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Stupid white Men Bibliothekseinband – 2002


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Bibliothekseinband, 2002
 
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Produktinformation

  • Bibliothekseinband
  • Verlag: Piper Großpaperback (2002)
  • ASIN: B00282HOBG
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (404 Kundenrezensionen)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

75 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Olaf Jaeger am 25. März 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Die aktuelle Lage im Irak, das harte Auftreten des amerikanischen Präsidenten und der Erfolg von Michael Moores Film 'Bowling for Columbine' haben das Buch 'Stupid White Men' in kürzester Zeit in die Spitzen der Verkaufscharts katapultiert; und das, obwohl es für ein politisches Sachbuch schon als alter Schinken gelten müsste. Immerhin wurde das Buch vor dem 11.09.2001 geschrieben und kann also nicht auf die Auswirkungen der Terroranschläge eingehen, welche das Weltgeschehen so gründlich verändert haben. Trotzdem kann man 'Stupid White Men' eine gewisse Aktualität nicht absprechen.
Ich denke, dass Moore derzeit vielen Leuten einfach aus der Seele spricht. Äußert man sich als Europäer kritisch über die USA bzw. über deren Regierung, so wird einem knallhart das Wort 'Antiamerikanismus' um die Ohren geschlagen, meist noch mit dem Hinweis, man möge sich (vor allen Dingen als Deutscher) ersteinmal mit den Verfehlungen der eigenen Geschichte befassen. Mit Sprüchen wie 'Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns' wird man sehr schnell auf ein Abstellgleis abgeschoben, sollte man anderer Meinung sein. Damit man nun nicht völlig an seiner Weltanschauung verzweifeln muss, haben die Vereinigten Staaten von Amerika eine laute und rotzfreche Stimme mit dem Namen Michael Moore hervorgebracht.
Wichtig ist: Er ist US-Amerikaner. Seine Kritik kommt also nicht von außen. Er lebt in diesem Land und ist meiner Meinung nach ein echter Patriot! Ja, er liebt die USA. Es ist keine Liebe, die sich in Fahnenfetischismus und Absingen der Nationalhymne erschöpft. Moore möchte stolz auf sein Land sein, allerdings gestattet er sich keinen oberflächlichen Hurra-Patriotismus, sondern hinterfragt und kritisiert.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von absurdus am 24. Dezember 2003
Format: Audio CD
Was soll man berichten über den selbsternannten Intimfeind des Bush-Clans? Ja, ja, ich weiß was all die oberintellektuellen, überkultivierten Bildungssnobs da draussen dazu sagen würden. Von wegen Moore sei ja selbst nicht besser als sein Wiedersacher, er verbreite schlechtrecherchierte Halbwahrheiten und würde damit auch noch im ganz großen Stile Abzockerei betreiben. Schlecht verdienen tut er bei seinen Veröffentlichungen - egal ob Film oder Buch - sicher nicht, aber mal ehrlich, ein kurzer Blick über den eigenen Tellerrand und man hat sich schnell vergewissert, dass doch eigentlich überall und mit allem Geld verdient wird. Wieso sollte da also gerade Michael Moore eine Ausnahme machen, wo er doch zumindest auf die richtigen Sachen aufmerksam macht?
Der Vorwurf der Manipulation mit erfundenen Scheinfakten und billiger Polemik wiegt da schon schwerer. In diesem Zusammenhand sei darauf hingewiesen, dass der gute Mike kein bildungsbürgerlicher Edelrebell ist, sondern ein einfacher Durchschnittsamerikaner, der über keine universitäre Bildung verfügt und nach eigenen Angaben einen Minivan fährt und gerne zu McDonals geht (letzteres glaubt man bei Betrachten des Covers auch aufs Wort). Was ist daran schlimm wenn einer wie er ins Rampenlicht tritt und seinem Ärger Luft macht? Wo Michael Moore draufsteht, ist eben auch Michael Moore drin. Was bedeutet, dass hier in ungeschminkter und direkter Art und Weise Stimmung gegen Bush und seine Hintermänner gemacht wird, wobei sich Moore - für uns Europäer vielleicht ein wenig überraschend und befremdlich - selbst als glühender Patriot versteht, der ja nur das beste für sein Land will.
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Phantom.Fluor am 21. Januar 2003
Format: Taschenbuch
Michael Moore ist der z.Zt. wohl "gefährlichste" amerikanische Autor und Filmemacher. Gefährlich für das konservative Establishment, das in Moore einen unglaublich schwer zu erledigenden Gegner vorfindet: nämlich keinen geschliffenen Intellektuellen im Professorenanzug, sondern einen engagierten Fast-Food-Konsumenten, der mit jedem Gramm seines Körpers den dekadenten Durchschnittsamerikaner repräsentiert. Er ist so durch und durch geprägt von dem Leben in den USA, daß er sich auf seinem Schlachtfeld besser zurechtfindet als seine Gegner.
Mindestens genauso empfehlenswert wie die Lektüre von "Stupid white men" ist der Besuch seines aktuellen Kinofilms "Bowling for Columbine", in dem Moore in gnadenlos treuherziger Satire den amerikanischen Waffenwahnsinn pointiert.
Es gibt interessante Reportagen über Moore in den gängigen Medien, z.B. einen guten Artikel in der ZEIT.
Beissender, Verfetteter, schonungsloser ist derzeit kein anderer Autor, und bislang konnte ihn noch keiner in den Griff kriegen.
Absolut empfehlenswerte Lektüre!
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54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "hechr" am 2. März 2003
Format: Taschenbuch
Es stimmt: Das Buch ist einseitig. Aber kann man dies Michael Moore wirklich übelnehmen? Bush sagt ja selbst, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: entweder man ist für oder gegen Amerika. So einfach ist das in den USA (und, sein wir ehrlich, auch bei uns). Und natürlich ist Moore gegen Bush und der deutsche Leser ist schnell auf Moores Seite, wenn dieser so wunderbar eloquent gegen die amerikanische Junta, dessen Präsident wie in einer Bananenrepublik an die Macht gekommen sei, anschreibt. Schon trauern wir Bill Clinton nach und wünschen uns einen Präsidenten Al Gore, den eigentlichen Gewinner der Wahlen, der nur wegen unglaublicher Tricks des Bush-Clans nicht Präsident wurde. Nach unzähligen amerikanischen Ungeheuerlichkeiten kommt für Nicht-Fachleute der Materie der wirkliche Donnerschlag im hinteren Teil des Buchs: Die Demokraten seien natürlich auch gar nicht links sondern in Wirklichkeit nur eine Verlängerung der republikanischen Partei. Und Bill Clinton hätte in manch einem Bereich (z.B. in der Autoabgasverringerung) sogar rechtere Politik gemacht als seine republikanischen Vorgänger und seinem Nachfolger den Weg bereitet. Bush spräche nun nur offen aus, was Clinton, hinter viel Charme versteckt, genauso gemacht hätte. In Amerika reiche es also nunmehr völlig aus, so Moore, so zu tun, als ob man für die Armen sei. Danach handeln müsse man aber nicht, um als geachteter (demokratischer) Präsident von der Bühne abtreten zu können.
Und ist das wirklich alles wahr? Am Ende gibt es eine lange Quellenliste.
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