Nach dem guten 'Skid Row' und dem weitaus härteren, besseren und kompakteren 'Slave to the grind' lag die Latte für 'Subhuman Race' sehr hoch und nach den ersten Hörproben hätte ich noch gesagt, daß die Band klassisch daran gescheitert ist, auch wenn man schon zum Erscheinungstermin zugutehalten mußte, daß sie keineswegs versucht haben, ein kommerziell ausgerichtetes Album nachzulegen, um sich massig Airplay zu sichern.
Mittlerweile lautet mein Fazit anders. Die Songs kommen sehr aggressiv daher und wenn man sich die Mühe macht, sich mit dem Album auseinderzusetzen, wird man von Songs wie 'Eileen', 'Frozen', 'Firesign', 'My enemy' und den langsameren 'Into another' sowie 'Breakin' down' zunehmend fasziniert werden. Komplexeres Songwriting, eine düstere Gesamtstimmung, mehr Betonung auf Bolans Bass als noch auf den Vorgängeralben sowie einige Experimentierfreude tun sich auf, und so wird der vermeintliche Fehlkauf doch noch zu einem gerne gehörten Album. Die Gefahr, hier einen müden Abklatsch der beiden in den Charts hochgekletterten Alben zu hören, braucht man keinesfalls fürchten. Zwar alles in allem nicht so genial wie 'Slave', aber das Debüt wird doch in den Schatten gestellt, auch wenn Hitsingles wie '18 and life' oder 'Youth gone wild' freilich nicht vorhanden sind. Aber besser ein durchgehend starkes Album als eines mit zwei, drei Highlights und ansonst Durschnittsware.