James Dyson gehört für mich neben Apple-Designer Jonathan Ives zu den faszinierendsten Designerpersönlichkeiten aus Großbritannien. Am eigenen Beispiel belegt er sehr anschaulich die alte Managementregel, dass wirklich revolutionäre Ideen nie innerhalb von Unternehmen bzw. Industrien entstehen, sondern immer von außen kommen.
Es braucht Querdenker und Tüftler wie ihn, die an eine Idee glauben und diese um jeden Preis zum Erfolg führen. James Dyson hat dem Staubsauger ohne Staubbeutel zum Siegeszug verholfen. Er ist mit seiner Idee bei allen großen Herstellern abgeblitzt, um dann im Alleingang ein langweiliges Allerweltsprodukt komplett neu zu erfinden.
Als ich Dysons Staubsauger Ende der 90er Jahre zum ersten Mal gesehen habe, war ich von seiner Idee absolut geplättet. Nie hätte ich gedacht, dass ein Allerweltsprodukt so faszinierend sein kann! Denn das Ungewöhnliche ist ja, dass Dyson seine Staubsauger nicht nur schick designt, sondern sich in die Tiefen der Technik vergräbt und, indem er Althergebrachtes konsequent in Frage stellt, Erstaunliches hervorbringt.
James Dyson ist ein (Industrie-)Designer par excellence. In seiner Biographie gibt er einzigartige Einblicke für alle, die die Welt mit neuen Augen sehen wollen und zeigt uns allen darüber hinaus, was wirkliches Durchhaltevermögen ist.