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Sturmerprobt: Roman [Gebundene Ausgabe]

Einar Kárason , Kristof Magnusson
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

5. Februar 2007
Rasant und provokant, frech und abgrundtief komisch

Der Mann ist für viele die Pest, für manche ein Genie und sich selbst gelegentlich ein Rätsel: Eyvindur Jonsson, genannt »Stormur« (was auf deutsch »Sturm« bedeutet), macht es seinen Mitmenschen nicht eben leicht. Ein Hang zur Bequemlichkeit zeichnet ihn aus – und eine Neigung, die Frauen seines Lebens für sich arbeiten zu lassen. Man könnte ihn auch als genialen Schmarotzer bezeichnen. Immer auf der Suche nach dem ganz großen Ding, das seinem Dasein die alles entscheidende Wendung gibt. Immer im Besitz genialer Ausreden, wenn es dann doch nicht klappt. Aber weil er immerhin über die glückliche Gabe verfügt, mitreißend und herzerfrischend erzählen zu können, erreicht ihn eines Tages tatsächlich ein ungewöhnliches und viel versprechendes Angebot: Er soll für einen bekannten isländischen Verlag vor den Medien möglichst authentisch den Autor eines Buches mimen, das im Milieu der Obdachlosen und Alkoholiker spielt, aber anderweit geschrieben wurde. Stormur wittert seine große Chance – und verkalkuliert sich wieder mal gewaltig …


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (5. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442751586
  • ISBN-13: 978-3442751587
  • Originaltitel: Stormur
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 874.324 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wahnsinnig witzig, absolut unterhaltsam, fraglos eines der besten Bücher Kárasons." (Frettabladid )

„Lakonisch humorvoller Stil des besten aller isländischen Autoren.“ (Neue Presse )

Klappentext

"Wahnsinnig witzig, absolut unterhaltsam, fraglos eines der besten Bücher Kárasons."
Frettabladid

"Lakonisch humorvoller Stil des besten aller isländischen Autoren."
Neue Presse


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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Stormur ("der Sturm"), die Hauptfigur in Einar Kárasons auf beste Weise unterhaltsamem Roman, hat es nicht leicht, aber das nimmt er nicht schwer. Er ist in sogenannten schwierigen Verhältnissen aufgewachsen und erhält deshalb, als er die Schule nach der 7. Klasse verlässt, vom Schulleiter eine besondere Belobigung, nämlich dafür, dass er es überhaupt geschafft hat.

Eyvindur Jonsson, so heißt Stormur mit bürgerlichem Namen, setzt seine schulische "Erfolgsgeschichte" fort. Mit seinem fest in den Genen verankerten Hang zur Bequemlichkeit und Faulheit, versteht er es auf das beste, andere, vorzugsweise Frauen, für sich arbeiten zu lassen. War es zunächst seine Mutter, wird diese bald abgelöst von Stefania, die er, zwanzigjährig, heiratet und mit der er zwei Kinder hat.

Arbeiten ist nicht seine Sache, und da in seinem Heimatland Island für solche Schmarotzer doch recht wenig getan wird, wandert er mit seiner Frau und den Kindern nach Odense in Dänemark aus, wo er über viele Jahre die Segnungen des dänischen Sozialstaats in vollen Zügen genießt. Susanne vom Sozialamt in Odense oder er selbst haben immer genug Phantasie, um die Zeit der sozialen Hängematte zu verlängern.

Stormur verträgt eine ganze Menge Alkohol und solange er damit genug bevorratet ist, sieht er optimistisch in die Zukunft. Er hat eine Freund, Sigurbjörn Einarsson, der über Jahre, besonders an den Wochenenden, zum fünften Familienmitglied wird. Mit einer Menge andere Freunde trifft sich Stormur regelmäßig, und seine außerordentliche Fähigkeit und Gabe, auf eine ganz eigene, die Leute begeisternde Art Geschichten, Witze und Anekdoten zu erzählen, bringt ihn durch viele tiefe Gewässer und über steile Lebensklippen.

Eine vorübergehende Episode bleibt sein Aufenthalt in Amerika, wo er dachte, sein großes Glück zu machen. Umso begeisterter nimmt Stormur nach seiner Rückkehr nach Island ein Angebot an, das, so denkt er, ihn zum gemachten Mann machen wird.

Ein Verlag möchte ein Buch publizieren, das, politisch einhundert Prozent korrekt, im Milieu der Obdachlosen und Alkoholiker spielt und glaubt in Stormur den passenden Autor für dieses Werk gefunden zu haben. Er soll das Buch aber nicht selbst schreiben, das soll ein Team von Studenten erledigen. Stormur soll mit seiner frechen Klappe und seinen zweifellos vorhandenen Milieukenntnissen und -erfahrungen für die Öffentlichkeit, das Fernsehen, die Talkshows und die Kulturszene den begnadeten und exaltierten Autor mimen.

Er tut das auch sehr geschickt, wird berühmt, das Buch wird sogar über Wochen ausverkauft als Theaterstück am Staatstheater gespielt, doch Stormur sieht keinen Pfennig Honorar, weil, was keiner sonst weiß, der Verlag, politisch wieder absolut korrekt, in seinem Vertrag festhielt, die Tantiemen sollten Obdachlosenprojekten gespendet werden.
Stormur beginnt sich zu wehren, doch seine Kräfte sind bald am Ende und er sehnt sich in die Hängematte nach Odense in Dänemark zurück.

Das Buch ist von dem zweisprachigen isländischen Autor Kristof Magnusson hervorragend übersetzt. Fast gewinnt man beim Lesen diesen begnadeten Sozialschmarotzer lieb, wie er sich durchs Leben schlängelt und immer wieder auf die Füße fällt. Solange so einfältig geschilderte Frauen wie Stefania solch ein Leben decken und unterstützen, werden solche Männer auch erfolgreich sein.

Doch darum geht es dem Autor nicht hauptsächlich. Er will ein lustiges, unterhaltsames Buch machen, ein Unikum beschreiben und die Verlagsszene und die Kulturschickeria seines Landes kräftig auf die Schippe nehmen.
Und das ist ihm hervorragend gelungen.
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4.0 von 5 Sternen Typischer Karason 27. Januar 2013
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Typisch Karason: eine Sozialstudie mit Augenzwinkern, witzig und fesselnd erzählt. Selten empfindet man für die Hauptperson so wenig Sympathie und lebt und fühlt doch irgendwie mit ihr mit wie in diesem Buch. Empfehlenswert!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen na, so toll ist das buchnunauch wieder nicht 18. Februar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
also, die geschichte ist insgesamt schon nicht schlecht erzählt, nur: ist das wirklich eine geschichte? eher eine lose abfolge von ereignissen. die einzelnen charaktere bekommen kaum tiefe. Ob alles nun ironisch gemeint ist oder nicht, das wird nie wirklich klar. ob die politische unkorrektheit der hauptfigur nun wirklich amüsant ist, weiß ich nicht. mich ärgert der alltagsrassismus, die schwulen- und frauenfeindlichkeit; das dauersufen im buch geht mir auch auf die nerven. warum dennoch drei sterne von mir? nun, man kann das buch schon lesen, es ist unterhaltsam und vom aufbau her ganz gut gemacht. kaufen würde ich es aber echt nur gebraucht... und dann wieder weiterverkaufen, denn im regal muss man es nicht rumstehen haben.
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