Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Packend und Ergreifend bis zum Schluss!, 28. Januar 2007
Die Bergsteiger Joe Simpson (Autor) und Simon Yates machen sich im Jahr 1985 auf den Weg zur Erstbesteigung der Westwand des in den peruanischen Anden gelegenen Siula Grande (ca. 6300 Meter). Anfangs nur in kleinen Schritten um sich zu aklimatisieren, wagen sie später bei gutem Wetter den finalen Anstieg des Siula Grande. Als sie nach 3 harten Tagen den Gipfel erreichen, müssen sie wegen schlechtem Wetter sofort wieder umdrehen. An einer steilen Eiswand verliert Joe Simpson den Halt und fällt in die Tiefe. Doch das Sicherungsseil fängt den Sturz ab und verhindert, dass Simpson hinabstürzt. Doch bei dem Sturz bricht er sich ein Bein. Simon Yates beginnt damit, seinen Freund und sich abzuseilen. Doch Joe Simpson verliert erneut die Kontrolle und stürzt ab. Nun hängt er hilflos am Seil. Yates weiss, dass er nun nur überleben kann, wenn er das Seil trennt und seinen Freund in die Tiefe stürzen lässt. Und das tut er dann auch. Simon Yates macht sich nun allein auf den Abstieg ins Basislager, allerdings hat er schwere Schuldgefühle. Doch Simpson überlebt den Sturz, was man eigentlich gar nicht glauben kann. Nun beginnt für ihn ein fast aussichtsloser Kampf, gegen die Natur und den eigen Körper. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass mich so gefesselt hat wie »Sturz ins Leere«. Die Erzählung und Schilderung der Ereignisse und der Gefühle der Beiden ist so gut gelungen, dass man sich gut vorstellen kann, was da schreckliches passiert ist. Doch das Buch ist nichts für schwache Nerven, den Simpson beschreibt seine Qualen auf dem Rückweg sehr detailliert. Alles in allem ein faszinierendes Buch, über ein schreckliches Abenteuer und eine fast unglaubliche Leistung, eines Menschen, der unglaubliches erleben musste.
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
dramatisch, schockierend und zutiefst ergreifend!, 31. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sturz ins Leere (Taschenbuch)
"Sturz ins Leere" ist wohl eines der ergreifendsten, spannendsten und auch persönlichsten Bücher die in diesem Genre geschrieben worden sind. Im Zeitalter von "In eisige Höhen", wenn jedes Jahr neue und immer dramatischer erscheinende Berichte über todesmutige Abenteuer am Berg veröffentlicht werden und dadurch eine breite Masse von sensationshungrigen Lesern zu Experten mutiert steht Joe Simpsons Buch über all den derzeitigen Trendveröffentlichungen. Die Handlung des Buches ist nur auf das Geschehen am Berg und darüber hinaus auf das was in den beiden Kletterern vorgeht fixiert. Das bedeutet, dass der Leser durch die damit erzeugte Nüchternheit und Monotonie am eigenen Leibe erfährt was es heißt im lebensfeindlichen Eis der Anden überleben zu müssen und vollkommen auf sich allein gestellt zu sein. Vor allem aber geht es in dem Buch um das Innenleben der beiden Bergsteiger. Es erzählt, immer aus der jeweiligen Perspektive gesehen, welche inneren Konflikte sich abspielen und mit welchen seelischen Zerreißproben sie konfrontiert werden. Nicht zuletzt wird deutlich zu welchen Willensleistungen der Mensch fähig sein kann und was er alles an Leid, sowohl körperlicher als auch seelischer Natur, ertragen kann. Der Leser dieses Buches erfährt fast gar nichts über die Hintergründe und das übrige Leben der beiden Kletterer. Die Geschichte beginnt in Südamerika und endet auch dort und hinterlässt den Leser mit vielen ungeklärten Fragen. Dies, eigentlich ein Kennzeichen, dass fiktive Erzählungen auszeichnet, bewirkt das auch "Sturz ins Leere" mehr ist als ein simpler Bericht über ein Bergabenteuer. Es schafft so oft die Vorstellung man liest eine erfundene Geschichte. Um so erdrückender aber auch faszinierender ist es dann, wenn man sich immer wieder vor Augen führt, das ja alles tatsächlich so passiert ist. Man kann sich durch diese Erfahrung noch besser in die Charaktere und die Geschehnisse hineinversetzen. Gerade das literarische Geschick ist es, was dieses Buch auszeichnet und es von anderen abhebt. Jedes dramatische Bergabenteuer zeichnet sich aus durch Überlebenskampf also das Ringen mit dem Tod und es kommt auch überall hervor das der Mensch zu oft übermenschlichen Leistungen fähig ist. Der Unterschied hier ist einfach die Art und Weise, wie es Joe Simpson versteht diese Dramatik zu vermitteln und den Leser so zu fesseln, dass das Gefühl entsteht man ist kein entfernter Beobachter sondern ist selbst Teil der Geschichte.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eigentlich 6 Sterne, 12. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Sturz ins Leere (Taschenbuch)
Es ist schwer, Worte zu finden für das, was dieses Buch erzählt. Inhaltlich ist es eine unvergleichlich dramatische und spannende Berg-Story, nüchtern und authentisch erzählt. Aber die eigentlich bedeutungsvolle Dimension des Buchs ist die, daß uns der Autor miterleben läßt, was man in absolut aussichtslosen Lagen empfindet, daß man das Entsetzen überwinden kann einfach nur dadurch, daß man den nächsten noch möglichen Schritt tut, und daß, solange man seine Grenzen vor sich sieht, diese man noch nicht erreicht hat. Das kann so kein Kino, nur in Sternstunden der Literatur ist so was möglich.
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