Submissiv ' bedeutet: passiv, unterwürfig, demütig oder verlegen sein
Das Wort stammt aus dem Lateinischen: submittere ' also sich unterwerfen
Ich möchte euch heute einen Roman vorstellen, der sich mit dem Leben einer devoten Frau beschäftigt.
Das Buch ist im Schwarzkopf-Verlag (Reihe Anais) erschienen und gehört zur Reihe der Bücher, die man mit ihrer markanten Covergestaltung in rot-schwarz kennt.
Inhalt und Gliederung: (meine Meinung zum Buch)
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Submissiv als Titel sagt ja schon eigentlich sehr viel aus, aber dahinter steckt noch viel mehr. Es ist ein inhaltlich sehr ansprechendes Buch, ein Buch zwar auch über die Devotheit einer Frau, aber auch über ihre Beziehung im allgemeinen und ihre sich langsam entwickelnden Gefühle, ein Welt, die nicht die Welt eines jeden von uns ist, die aber mittels des Buches vor dem geistigen Auge des Leser ersteht und verstanden werden kann. Teilweise also auch irgendwie ein Reisebericht ' gespickt mit erotischen Geschichten, also sehr abwechslungsreich und nicht 'nur' auf DAS EINE reduziert. Sehr unterhaltsam, anregend, aufregend und kurzweilig.
Es geht im Buch nicht nur am das rein Sexuelle, sondern um alles, was innerhalb einer solchen Beziehung wichtig, interessant und spannend ist. Und wenn dann ER noch Seemann ist, dann wird alles noch komplizierter, als es eh schon ist ..
Ihr könnt euch vorstellen, dass das nicht einfach ist für unsere Protagonistin '
Ben, der eigentlich ganz anderes tickt in Sachen Sex wie Anna, gerade in ihn muss sie sich verlieben '
18 Kapitel erzählen in der Ich ' Schreibweise die Geschichte unserer devoten Frau, die ihrem Seemann nachreist und mit ihm das ein oder andere Abenteuer auch sexueller Natur erlebt.
Sehr schön kann man den Wandel Annas nachvollziehen, ihre Gefühlswelt offenbart sie uns sehr detailliert, einfühlsam und herzlich. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, entführt uns in die Welt der Unterwürfigkeit und räumt auch so manches Vorurteil bei Seite.
Die Texte sind in Sätzen geschrieben, die nicht unnötig verschachtelt sind, sondern auf den Punkt bringen, wo es notwendig ist und ausschweifend werden, wo es der Verständlichkeit dient. Sehr detailliert werden die intensiven Szenen beschrieben, aber es wird keinesfalls ausschweifend, wo es langweilig werden könnte, sondern die Autorin schafft es, den perfekten Spagat herzustellen, der nötig ist, um eine dichte und intensive Handlung herzustellen, die den Leser am Buch fesselt.
Kurze Leseprobe an dieser Stelle:
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Stattdessen steht er gestresst in einer alten Jogginghose, am Herd und rührt in einem großen topf Chili con Carne. 'Wo kommst du denn her?', fragt mich einer seine Mitbewohner und mustert mich von oben bis unten. 'Von der Arbeit natürlich', antworte ich. 'Lauft ihr da im Süden der Republik immer so durchgestylt rum?' Er wendet sich ab und ich beginne, mich unwohl zu fühlen. Ben begrüßt mich nur kurz und ich weiß nicht so recht, was ich tun soll. Wäre das meine Party, würde schon nachmittags um drei alles perfekt bereitstehen. '
' Ben tritt hinter mich, seine Hand verfängt sich in meinem Haar. Er öffnet die Tür, die auf den Balkon hinaus führt. 'Zieh dich aus', sagt er, hält mir ein silbernes Halsband vor die Nase und verschwindet wieder. Ich zögere noch, sehe mich um und mir wird klar, dass dieser Balkon zum Glück von allen Seiten ' außer vielleicht vom Meer aus ' ziemlich uneinsehbar ist.