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Das Problem scheint, dass Vanessas inzwischen dritte Popproduktion gar nicht von Kritikern aus dem E-Bereich in die Hand genommen werden dürfte, sondern als das gelten sollte, was sie ist: Als moderner Pop ohne Klassik-Anflüge. Diesmal komponierte Vanessa bis auf einen Song alles selbst, ließ die alten Fusion-Ideen beiseite und lag damit goldrichtig. Zur Unterstützung griff sie auf Verve- und Heather-Nova-Producer Youth und auf einige Dance-Remixer zurück. Das Ergebnis bietet von träumerischem, getragenen Pop bis zu kernigem Dance ein breites Spektrum. Man hört den momentan angesagten besinnlichen enigmatischen Sound à la Oliver Shanti und Cantara ("Yantra" mit den Bulgarian Voices und "Solace" mit Didgeridoo), dezent rollende meditative Stücke mit Ambient-Ambitionen ("White Bird", "Clear Like Ice"), astreine Latin-Dance-Produktionen ("Picante", "Pasha"), New Age-House ("Destiny"), traumhafte Instrumental-Balladen, die von Richard Ashcroft stammen könnten ("Night Flight"), Eastern-Anklänge ("Laughing Buddha"), Chacha-Easy-Listening (herrlich: "Love Is Only A Game") und Blue-Grass-Elemente ("Deep South").
Sehr vielseitig, aber durch das rote Treppengeländer, die Geige, nicht unhomogen. Trotzdem wird diese Violine, die früher oft zu sehr im Vordergrund stand um Vanessas Virtuosität zu demonstrieren, erstaunlich dezent in den Hintergrund genommen und als reines, wunderschönes Melodieinstrument eingesetzt. Und zwar nur dann, wenn es wirklich passt. Vanessa Mae hat endlich ihre künstlerische Heimat gefunden! --Kati Hofacker
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