Buchrückseite
Das Sturmgeschütz war im Zweiten Weltkrieg lange die einzige, voll bewegliche Unterstützungswaffe der Infanterie, bevor es immer mehr die Rolle einer mobilen Panzerabwehr übernehmen musste. Es wurde auf allen Kriegsschauplätzen eingesetzt; von Norwegen bis Nordafrika, von Frankreich, Italien über den Balkan bis nach Russland. Diese Dokumentation legt dem Leser die Entwicklungsgeschichte, die Produktion und den Einsatz der deutschen Sturmgeschütze im historischen Gesamtzu-sammenhang dar. Für das Verständnis der Sturmgeschütze befasst sich das Buch zuerst mit der technischen Entwicklung und Serienfertigung, dann mit den Bauausführungen A – G und schliesslich mit den Montagewerken Daimler-Benz, Alkett und Miag, die von 1940 bis Kriegsende mehr als 10 500 dieser Fahrzeuge herstellten. Die Kapitel Einsatz, Erfahrungen und Erfolge zeigen, wie die Wertschätzung des Waffensystems Sturmgeschütz im Generalstab und in der Wehrmachtsführung zu zunehmender Überbeanspruchung von Truppe und Material führte. Statt an Sekundärliteratur orientierten wir uns fast ausschliesslich an Quellen. Wir werteten unzählige Originalakten unseres Archivs aus und zitieren vierhundert davon im Buch mit Quellenverweis. Wir überprüften die Fertigungszahlen durch Quervergleiche zwischen verschiedenen Quellen und rechneten sie nach; sie entsprechen somit dem neusten Stand der Forschung. Rund 125 historische Fo-tografien, viele davon bisher unveröffentlicht, und etwa 70 Grafiken und Darstel-lungen illustrieren die historische Herleitung.
Über den Autor
Peter Müller, Jahrgang 1960, Histo-riker mit Führungserfahrung als Oberstleutnant und als Direktor in Grossfirmen, befasst sich seit 25 Jahren mit Rüstungsfragen der Zeit von 1914 – 45. Dieser Hinter-grund und umfassende Archivarbeit ermöglichen eine differenzierte Sichtweise auf die Materie des vorliegenden Buchs. Der Autor hinterfragt, vernetzt und ergänzt einschlägige Aussagen und kommt damit zu neuen Erkenntnis-sen. Wolfgang Zimmermann, Jahrgang 1962, arbeitet seit 25 Jahren im Automobilgewerbe. Seit 10 Jahren befasst er sich mit Rüstungsfragen der Zeit von 1939 – 45. Seine technische Ausbildung bildet die solide Basis für das Aufarbeiten der Entwicklungsgeschichte von Rüstungs-material. Vertiefte Detailrecherchen und akribische Analysen anhand zeitgenössischer Fotografien ermöglichen es ihm, deutsche Sturmgeschütze und andere Panzerfahrzeuge exakt zu datieren und zu identifizieren.