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Sturmwarnung. Berichte von den Brennpunkten der globalen Klimakatastrophe
 
 

Sturmwarnung. Berichte von den Brennpunkten der globalen Klimakatastrophe (Gebundene Ausgabe)

von Mark Lynas (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 381 Seiten
  • Verlag: Riemann Verlag (16. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570500411
  • ISBN-13: 978-3570500415
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 435.447 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

changeX

Wenn Roland Emmerich in The Day After Tomorrow die Wassermassen des heranstürmenden Atlantiks durch die Straßen New Yorks schießen lässt dann ist das nur die letzte, übersteigerte Konsequenz der gesellschaftlichen Wahrnehmung der globalen Erwärmung als Katastrophenszenario. Unsere Wahrnehmung ist geeicht auf die große Sensation, das spektakuläre Ereignis, die Tragödie. Aber es gibt auch eine andere Form der Wahrnehmung des Klimawandels. Eben nicht als Katastrophe, sondern als Wandel, der sich allmählich, schleichend und unspektakulär entfaltet. War der Flieder früher auch schon Mitte Mai verblüht? Und gab es ehemals in den Wintern nicht mehr Schnee?

In diesem Frühjahr ist in Deutschland und England ein Buch erschienen, das sich genau auf diese brüchige Ebene der Alltagswahrnehmung begibt und nach den schon sichtbaren Anzeichen eines Klimawandels fragt. Der junge englische Journalist Mark Lynas hat sich in den vergangenen drei Jahren auf die Suche nach den ersten Folgen des Klimawandels begeben, dabei fünf Kontinente bereist und mit unzähligen Menschen gesprochen.

Sein Buch ist eine gelungene Mischung aus Reiseerzählung und Wissenschaftsreport, leicht zu lesen, aber nicht leicht zu verdauen. Denn Lynas gelingt es, aus einzelnen, kleinen, für sich vielleicht unbedeutenden Beobachtungen ein Bild zu zeichnen, das wie eine Gewitterwolke wirkt, die schwarz und drohend am Himmel hängt - die Anzeichen, die Mark Lynas zusammengetragen hat, lassen kaum einen Zweifel: Der Klimawandel ist da. Und der junge Autor unterbreitet diese Erkenntnis nicht mit Zahlen und Statistiken, sondern schildert Beobachtungen, Erlebnisse, Menschen. Auf dieser Alltagsebene wird Abstraktes plötzlich konkret - und hierin ist Lynas’ Buch Emmerichs Film wahrscheinlich näher, als die offensichtliche Gegensätzlichkeit ihrer Ansätze vermuten lässt.

Und wie Emmerich ergreift auch Lynas Partei. Er war selbst Umweltaktivist und schrieb mehrere Jahre für die NGO-Seite oneworld.net. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es beispielsweise um die Klimapolitik der USA oder der Verweigererkoalition auf den Klimakonferenzen geht. Doch Lynas wägt Argumente und Belege, argumentiert und vermittelt gar nicht den Eindruck, dass er nur gelten ließe, was ins Korsett der eigenen Überzeugungen passt. Lynas ringt um Interpretation - und liefert nicht "Wahrheit" frei Haus. Lynas hat mit Menschen gesprochen, mit Wissenschaftlern und Politikern, aber auch mit ganz einfachen Menschen: Hirten in der Mongolei, Eskimos in Alaska, Fischern in Tuvalu oder dem alt gedienten Bootsführer, der sein Arbeitsleben auf den Füssen Yorkshires verbracht hat und sich sicher ist: "Die Überschwemmungen sind in letzter Zeit sehr viel schlimmer geworden". Der Grund ist für ihn klar: "Meines Erachtens haben wir entschieden mehr Regen."

Lynas berichtet von den Brennpunkte des Klimawandels: Von den Überschwemmungen in England, den Staubstürmen in China, den schwindenden Gletschern in den Anden, den Hurrikans in den USA. Die beeindruckendsten Reportagen hat er aber aus Alaska und aus der Südsee mitgebracht. Denn hier verdichten sich die Anzeichen zu annähernder Gewissheit. Sein Buch macht klar: Noch ist es nicht zu spät, aber es ist höchste Zeit zu handeln. (c) changeX – Online-Magazin für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft

Kurzbeschreibung

Das „No Logo!“ des Klimawandels

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass der größte Teil der globalen Erwärmung während des vergangenen Jahrhunderts auf menschliche Aktivität zurückzuführen ist, insbesondere die durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas produzierten Treibhausgase ... Unsere Vorhersage für einen zukünftigen Klimawandel ist verheerend ... Wir erwarten allein für das 21. Jahrhundert eine Erwärmung von 1,5 bis 5,8 ° C.“ (Dr. Robert Watson, Vorsitzender des IPCC). Das Inter-Governmental Panel on Climate Change untersuchte im Auftrag der UNO unter Mitwirkung der weltweit führenden Klimatologen den Klimawandel. Seine Warnungen sind bislang ungehört verhallt.

Mark Lynas hat daher in den letzten zwei Jahren Weltgegenden besucht, in denen die Klimaveränderung bereits angekommen ist. Er hat mit den Menschen vor Ort gesprochen, um zu erfahren, was sich geändert hat und welche Konsequenzen das mit sich brachte.

Mark Lynas recherchierte in den USA, in der Mongolei und auf Pazifik-Inseln. Er hat mit den Inuit Alaskas gesprochen, die nur noch wenige Seehunde jagen können, weil das Eis immer früher aufbricht. Er hat Bauern der Anden Perus besucht, deren Wasserzufuhr aufgrund der Gletscherschmelze in den kommenden Jahrzehnten versiegen wird. Er hat die Tränen afghanischer Hirten erlebt, die sich zu Hunderttausenden um die Provinzstadt Herat scharen, weil ihre traditionellen Weidegründe austrocknen. Beobachtungen aus Mitteleuropa – Stichworte: Jahrtausendflut, Jahrtausendsommer, Chaotisierung des Wetters – ergänzen seine Reiseberichte in ferne Lande und verdeutlichen, dass wir nicht ausgespart bleiben von Negativfolgen.

Mark Lynas’ Reiseberichte fügen den Millionen von Klimadaten, den mehr oder minder abstrakt klingenden Warnungen etwas Entscheidendes hinzu: Erfahrungen mit menschlichen Tragödien, die die globale Erwärmung bereits mit sich bringt. Sie lassen uns ahnen, dass Klimawandel auch für Mitteleuropa mehr bringen wird als angenehmere Badetemperaturen.


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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Klimawandel ist da, 30. Juni 2004
„Ich bin auf Partys ein Öko-Langweiler, und Sie können das auch sein. Fangen Sie einfach damit an!", empfiehlt der Autor von „Sturmwarnung. Freilich, seine Mitmenschen zu langweilen ist meistens ziemlich einfach! Dabei hat Mark Lynas auf rund 350 Seiten vorher bewiesen, dass er ganz und gar kein Langweiler ist.
Lynas spricht auch Leute an, die von der Umwelt prinzipiell gelangweilt sind: Er theoretisiert nicht, schüttet seine Leser nicht mit abstrakten Zahlen zu und erhebt nicht mahnend den Zeigefinger. Er erzählt nur, was er selber erlebt hat, und das ist der Klimawandel, eine Katastrophe für die jeweils Betroffenen. Die Jahrhundert- oder auch Jahrtausend-Flut im Jahr 2000 in England regte den Autor an, anderswo in der Welt nachzusehen, ob sich dort auch schon Änderungen bemerkbar machen.
Sie tun's - viel heftiger und gefährlicher als bei uns! In Alaska taut der Permafrostboden und als Konsequenz versinken ganze Häuser im Sumpf. Für die Ureinwohner wird ihrer traditionelle Jagd immer schwieriger, aber trotzdem fordern sie weiteren Ölabbau in den Naturschutzgebieten. Bisher hat ihnen das Öl Arbeit und damit einen bescheidenen Wohlstand gebracht. Geld besticht, selbst in so bescheidenen Umfang und so wollen sie nicht sehen, was offensichtlich ist. Anders die Bewohner der Pazifikinsel Tuvalu: sie produzieren selbst kaum Kohlendioxid und doch sind sie die ersten Opfer der Katastrophe. In wenigen Jahrzehnten wird die Insel im Meer versinken. Und wie soll es dann weitergehen? Von den Verursachern, den Industrieländern können sie kaum Hilfe erwarten.
Auf den Andengipfeln tauen die Gletscher. Wenn sie einmal ganz weg sind, werden viele Flüsse in der Trockenzeit kein Wasser mehr führen und Städte wie Lima ein halbes Jahr lang nicht mehr die bisherige Wasserversorgung nutzen können. In der inneren Mongolei ist die Trockenheit schon angekommen. Dort, wo der Autor nach alten Reiseberichten hüfthohes Gras erwartet hatte, fand er nur noch Staubstürme und verlassene Siedlungen. Die Menschen die dort gewohnt und ihren Lebensunterhalt gefunden haben, fliehen vor der Wüste und vergrößern das Millionenheer der Arbeitslosen.
Nach diesen detaillierten Schilderung sind die Berichte von den Klimakonferenzen doppelt erschreckend. Jeder Leser, jede Leserin wird sich fragen, wie man nur so blind sein kann. Man kann! Im Kleinen hat Lynas das ja schon bei den Ureinwohnern von Alaska erlebt. Nun bleibt ihm nichts anderes als seine Leser zu umweltfreundlichem Verhalten aufzufordern.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wissensbildung über`s Klima, 12. Juni 2009
Ein hervorragendes Buch,auch wenn es von 2002 ist,es ist aktueller denn je.Der Journalist war überall auf der Welt und hat mit Leuten vor Ort gesprochen,wie das Klima sich verändert hat.Viel informativer als manche wissenschaftliche Abhandlung.Wer jetzt noch nicht begriffen hat,wie sehr das Klima sich verändert hat,dem ist nicht zu helfen.Standardwerk vom Besten!!
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