Produktinformation
|
|
Fesselnd und mitreißend in ganz anderer Hinsicht ist das Violakonzert von Sofia Gubaidulina: Sie ist wesentlich "gesprächiger" als Kancheli, testet die virtuosen Möglichkeiten des Soloinstruments in großen, explosiv sich entfaltenden Entwicklungsbögen aus und bannt den Zuhörer unter anderem durch Kontraste auf dynamischer und motorischer Ebene. Man muss sich eine Weile einhören, um das Spezifische von Gubaidulinas Tonsprache im Vergleich zu derjenigen Kanchelis dingfest zu machen; ein Prozess, aus dem man eher ernst und nachdenklich hervorgeht, aber auch mit der Gewissheit, dass es eine zeitgenössische klassische Musik gibt, die nur darauf wartet, ihren Elfenbeinturm zu verlassen und mehr Menschen zu erreichen. Giya Kancheli und Sofia Gubaidulina sind zwei Komponisten, die es verdienen, breites Gehör zu finden. --Michael Wersin
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bewegende Musik,
Von
Rezension bezieht sich auf: Styx/Violakonzert (Audio CD)
Diese Produktion aus der 20/21-Reihe der Deutschen Grammophon vereinigt zwei wichtige Werke der zeitgenössischen Musik von zwei Individualisten aus der ehemaligen Sowjetunion, dem Georgier Giya Kancheli (geb. 1935) und der Russin-Tartarin Sofia Gubaidulina (geb.1931). Beide leben nun in Belgien und Deutschland. "Styx" (1999, 34 Min.) von Kancheli ist extrovertiert und sehr effektvoll, während Gubaidulinas Bratschenkonzert (1996, 35 Min.) dagegen eher introvertiert wirkt und von einer inneren Spannung lebt. Beide Werke sind dem Bratschisten Yuri Bashmet gewidmet, dessen solistische Leistung sensationell ist. Es ist erstaunlich, was für verschiedene Klangfarben er aus der Bratsche herausholt.Kanchelis Kompositionen sind ziemlich langsam, sehr leise und auch ein wenig langweilig. "Styx" ist für mich das erste Werk, dass wirklich zu überzeugen vermag. Styx ist der Fluss aus der griechischen Mythologie, der das Reich der Toten und der Lebenden trennt. "Styx" beschreibt in musikalischer Sprache das allgemeine Yin-und Yang-Prinzip. Die Musik fliesst ruhig und leise dahin, vom Bratschenklang getrieben, und wird immer wieder durch laute Klangblöcke unterbrochen, die schnellstens aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden. Die grossen Lautstärkeunterschiede sind ein Charakteristikum von Kanchelis Musik. Da die Musik meist ziemlich leise ist, muss die Laustärke relativ hoch eingestellt werden, um die leisen Stellen auch wirklich zu hören. Das hat aber zur Folge, dass die lauten Passagen dann sehr laut tönen, was verständnisvolle Nachbarn erfordert. "Styx" ist deshalb ein geniales Stück, um Verstärker und Lautsprecher zu testen. Der Schluss ist eine Referenz an das Ende von Gustav Mahlers 6. Sinfonie. Gubaidulinas Bratschenkonzert kommt im Gegensatz zu "Styx" ohne vordergründige Effekthascherei aus und lotet hervorragend die verschiedenen klanglichen Möglichkeiten der Bratsche aus. Sofia Gubaidulinas spannende, atmosphärisch dichte, geheimnisvolle Klangräume sind einzigartig und mit nichts zu vergleichen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|