei "ein Stern" Bewertungen kommen aus einer Hand, ärgert es noch mehr.

Thor Kunkel ist sicherlich streitbar, weil er mutig und mit einer eigenen Stimmen schreibt, aber seine Qualität als Autor ist unbestritten. Subs ist lesenswert und das Thema aktuell und wichtig wie nie.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eine schicke Villa in Grunewald; ein Schönheitschirurg, eine Rechtsanwältin und eine verschwundene polnische Perle. Das ist der Stoff mit dem Thor Kunkel's Roman beginnt.

Chirurgen operieren, Rechtsanwältinnen schlagen sich mit Paragraphen herum und Haushaltsperlen sorgen für Glanz und Gaumenschmaus. Aber was, wenn die Perle sang- und klanglos verschwindet, das schmucke Haus langsam einstaubt und der sich selbst befüllende Kühlschrank noch nicht erfunden ist? Der Mann des Hauses nimmt die Sache in die Hand und schaltet ein witzig gemeintes Stelleninserat. Wer hätte denn damit gerechnet, dass sich tatsächlich Menschen ganz ernsthaft als 'Sklaven' bewerben? Die eloquent vorgetragene Erklärung von Bewerber Bartos ' - seines Zeichens Altphilologe - ist durchaus stimmig.

'"Den Jahren der sozialen Apartheid wird eine neue feudalistische Zeit folgen, die neuen Privatbesitztümer wird man ohne Sklaven gar nicht mehr bewirtschaften können. Man könnte etwas überspitzt sagen, die Berufung zum Sklaven hat Zukunft!"

Unvermittelt findet sich das erfolgsverwöhnte Ehepaar als Sklavenhalter wieder. Mit Bartos und seiner Gefährtin Lana steht den beiden ab sofort ein 'rund um die Uhr-Verwöhnprogramm' der Luxusklasse zur Verfügung. Aber was ein guter Sklave ist, sorgt dafür, dass seine Herren alles bekommen, was ihnen zusteht; und weil das mit nur zwei Sklaven nicht zu schaffen ist, besorgt Obersklave Bartos kurzerhand weitere Sklaven. Hinter dem Haus entsteht ein ganzes Sklavendorf. Während die Herrin durchaus mit Skrupeln kämpft, geniesst der Herr des Hauses seine Rolle als Sklavenhalter sehr. Spätrömische Dekadenz macht sich breit. Aber wer hat in dieser Gemeinschaft eigentlich die Fäden in der Hand?

Sklaverei gibt es doch heute nicht mehr; schon gar nicht in Europa? Falsch! Im Buch verstreute Zeitungsmeldungen belehren uns eines Besseren. Von diesen ganz krassen Beispielen mal abgesehen, kommen Menschen, die in sogenannt prekären Arbeitsverhältnissen leben, in der Realität wesentlich schlechter weg als die beiden Sklaven in 'Subs'. Immerhin haben Bartos und Lana Kost und ' äusserst mondänes ' Logis ...

Fazit: Gesellschaftskritischer und äusserst unterhaltsamer Roman bei dem einem das Lachen zeitweilig im Hals stecken bleibt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer sich, nach Durchforstung neuer Hiobsbotschaften im FAZ- Wirtschaftsteil, die Klatschspalten der "Gala" zur Entspannung verordnen muß, ist mit "Subs" bestens bedient.
Auch der Leser, der ,wie vermutlich der Autor Kunkel selbst, zornig fühlt, dass Begriffe wie Gesellschaft, Meinungsfreiheit, Menschenwürde zu "Trademarks" verkommen sind,um globalisierten Ramsch mit "selling points" zu versehen, empfindet karthatischen Lesegenuß, weil er seine Wut in herrlich sarkastische Wortkaskaden gegossen sieht, die immer wieder eines vorbereiten: den nächsten Punch in den Leib einer degenerierten Gesellschaft.
Eigentlich suchen Klaus Müller-Dodt, der Schönheitschirurg, und seine Frau Evelyn, die Staatsanwältin, nur eine Putzfrau für ihr Anwesen im Grunewald. Das Klaus per Annonce eine Sklavin sucht, findet gerade er noch witzig, wie aber der Sklave Bartos und seine schöne Begleiterin Lana ihre Legitimität als Sklaven herleiten ist ,auf der Folio von Hartz4- Debatten, geradezu erschreckend. Die Gesellschaftssatire nimmt Fahrt auf. Bauaktivitäten auf dem Dodt'schen Anwesen erfordern die Gründung eines Sklavenstaates. Ein philosophischer Diskurs über Freiheit beginnt, indem Bartos den Meinungsführer macht, der der Entrüstung seiner Herren über die unmenschlichen Bedingungen im eigenen Hause Kontra bietet. Ein Sklave, der dem Sklaventum, die Legitimation redet. Die Verkehrung der Verkehrung. Angesichts solcher Gesinnungsfestigkeit bleibt den Dodts nur noch die Flucht in Wellness und weiteren Mechaniken ausgeklügelter Verdrängung, die die hübsche Lana nur zu bereitwillig zur Verfügung stellt. Zu schön um wahr zu sein! Und so klopft bald auch die "böse" Außenwelt in Form von Steuereintreiber, Karriereproblemen und Evelyns Schwester an, deren menschelndes Hippiegetue Klaus immer schon lächerlich fand. Doch komisch, auch die sonst so moralinsaure Schwägerin, sowie Evelyns Vorgesetzter Harms finden eigentlich an diesem Sklavenstaat im Grunde nichts Anrüchiges. Bietet der Sozialstaat solch bedauernswerten Kreaturen nicht noch weniger Alternativen? Hat Bartos vielleicht Recht? Wo Hirnzellen die Situation nicht mehr zu lösen vermögen, bleiben noch die Hormone und Lanas "hard body" ist ein verdammter Brutofen derselben, dessen Feuer sich Klaus endgültig nicht mehr entziehen kann. Evelyn von Eifersucht und dem Charakterwandel ihres Mannes getrieben flieht. Beide Protagonisten katapultieren sich in eine vollkommen sinnentleerte Außenwelt und erleben Abenteuer, wie aus den Klatschspalten dieser Welt entsprungen.Im Turbogang der Seichtigkeit werden die beiden ganz schön durchgeschüttelt und treffen sich schließlich zerzaust vor dem eigenen Haus wieder. Doch auch hier hat sich einiges geändert...Subs: RomanSubs: Roman
Wortwitz, das ironische Spiel mit der political-correctness und eine brilliante Dialogführung machen diesen Roman zu einem Lesevergnügen, der es mit der Wucht eines amerikanischen Gesellschaftromans aufnimmt. Der Leser reibt sich verwundert die Augen, dass dies mit Protagonisten in unserem Ländle möglich ist. Es ist möglich! Es hatte sich bislang nur noch kein Autor gefunden, der uns so cool den Spiegel vorhält wie Kunkel!
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Großartige Unterhaltung
Diesen Roman zu lesen war ein großer Spaß. Damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet. Vor allem eine Empfehlung des Philosophen Sloterdijk auf der Rückseite des... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Chrysmo veröffentlicht
Geschichte geht mir nach
Sehr schön zu lesen, spannend und regte mich nach lange nach dem Ende zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, Werte, Freiheit an. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von BC veröffentlicht
Kunkel at its best!
Thor Kunkel bohrt thematisch dicke Bretter - und zwar immer wieder mit Erfolg. Habe den Roman mit verhaltenen Erwartungen gelesen (geht da nach "Endstufe" noch eine Steigerung? Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Enno Duennebier veröffentlicht
Der Roman zum (Un)Zustand der Nation
Während grenzwertig belichtete Ex-Moderatorinnen und fröhlichplappernd-dumpfe Nationalkicker mit ihrem gedruckten Sondermüll die Charts anführen, stellt Kunkel... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Forest veröffentlicht
Interessante Satire
Kunkel war stilistisch immer schon mein Fall. Ich liebe seinen schrägen und sarkastischen Stil und "Subs" macht da keine Ausnahme. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von SL veröffentlicht
Ideen reichen nicht für einen Roman
Der Auto ist Journalist, für einen satirischen Zeitungsartikel wäre der Stoff ideal gewesen, nicht jedoch für ein Buch mit 450 Seiten. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von skamazon veröffentlicht
Unglaublich langweiliges und nichtssagendes Fabulosum.
Ich gebe es auf, nachdem sich auf den ersten 2 Dutzend Seiten nur Langeweile ausbreitet. Die morbiden Phantasien eines gealterten Yuppie-Paares interessieren mich nicht, zumal die... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von andi.calzone veröffentlicht
Amüsant aber wenig mitreißend
Thor Kunkel ist einer der wenigen zeitgenössischen Autoren, die sich mit der gesellschaftlichen Realität dieses Landes auseinandersetzen und wider den Stachel des... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von sky pilot veröffentlicht
Leider nicht gelungen.
Aufgrund der Werbung in Zeitungen und Rundfunk neugierig auf diese "Satire" geworden, habe ich das Buch gekauft und gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Dr. Johannes Delmere veröffentlicht
Das richtige Buch zur Zeit
Subs? Erste Assoziationen an S/M, aber das Cover spricht eine andere Sprache. Und tatsächlich, hier geht es um Gesellschaftskritik am Puls der Zeit. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Der Dude veröffentlicht
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