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Stuttgart. Porträt einer Stadt
 
 
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Stuttgart. Porträt einer Stadt [Gebundene Ausgabe]

Hermann Lenz


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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 05.06.2003
Hätten Sie's gewusst? Auch die Stadt Stuttgart hat ihren Benjamin und Hessel, ihren selbstvergessenen Flaneur, der ihr in einer Reihe kurzer Texte ein unsterbliches Denkmal setzte. Hanns-Josef Ortheil zeigt sich in seiner Kritik jedenfalls ergriffen von dem Buch. Es handelt sich um eine Neuauflage, erläutert er. Lenz hat seine Feuilletons bereits in den sechziger und frühen siebziger Jahren geschrieben, im Buch erschienen sie erstmals zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 1983. Ortheil macht den Leser schnell klar, dass Lenz auch einiges von Benjamin und Hessel unterscheidet: Es gehe Lenz nicht um eine "spirituelle Annäherung". Lenz schreibe vielmehr als ein genuiner Erzähler. Jedes Detail, so Ortheil spricht für sich. Und die "wunderbare Coda" des Romans bildet folgerichtig ein erzählerisches Stück über den großen Dichter Mörike, der in diesem ganzen Buch nach Ortheil eine so große Rolle spielt. Ortheil schildert auch Lenz' Verzweiflung angesichts der Nachkriegsverhunzungen der stark zerstörten Stadt: Lenz brauche Altes um sich zu erinnern und den Fluss der Erzählung herzustellen, erläutert der Rezensent zu Lenz' Technik. Und Ortheil ist kategorisch: Dies ist ein "einzigartiges Dokument des präzisen Erinnerns".

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 08.08.2003
Christoph Bartmann hat den 1998 verstorbenen "Archäologen des Behagens" Hermann Lenz noch einmal beim kundigen Schlendern durch das Stuttgart der sechziger und frühen siebziger Jahre begleitet und ist ganz angetan von dem Bummel. Lenz, schreibt er, ging systematisch durch die Stadt, suchte nach Überresten seiner geliebten Biedermeier-Zeit, nach "Spuren eines untergegangenen Alltags", und konnte der Gegenwart von "Nordsee", "Karstadt" und "jungen Leuten" so gar nicht abgewinnen. Bis ihm, so Bartmann, auffällt, dass die Langhaarigen das Alte auch besser finden als das Neue - es folgt die "Verbrüderung mit der revolutionären Jugend". Ohnehin sei er kein "richtiger Konservativer", sondern eher "ein Nostalgiker, ein Geschichtsträumer, dem zugleich die Gabe des genauen Hinsehens gegeben ist". Und sogar, verrät Bartmann, ein früher, sozusagen versehentlicher und ganz untheoretischer Kulturwissenschaftler. Vor allem aber der Autor eines "Stadtporträts, wie man es sich schöner und liebevoller kaum denken kann."

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Dieses Abschmecken der Vergangenheit ist ganz nach meinem Sinn. Ich hoffe, von meinen Expeditionen ins Anno dazumal eine Beute einzubringen, die die Leser schmunzelnd verzehren«, schrieb Hermann Lenz an Hans Weitpert, den Herausgeber der Zeitschrift Stuttgarter Leben, deren ständiger Mitarbeiter Lenz von 1963 bis 1975 war – zu einer Zeit, als sein Name lediglich einigen Kennern bekannt war. Für sie schrieb er auch im Stuttgarter Leben über seine Geburtsstadt, die als Schauplatz die Hauptrolle in seinem Werk spielt. Eingebettet darin stehen diese Aufsätze, die erstmals 1984 in einer Sammlung erschienen, als selbständige Arbeiten, die aber hineinleuchten in das Ganze, sie erhellen, illustrieren und zeichnen detailreich den Hintergrund, vor dem sich das Gesamtwerk entfaltet. Doch nicht nur das Werk von Hermann Lenz erscheint so manchmal in einem anderen Licht, auch die Stadt selbst, denn auf seinen Wegen durch Straßen und Gassen, vorbei an Brunnen, Plätzen und berühmten Bauwerken läßt Hermann Lenz die Vergangenheit hinter den neuverputzten Fassaden sichtbar werden. Im Blick auf das Damalige sah Hermann Lenz die Möglichkeit, die Gegenwart angemessen zu erfassen.

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