Der elfte Band des Recluce Zyklus macht wieder einmal einen Sprung in die Vergangenheit und spielt etwa 400 Jahre vor dem Fall der Engel.
Nun steht das alte Reich Cyador im Mittelpunkt. Modesitt hat es wieder geschafft eine interessante Geschichte zu erzählen, in der Gut und Böse, Chaos und Ordnung immer wieder durchmischt sind und die Geschichten immer wieder neue Wendungen nehmen, aber niemals in Konfusion ausarten. Immer bleibt ein Roter Faden erkennbar, auch erschließt sich dem Leser die Bedeutung vieler kleiner Details, die in vorhergehenden Bänden eingestreut worden sind.
Wie immer werden Fantasy und Technik virtuos miteinander verwoben. Auch das Leben eines jungen Mannes in einer völlig überwachten Gesellschaft wird glaubhaft dargestellt.
Leider ist dieses Buch im Gegensatz zu den vorherigen Büchern sehr kurz geraten. Die englische Ausgabe ist mit 560 Seiten schon kürzer als vorherige Ausgaben. Da die deutsche Ausgabe aber nur 380 Seiten umfasst, wurde hier einmal mehr mit der unsäglichen Aufsplitterungstaktik begonnen die schon so viele Serien in Deutschland verschandelt hat. Dabei waren die ersten Bände noch erfrischend dick: Der achte Band hatte mit 604 Seiten fast doppelt so viele wie diese nun erschiene Sparversion.
Daher kann ich trotz guter Story nur 4 Sterne geben.