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Styx/Violakonzert
 
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Styx/Violakonzert

Valery Gergiev, Giya Kancheli Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Komponist: Kancheli, Gubaidulina
  • Audio CD (12. März 2002)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon Production (Universal)
  • ASIN: B0000631NT
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 111.611 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Styx - for Viola, mixed choir and orchestra (1999)34:18EUR 5,75
Anhören  2. Concerto for Viola and Orchestra (1996)35:18EUR 5,75


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Einige laute, dissonante Schläge des Orchesters lassen einem das Blut in den Adern gefrieren und bereiten eine Stimmung existenzieller Ernsthaftigkeit vor: So beginnt Styx, eine 1999 entstandene Komposition des georgischen Komponisten Giya Kancheli für Viola, Chor und Orchester. Was dann folgt, ist ein langer Klagegesang aus Melodie- und Wortfetzen, nur manchmal unterbrochen von leidenschaftlich aufwallenden hymnischen Passagen. Der Bratschist Yuri Bashmet, für den Kancheli das Stück komponierte, zaubert dazu eine Atmosphäre, die den atemlosen Hörer vollkommen seinem Alltag entreißt. Ein übriges tut der Titel und die damit verbundenen Assoziationen: Styx heißt in der griechischen Mythologie der Fluss, der die Welt der Lebenden von derjenigen der Toten trennt; ein schrecklicher Fährmann namens Charon transportiert mit seinem Kahn die Verblichenen ins Totenreich. Hier werden Urängste eines jeden Menschen angesprochen, hier steigen letzte, unergründliche Geheimnisse unserer schon so weit entmystifizierten Welt vor dem inneren Auge auf. Wenn ein Kunstwerk mit so starken und tief gehenden Sinnesreizen auf verschiedenen Ebenen arbeitet, dann wird die Grenze zum Unseriösen, zum allzu dick aufgetragenen Effekt wenigstens am Horizont sichtbar; Kanchelis Stück würde auch eine erstklassige Musik zu einem Horror- oder Mystery-Film abgeben. Freilich, die Verwendbarkeit in solchen Zusammenhängen sagt nicht zwangsläufig etwas über die Qualität aus. Was das Werk schließlich vor diesem Absturz bewahrt, ist seine handwerklich brillante Faktur, seine innere Stringenz und motivische Verflochtenheit, nicht zuletzt auch das hohe künstlerische Niveau von Yuri Bashmet und den anderen Mitwirkenden.

Fesselnd und mitreißend in ganz anderer Hinsicht ist das Violakonzert von Sofia Gubaidulina: Sie ist wesentlich "gesprächiger" als Kancheli, testet die virtuosen Möglichkeiten des Soloinstruments in großen, explosiv sich entfaltenden Entwicklungsbögen aus und bannt den Zuhörer unter anderem durch Kontraste auf dynamischer und motorischer Ebene. Man muss sich eine Weile einhören, um das Spezifische von Gubaidulinas Tonsprache im Vergleich zu derjenigen Kanchelis dingfest zu machen; ein Prozess, aus dem man eher ernst und nachdenklich hervorgeht, aber auch mit der Gewissheit, dass es eine zeitgenössische klassische Musik gibt, die nur darauf wartet, ihren Elfenbeinturm zu verlassen und mehr Menschen zu erreichen. Giya Kancheli und Sofia Gubaidulina sind zwei Komponisten, die es verdienen, breites Gehör zu finden. --Michael Wersin


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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bewegende Musik, 1. Dezember 2002
Von 
zueribueb (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Styx/Violakonzert (Audio CD)
Diese Produktion aus der 20/21-Reihe der Deutschen Grammophon vereinigt zwei wichtige Werke der zeitgenössischen Musik von zwei Individualisten aus der ehemaligen Sowjetunion, dem Georgier Giya Kancheli (geb. 1935) und der Russin-Tartarin Sofia Gubaidulina (geb.1931). Beide leben nun in Belgien und Deutschland. "Styx" (1999, 34 Min.) von Kancheli ist extrovertiert und sehr effektvoll, während Gubaidulinas Bratschenkonzert (1996, 35 Min.) dagegen eher introvertiert wirkt und von einer inneren Spannung lebt. Beide Werke sind dem Bratschisten Yuri Bashmet gewidmet, dessen solistische Leistung sensationell ist. Es ist erstaunlich, was für verschiedene Klangfarben er aus der Bratsche herausholt.
Kanchelis Kompositionen sind ziemlich langsam, sehr leise und auch ein wenig langweilig. "Styx" ist für mich das erste Werk, dass wirklich zu überzeugen vermag. Styx ist der Fluss aus der griechischen Mythologie, der das Reich der Toten und der Lebenden trennt. "Styx" beschreibt in musikalischer Sprache das allgemeine Yin-und Yang-Prinzip. Die Musik fliesst ruhig und leise dahin, vom Bratschenklang getrieben, und wird immer wieder durch laute Klangblöcke unterbrochen, die schnellstens aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden. Die grossen Lautstärkeunterschiede sind ein Charakteristikum von Kanchelis Musik. Da die Musik meist ziemlich leise ist, muss die Laustärke relativ hoch eingestellt werden, um die leisen Stellen auch wirklich zu hören. Das hat aber zur Folge, dass die lauten Passagen dann sehr laut tönen, was verständnisvolle Nachbarn erfordert. "Styx" ist deshalb ein geniales Stück, um Verstärker und Lautsprecher zu testen. Der Schluss ist eine Referenz an das Ende von Gustav Mahlers 6. Sinfonie.
Gubaidulinas Bratschenkonzert kommt im Gegensatz zu "Styx" ohne vordergründige Effekthascherei aus und lotet hervorragend die verschiedenen klanglichen Möglichkeiten der Bratsche aus. Sofia Gubaidulinas spannende, atmosphärisch dichte, geheimnisvolle Klangräume sind einzigartig und mit nichts zu vergleichen.
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