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Stuttgart 21
 
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Stuttgart 21 [Broschiert]

Wolfgang Schorlau
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 266 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 2010 (26. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462042580
  • ISBN-13: 978-3462042580
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 248.535 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Buch versammelt aus verkehrsplanerischer, ökologischer, politischer und kultureller Sicht alle wesentlichen Argumente gegen die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs und dokumentiert eine beispiellose demokratische Protestbewegung gegen das Megaprojekt Stuttgart 21.
Wolfgang Schorlau, Autor von politischen Kriminalromanen und selbst aktiv in der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21, hat in seinem Buch Originalbeiträge, Dokumente und Reden von den Demonstrationen versammelt. Zu den Autoren zählen Verkehrsplaner, ehemalige Bahnmanager, Architekten, Ökologen, Politiker, Kunstwissenschaftler, Pfarrer und Schriftsteller.
Die Autoren: Klaus Arnoldi, Joe Bauer, Stephan Braun, Nils Büttner, Peter Conradi, Dietrich Heißenbüttel, Vincent Klink, Wilfried Kretschmann, Ernst Krittian, Heiner Monheim, Guntrun Müller-Enßlin, Martin Nebel, Joachim Nitsch, Boris Palmer, Rudolf Pfleiderer, Martin Rößler, Hannelore Schlaffer, Werner Sittler, Heinrich Steinfest, Gangolf Stocker, Martin Vieregg, Werner Wölfle, Andreas Zielcke.

Über den Autor

Wolfgang Schorlau war Manager in der Computerindustrie. Er lebt und arbeitet heute als freier Autor in Stuttgart. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von bigbug21
Mit rund drei dutzend Aufsätzen und insgesamt rund 270 Seiten gibt das preisgünstige Buch das wohl bislang größte gedruckte Spektrum der Kritik an Stuttgart 21 wieder. Obwohl einige der Aufsätze schon andernorts in gleicher oder ähnlicher Form zu lesen waren, habe ich selbst nach langjähriger Beschäftigung mit der Thematik das vorliegende Werk als große Bereicherung wahrgenommen.

Als bereichernd habe ich dabei vor allen Dingen das breite Spektrum wahrgenommen, das der Autorenkreis beleuchtet. Bahnbetriebliche und -technische Argumente kommen ebenso wenig zu kurz wie beispielsweise Kritik an der Architektur, den verkehrlichen Wirkungen, den Kosten oder der Ästhetik der geplanten Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens. Neben diesen Sachthemen bildet die Frage, welche Auswirkungen und Folgen das umstrittene Projekt für die Politik, unsere Demokratie und unsere Entscheidungsprozesse hatte bzw. haben sollte, einen eigenen Block, der nicht minder lesenswert ist.

Als einzigen wesentlichen Wehrmutstropfen habe ich dabei den nahezu durchgehend einseitigen Blickwinkel wahrgenommen. Von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, versuchen die Texte keine auch nur im Ansatz abwägende Darstellung und blenden Argumente für Stuttgart 21 durchgehend aus. An manchen Stellen bleiben so unsägliche Behauptungen unwidersprochen stehen, die sachlich -- egal wie man es interpretieren mag -- einfach nicht zutreffend sind. So behaupten mehrere der Autoren, die Fahrzeit von Stuttgart nach München sei in den letzten 15 Jahren nur deshalb um rund 20 Minuten gestiegen, weil die Deutsche Bahn ihr Gleisnetz habe verlottern lassen. Dass massive Bauarbeiten und daraus resultierende Geschwindigkeitsbeschränkungen und Zeitpuffer hierfür ursächlich gewesen sein dürften, fällt bei diesem exemplarischen Fall ebenso unter den Tisch wie die Tatsache, dass die planmäßige Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm keine nennenswerte Veränderung erfahren hat.

Unter dem Strich erfüllt das Buch den Anspruch, die Bandbreite der gegen Stuttgart 21 darzulegen, in herausragender Weise. Für den ersten Einstieg ist es ebenso gut geeignet wie für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem breiten Spektrum des Widerstands. Einzig an Objektivität und Ausgeglichenheit mangelt es den Texten -- was man einem explizit gegen das Projekt Stuttgart 21 gerichteten Werk auch nicht zu sehr zum Vorwurf machen sollte.
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von HHarlekin TOP 1000 REZENSENT
Was erfährt man als Nicht-Stuttgarter und Nicht-Baden-Württemberger über das Milliarden-Projekt "Stuttgart 21"? Meist das, was in den gängigen Medien verbreitet wird. Und diese Berichterstattung ist viele Monate, wenn nicht über Jahre sehr oft mehr als einseitig gewesen: Breiter Raum für die Statements der Pro-Seite (Politiker aus BaWü und Bund, sowie Bahn-Vertreter), kaum Raum für die Gegenseite, von einer wenigstens halbwegs objektiven Darstellung der Argumente des Widerstands ganz zu schweigen. In den letzten Monaten ist diese Art der Berichterstattung allerdings glücklicherweise aufgeweicht worden, wenngleich dies die Demonstranten vor üblen Verleumdungskampagnen etwa aus dem Springer-Verlag nicht geschützt hat. Wer die Zeit hatte, wenigstens gelegentlich mal in die von Heiner Geißler geleiteten Schlichtungsgespräche auf Phoenix hineinzuschauen, der konnte erleben, daß die besseren Argumente tatsächlich auf der Widerstands-Seite liegen. Und wer nun Interesse hat, diese argumentative Seite des S21-Widerstands ausführlicher kennenzulernen, und sei es nur, weil er der öffentlichen Propaganda der Befürworter nicht traut, der sollte zu diesem Buch greifen. Aber er sei gewarnt: Manche Texte sind geeignet, dem Leser die Zornesröte ins Gesicht zu treiben.

Im Vorwort berichtet Herausgeber Wolfgang Schorlau darüber, wie er die furchtbaren Ereignisse an jenem 30. September erlebt hat, jenem widerwärtigen polizeilichen Prügeleinsatz gegen friedliche Demonstranten, unter denen sich zahlreiche Schüler und alte Leute befanden. Darüberhinaus wurde abends die Unwahrheit verbreitet, die Demonstranten hätten Pflastersteine geworfen - um diese Falschbehauptung dann nachts zurückzunehmen. Und das war nicht die einzige Ungeheuerlichkeit von politischer Seite gegenüber den Protestlern. ZU RECHT ist dieser unsägliche, menschenverachtende und demokratiefeindliche Polizeieinsatz Thema eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

Und natürlich geht es auch um merkwürdige Kosten-Nutzen-"Analysen", die offenbar das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben wurden, Falschdarstellungen der Fakten, Geheimverträge, Herunterrechnen der Milliarden-Kosten, politische und vor allem finanzielle Interessen, wer verdient hier ganz besonders, oder auch, wie die sog. "demokratischen Prozesse" im Zuge der Verwirklichung n S21 denn nun WIRKLICH gelaufen sind, ob WIRKLICH alle Fakten den Entscheidungsträgern vorlagen, verheimlichte Gutachten...etc...Informationen, an die man als "normaler" Bundesbürger außerhalb BaWüs nicht direkt denkt, die aber geeignet sind, die Vorgänge in Stuttgart im Auge auch eines unvoreingenommenen Betrachters ein von der öffentlichen Darstellung differierendes Bild zu zeichnen.

Es finden sich auch so interessante Texte wie den des ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten Stuttgarts, Dr. Martin Nebel, der penibel nachrechnet, wieviel CO2 die Blätter der Bäume im Schloßgarten aufnehmen, bzw. wieviel sie nicht mehr aufnehmen können, wenn sie gefällt sind, und somit der Atemluft der Stadt nicht mehr nützen können ("Warum brauchen wir Bäume in der Stadt?"). Oder der geradezu köstliche Text "Kopfbahnhof versus Durchgangsbahnhof - ein Stuttgarter Dejavu, in dem Klaus Gebhard die Debatte um die Umwandlung des Stuttgarter Kopf-Bahnhofs zum Durchgangsbahnhof in den Jahren 1901 - 1905 schildert. Das "Neue Tageblatt Stuttgart" schrieb im Oktober 1905: (Zitat)"Das Projekt ist jetzt glücklicherweise mit Hilfe einer Kommission auswärtiger Sachverständiger begraben. Das Projekt war von Anfang an nicht lebensfähig. Abgesehen von den kaum überwindbaren Bauschwierigkeiten, wären die einzelnen Teile der Bahnhofsanlage unzureichend geworden. Dieses Projekt ist aber ein glänzendes Beispiel dafür, wie für eine Sache durch ausgiebige Propaganda Stimmung gemacht werden kann, die an sich nicht brauchbar ist."

Der Herausgeber Wolfgang Schorlau hat zahlreiche Autoren für dieses Buch gewonnen, Organisatoren des Widerstandes, Wissenschaftler, Journalisten, Rechsanwälte, Politiker u. a. der Grünen, und engagierte Bürger, Namen wie Boris Palmer, Walter Sittler, Peter Conradi, Winfried Hermann, Vincent Klink, Joe Bauer, und zahlreiche weitere Namen finden sich hier. Schorlau ist ein bekannter Krimi-Autor, Schöpfer der Dengler-Krimis, und spannend wie ein Krimi liest sich dieses Buch auch. Es ist ein lesenswertes Buch, mit zahlreichen Texten unterschiedlichster Autoren, 270 Seiten randvoll mit Denkanstössen, Informationen und Argumenten gegen dieses gigantomanische Irrsinns-Projekt Stuttgart 21.
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr interessantes Buch 29. November 2010
Für alle, die sich mit den Argumenten gegen das Milliardengrab S21 und der Protestbewegung auseinandersetzen wollen, bildet dieses Buch einen sehr guten Anfang. Viele bekannte Gesichter der Bewegung nehmen zu diversen Aspekten des unterirdischen Bahnhofs Stellung.
Wer sich weiter informieren will kann dies z.B. auf folgender Homepage tun: siegfried-busch.de .

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