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Stutenbiss
 
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Stutenbiss [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Milena Moser
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Blessing (25. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896672177
  • ISBN-13: 978-3896672179
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 482.252 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Milena Moser
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Bisschen Dramatik, eine alte, jahrzehntelang unausgesprochene Geschichte, ein Hauch von Spannung, ein ganzer Schwung Klischees, das alles verwoben rund um die Freundschaft zweier so ganz unterschiedlicher Frauen, die sich nach vielen Jahren wiedersehen. Da ist unterhaltsame Stutenbissigkeit vorprogrammiert!

Unterschiedlicher könnten sie gar nicht sein: Susen, die Kolumnen über das vielschichtige Liebesleben in der Großstadt schreibt, und Belle, die ländlich abgeschieden auf einem Pferdehof lebt. Zwei starke Frauen, die einst dicke Freundinnen waren, sich aus den Augen verloren und ganz ungleiche Lebenswege gingen. Da waren Träume und Sehnsüchte: auf jeden Fall wollten sie in Amerika leben, gut aussehende Indianer heiraten, auf dem Land leben und Pferde züchten. Beim Wiedersehen, klar, prallen zwei Leben aufeinander: Susen, die sich mangels eigenem Liebesleben in einer Schaffenskrise befindet und Belle mit einem chaotischen Liebesleben; das geht nicht immer gut, Eifersüchteleien und Zickigkeiten sind unvermeidlich, zumal es natürlich auch ums Thema Liebe geht und ein altes Geheimnis.

Es ist alles andere als Milena Mosers erster Roman und bisher zeichneten Tempo und Schwung ihre Geschichten aus. „Die Putzfraueninsel“ beispielsweise oder „Sofa, Yoga, Mord“. Irgendwie ist ihr dieser Schwung abhanden gekommen, machen freche Art und flotte Schreibe in diesem Buch eine Pause. Keine Frage, der Roman liest sich flüssig, die Geschichte ist plastisch und mit leichter Hand gestrickt, aber der Funke, den der Titel verspricht, will irgendwie nicht so recht überspringen. Viele Passagen sind langatmig und manche Dialoge konstruiert und ohne Leben. Dennoch: alle Zutaten für eine schillernde Geschichte sind vorhanden, von schicksalsträchtigen Erlebnissen bis zu herzbrechenden Männern und einer ganzen Menge ‚zwischenweiblichen Turbulenzen’ . All das sorgt für buntes ‚Kopf- Kino’.--Barbara Wegmann

Pressestimmen

"Moser ist erneut ein Meisterstück spannender Unterhaltung gelungen ... Die Moser-Frauen sind wie immer, ein bisschen schlampig, aber liebenswert, heillos überfordert und trotzdem klug und überlebensfähig. Toll ist, dass es der Autorin gelingt, ihre Figuren immer wieder in neue spannende Geschichten zu packen. Man mag alle beide, die Frauen und die Geschichten." (Sonja Kolb, Associated Press )

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Frauen unter sich 20. Oktober 2008
Von Bianca Wenzel TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
'Sie würden in Amerika leben und einen Pferdehof betreiben, der entweder 'Pferdehimmel' oder 'Paradies der Pferde' heißen würde. 'Pferdehimmel' klingt irgendwie nach Tierfriedhof', sagte Susen. Sie würden möglichst zur gleichen Zeit gut aussehende Indianer kennenlernen und heiraten. Vielleicht Brüder. Zu viert würden sie auf der Ranch leben, Susen und Belle mit ihren indianischen Männern. ... Nein, sie wollten beide einen Indianer. Einen hochgewachsenen Mann mit langem Haar und nackter Brust. Je genauer sie ihn sich gegenseitig beschrieben, desto seltsamer fühlten sie sich. Flau im Magen, als würde ihnen gleich übel, aber nicht ganz. Weich in den Knien, aber auf eine angenehme Art.'

Das war der Plan der zehnjährigen Mädchen Susen und Belle. Nach Amerika ziehen und einen Indianer heiraten, Susen wollte Tierärztin werden, Belle eine Ranch besitzen. Die beiden verbrachten jede freie Minute miteinander, gingen in den Familien ein und aus und wollten für immer befreundet sein. Doch dann kam der folgenschwere Tag im Wald: die zwei Mädchen wollten doch eigentlich nur ein Clubhaus im Wald bauen, ihre Ruhe genießen, Spaß haben. Sie waren so in ihre Arbeit vertieft, dass sie nicht merkten, dass auf einmal ein Mann vor ihnen stand. Susen konnte fliehen, Belle blieb zurück.

'Seit der Sache im Wald vor dreiunddreißig Jahren hatten sich die beiden Frauen kaum mehr gesehen. Belle war nach den Sommerferien nicht in die Schule zurückgekommen. Sie besuchte ein Internat in den Bergen, ein Internat mit Pferden, das hatte sie sich schon lange gewünscht und endlich durchgesetzt. Auch Susen hatte die Angst, die ihre Eltern an diesem Sommerabend um sie ausgestanden hatten, für sich nutzen können. Allerdings hatte sie weniger weit gedacht und sich mit einem Paar Plateausandalen mit Korksohlen begnügt. Die Riemchen waren aus weinrotem, braunem und orangefarbenem Lackleder gewesen. Sie hatte ihre Stellung in der Klassenhierarchie dramatisch erhöht.'

So unterschiedlich wie sich die Wege der Mädchen bereits damals entwickelten, so unterschiedlich leben sie auch heute. Susen ist alleinerziehende Mutter und erfolgreiche Kolumnistin eines Lifestylemagazins. Sie genießt das Leben in vollen Zügen und gibt eine Menge Geld für Luxusartikel aus. Ihre Tochter ist hochbegabt und hat gerade eine Klasse übersprungen. Da kommt die Einladung von Belle für zwei Wochen auf ihrem Pferdehof gerade recht. Susen braucht neuen Stoff für ihre Kolumne und Wednesday, ihre Tochter, ist unglücklich in der neuen Klasse, wo alle Mädchen schon viel weiter als sie sind. Belle hat ihren Traum verwirklicht, sie ist stolze Besitzerin eines Reiterhofes in den Schweizer Bergen und lebt dort gemeinsam mit ihrem Mann Manolo, den Susen allerdings nicht ausstehen kann. Allein dadurch ist Brisanz vorprogrammiert, doch das ist noch nicht alles, was Belle und Manolo zu bieten haben, sie leben mit Jasmin, einer ehemaligen Studentin, eine wahre Ménage à trois, was sogar die lebenslustige Susen zutiefst schockiert. Jasmin kümmert sich um den Haushalt, Belle um den Reiterhof und beide sind glücklich, zumindest auf den ersten Blick. Aber generell ist in dieser Geschichte viel Schein und wenig Sein.

Belle und Susen finden sofort wieder zueinander und verbringen viel Zeit miteinander, in der sie in Erinnerungen schwelgen. 'Manchmal fragte sich Belle, ob sie das Gleiche erlebt hatten. Sich an das Gleiche erinnerten.'Doch regieren auch Missgunst, Häme ihre Beziehung und zwischen allem steht noch die Geschichte im Wald von damals. Zwei turbulente Wochen liegen also vor den zweien, in denen viel passiert und aufgedeckt wird. Ob Susen ihre Geschichte findet, warum Wednesday ihre Mutter peinlich ist, wer der alte kauzige Max ist und noch vieles mehr, hat Milena Moser wundervoll in ihrem Roman beschrieben, der viel Spaß macht.

Erwähnenswert sei hier noch der Hingucker schlechthin ' das Cover! Die Louis Vuitton-Tasche statt mit LV-Logo hier mit Pferden und Hufeisen dargestellt sieht einfach superklasse aus und ist ein Highlight im Bücherregal!

'Stutenbiss' ist das neueste Werk von Milena Moser, die nach ihrem biografisch geprägtem Sachbuch 'Schlampenyoga' wieder in ihr altes Genre zurückgekehrt ist. Wie von ihr gewohnt, gewährt sie tiefe Einblicke in Psyche, Träume und die Gedankenwelt von uns weiblichen Wesen. Doch ist sie ruhiger geworden, ihre sonst sehr sarkastischen Betrachtungen des Alltagswahnsinns sind immer noch komisch und auch sarkastisch, doch gemäßigter. Man muss sich erst an den neuen Stil gewöhnen, doch nach 50 Seiten packt einen die Geschichte, die an eine Art moderner 'Drachenläufer' erinnert. Die neue Geschichte ist flüssig, witzig und bildreich erzählt. Ihre skurrilen Charaktere machen die Geschichte rund um Belle und Susen rund und lesenswert. Und das Ende kommt plötzlich und ist so ganz anders, als man beim Lesen dachte und rätselte.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Diesmal geht es um zwei Freundinnen, die sich seit einem geheimnisvollen Ereignis in der Schulzeit aus den Augen verloren haben und sich nun wiedertreffen. Den gemeinsamen Jugendtraum - den eigenen Pferdehof - hat immerhin eine von ihnen verwirklicht. Die andere ist Kolumnistin für ein schickes Lifestyle-Magazin und besucht nun mit ihrer Tochter für eine Woche den Reiterhof. Hier beginnt eine verwickelte Geschichte, das Leben sämtlicher Beteiligten gerät alsbald in heftige Turbulenzen.

Nun muss ich hier sagen, dass ich in meiner Schulklasse das einzige Mädchen war, das sich absolut nicht für Pferde interessiert hat. Ich mixte lieber Schwarzpulver aus dem Chemiekasten meines Bruders mit dem ich dann unsere Schrankschlüssel auseinander sprengte und die Bodenplatten unserer Terrasse hochjagte. Meine Mitschülerinnen betrachtete ich kopfschüttelnd und mit blankem Unverständnis, wenn sie die Augen verdrehten und von ihrem Pferd schwärmten. Romane, die eine Kombination aus Pferden, Frauen und Liebe enthalten würde ich bis heute freiwillig nie lesen. Diesen hier kann ich trotzdem empfehlen, denn er verzichtet auf jede süßliche Immenhof-Romantik und bietet dafür Action und Selbstwitz.

Was es sonst noch in dem Roman gibt? Die große Liebe, viele kleine Eifersüchteleien, eine Ménage à trois, eine Filmdiva, einen Cowboy, eine Spielerin, einen sehr schönen Mann, Wölfe. Am Schluss ständig sich steigernde Spannung mit viel Action, und jeder Menge Verbrechen, darunter eine demolierte Wohnung, zwei Morde und natürlich diese wunderbaren schrägen und doch stets psychologisch nachvollziehbar handelnden Frauenfiguren, die Milena Mosers Spezialität sind.

Das Ganze ist ein schönes Geschenk für die beste Freundin.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Milena Moser, immer wieder empfohlene Schweizer Schriftstellerin. Und da sie in diesem Buch u.a. eine Pferderanch zum Thema macht, habe ich mir das Buch ausgewählt. Ansprechend verpackt und kurzweilig zu lesen, kommt es aber irgendwie doch nicht vom Fleck. Milena Moser mischt unbekümmert bekannte Szenarien aus diversen Filmen und Büchern und bastelt daraus eine Geschichte um zwei Frauen, die als Mädchen einmal Freundinnen waren.

Das Buch liest sich leicht, wie in fast allen Büchern stimmen gewisse pferdische Details nicht ganz mit der Ralität überein. Einige Verhaltensweisen der Akteure sind für mich auch nicht nachvollziehbar und so erstaunte mich auch der Schluss nicht wirklich. Kein schlechtes Buch, sicherlich, aber ich hätte mir einen anderen Schluss gewünscht. Vielleicht schaue ich einfach zu viele Hollywood-Filme mit Happy End.
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