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Stupid White Men: Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush
 
 
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Stupid White Men: Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush [Taschenbuch]

Michael Moore , Michael Bayer , Helmut Dierlamm , Norbert Juraschitz , Heike Schlatterer
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (345 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 16., Aufl. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492241271
  • ISBN-13: 978-3492241274
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (345 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 50.774 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Michael Moore
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Beinahe wie in der McCarthy-Ära laufen in den USA unbequeme Zeitgenossen neuerdings Gefahr, wegen unamerikanischer Umtriebe der Ächtung anheim zu fallen. "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" -- diese Losung gilt nicht nur Ausländern zur Warnung. Doch der solidarische Burgfrieden täuscht. Kaum erklärlich sonst, warum ausgerechnet Stupid White Men ... and Other Sorry Excuses for the State of the Nation!, diese gnadenlose und geradezu subversive Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush, ganz oben auf sämtlichen US-Bestsellerlisten steht.

Die Lektüre dieser hoch intelligenten und gallebitteren Satire aus der Feder des Regisseurs und Fernsehmoderators Michael Moore macht klar, wie sehr "Nine Eleven" -- da war das Manuskript schon fertig -- inzwischen den Blick auf die Verhältnisse in den USA verstellt hat. So ist etwa die fragwürdige Machtergreifung des bei den Präsidentenwahlen stimmenzahlmäßig unterlegenen Kandidaten der Republikaner kaum mehr Thema. Sehr wohl bei Michael Moore, der Bush Junior mit betont unfairen Schlägen unter die Gürtellinie als trotteligen Unsympathen und Ignoranten vorführt, der sich bereitwillig zum Hanswurst einer reanimierten Altfalken-Riege aus Ronald Reagans und Daddy Bushs Zeiten macht.

Wer sind diese feinen, patriotischen Säulen der Bush-Junta? Mit dieser Frage leitet der Autor sein Who's who der US-Regierung ein und fährt fort: "Sie repräsentieren die bescheidenen und selbstlosen Funktionäre der amerikanischen Wirtschaft. Ich habe sie aufgeführt, damit die Truppen der UNO und NATO sie leichter zusammentreiben können, wenn sie endlich kommen, um Ordnung und Demokratie wieder herzustellen."

Moore nimmt nicht nur die politischen Missstände im Land mit ätzendem Sarkasmus aufs Korn, sondern auch Rassismus, Wirtschaftskollaps, Umweltkrise, Arbeitslosigkeit, das marode Gesundheitssystem, den bedrohten Weltfrieden und so fort. Dabei zieht er derart lustvoll über dümmlich-naive Landsleute her und den American Way of Life durch den Kakao, dass es -- wenn auch nicht für jeden -- eine wahre Freude ist. Antiamerikanismus made in USA, ein ungewöhnlicher Brüller! --Roland Detsch -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

»Der letzte Rebell Amerikas. Moore sagt die Wahrheit über die hässlichen Dinge, die im Bush-Amerika totgeschwiegen werden.« Der Spiegel

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62 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Traumhaft. Herzlichen Dank und "Hut ab" Herr Moore !!!!!, 20. März 2003
Von Ein Kunde
Vorerst einmal möchte ich betonen, dass meine Rezension sich auf die englische Version des Buches bezieht, da ich nicht weiß, ob es zur deutschen Version Unterschiede gibt.

Dieses Buch ist einfach herrlich. Als ich es in die Hände bekommen habe, konnte ich es kaum mehr weglegen (war innerhalb von 2 Tagen damit fertig...). Michael Moore nimmt die Gesellschaft, und vor allem die Regierung des Landes der (angeblich) "unendlichen Freiheit", das Land in dem die Mehrzahl der, ich zitiere: "pathetisch dummen weißen Menschen (daher der Titel :-)) lebt", mal genau unter die Lupe, und sagt endlich mal, mit viel schwarzen Humor, was alles nicht stimmt.

Besonders für Europäer betrachte ich diese Lektüre fast als ein Muss, denn die Vorstellungen, die sehr viele von uns Europäern von den USA haben, stammen aus amerikanischen Selbstverherrlichungsfilmen, und hier bekommt man mal einen wirklichen, objektiven Insiderblick. So ist Moore kein Antiamerikaner, er bezeichnet sich gerade als amerikanischen Patriot, dessen Pflicht es ist, die Probleme und Misstände anzusprechen.

Zunächst einmal kritisiert Moore heftig die Präsidentschaftswahlen, den "Coup" (Wahlbetrug), wie er ihn bezeichnet. Er erklärt wie die Bush, sein Bruder der Gouverneur von Florida und die Richter des obersten Gerichtshofs, die Pappi ernannt hatte, die Wahl so manipuliert haben, dass es doch noch zum "happy ending" kam und Schorsch doch noch ins Weiße Haus einziehen durfte, obwohl er weniger Stimmen hatte.
So schreibt er einen offenen Brief an "Dear George" in dem er unter anderem, zugegebenermaßen zum Teil unter der Gürtelinie, dessen angeblichen Analphabetismus, seine früheren Alkoholprobleme, seine Wahlkampagne usw. mit angeblich fürsorglichen Absichten anspricht. Hinzu kommen noch ein paar "Hintergrundinformationen" über die Mitglieder von Bushs Regierung und die Sponsoren dessen Wahlkampagne, die man wissen sollte.
Danach spricht er, mit zum Teil derbem Humor, verschiedene Probleme an, wie das amerikanische Schulsystem, Schusswaffen, Rassismus, und verschiedene Konfliktfälle an.

Irgendwie könnte man Moore gar als Visionär betrachten (das Buch wurde noch vor dem 11.09.01 geschrieben, die Veröffentlichung hat sich dann allerdings stark hinausgezogen), denn jeder Kritikpunkt, den er an der Bushregierung äußert, wurde durch die Ereignisse der vergangenen Monate bestätigt. Man könnte fast meinen, Bush & Co. hätten das Buch gelesen und wollten den netten Herrn nicht als Märchenerzähler erscheinen lassen, also haben sie alles schön brav gemacht, wie es Moore befürchtet hat :-).
Dennoch finde ich gut, dass er nicht NUR, die Republikaner veräppelt, sondern auch die Demokraten, und besonders Bushs Vorbewohner im Weißen Haus, nicht verschont.

Durch seinen äußerst lockeren und humorvollen, ja zum Teil sogar lächerlichen Schreibstil, schafft es Moore, den Leser zu fesseln, und doch auf viele erschreckende Tatsachen aufmerksam zu machen. Gegner der Bushregierung und allgemein Antiamerikaner werden sich in ihrer Einstellung bestätigt fühlen, während allerdings auch überzeugte Amerikanophile mit Sicherheit ihre Ansichten etwas ändern werden (und das mit Recht).
Negativ fand ich, dass Moore nicht nur Sinnvolles, sondern leider auch so manchen Schwachsinn schreibt. So finde ich seine Lösungsvorschläge für die Konflikte dieser Welt zum Teil fast bedauernswert (z.B Zwangsbekehrungen für Protestanten in Nordirland; den Rat an schwarze Autofahrer, weiße Gummipuppen auf ihre Rückbänke zu stellen, um als Chauffeur zu gelten und so zu vermeiden, von rassistischen weißen Polizisten angehalten zu werden...). So sehr ich über diese Vorschläge beim erstmaligen Lesen gelacht habe, so sind die angesprochenen Probleme doch viel zu ernst, als dass man sie so lächerlich behandeln könnte. Denn zu diesen Fällen bietet Moore (so gut wie) keine ernsthaft umsetzbare Vorschläge. Deswegen nur 4 Sterne.

Aber trotzdem ist das Buch äußerst informativ, witzig, und dürfte selbst politisch nicht interessierte Menschen fesseln. Also mich als, nicht wirklich Antiamerikaner, sondern Amerikakritiker, hat das Buch einfach fasziniert und mich in meinem Gefühl bestätigt, dass wir es im "alten Europa" doch sehr sehr gut haben.

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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Moore strikes back ..., 28. Februar 2003
Von 
Mittlerweile genießt Michael Moore auch hierzulande einen recht hohen Bekanntheitsgrad. Sein Film "Bowling for Columbine" geistert schon seit Monaten durch diverse Beliebtheitslisten und schlägt, genau wie sein aktuelles Buch, in die Kerbe des allgemeinen Antiamerikanismus, der sich bei uns im "Alten Europa" ;) derzeit wie ein Strohfeuer ausbreitet.

Moore ist Patriot und schämt sich gleichzeitig für sein Land, vor allem aber für seinen "Präsidenten" (warum Georgieboy keine echte Legitimation hat, wird sehr ausführlich beleuchtet). Auf seine persönliche, sarkastische, ja regelrecht zynische Art rechnet er mit dem aktuelle Regime gnadenlos ab. Dabei bedient er sich jedoch nicht nur irgendwelcher Stereotype und Behauptungen, sondern untermauert seine Argumentation mit handfesten Fakten und Zahlen, die er in einem offensichtlich sehr aufwendigen Prozess recherchiert hat. Gerade aufgrund dieser Informationsfülle, bietet das Buch auch nach der Lektüre eine gute Nachschlagemöglichkeit, um seinen "Munitionsvorrat" an Diskussionsargumenten jederzeit aufstocken zu können (am Stammtisch immer nützlich). Abgesehen vom sachlichen Gehalt des Buches findet man ununterbrochen Stellen, die einen durch ihre Dreistigkeit und bittersüße Ironie zum Lachen, oder zumindest Schmunzeln, bringen. Gedanken und Verdächtigungen die man schon immer hatte, wurden hier erfrischend und gekonnt formuliert, wie man es selbst nicht hätte besser sagen können.

Dies ist jedoch nur der Einstig in diese Sammlung von Essays (Kapitel weisen nur mäßige Querverbindungen auf). Im Verlauf seiner Schilderungen geht Moore auch auf Umweltschutz, Rassendiskriminierung und zwischenmenschliche Probleme ein, um dann jedoch noch die Kurve zurück zur amerikanischen Politiksystem zu kriegen. Als eine Art "roten Faden" findet man auch häufig autobiographische Züge, passend eingebunden in das jeweilige Thema. Brisante Fragen wie den Irakkonflikt oder die WTC-Katastrophe können leider nicht abgehandelt werden, da das Buch im Zeitraum davor verfasst wurde. Überhaupt werden außenpolitische Schweinereien der amerikanischen Regierung(en) im Großen und Ganzen eher außen vor gelassen - aus welchen Gründen auch immer. Minimaler Kritikpunkt: die (natürlich nicht ernst gemeinten) Lösungsvorschläge Moores, die im Gegensatz zum restlichen Inhalt etwas zu naiv bzw. plump wirken und nicht so recht in den sonstigen Kontext passen wollen. Im Zweifelsfall lieber drauf verzichten ... Ansonsten absolut köstlich!

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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Moores erfolgreicher Guerillakrieg gegen Bush & Co., 24. März 2003
"Stupid White Man" beginnt mit einem offenen Brief von Michael Moore an die Vereinten Nationen.
In den Vereinigten Staaten hat ein nicht-gewählter "Präsident" die Macht übernommen und hält 200 Millionen Amerikaner als Geisel, er regiert im Weißen Haus mit einer Junta aus Geschäftsfreunden seines Vaters und tut obendrein noch alles, um den Rest der Welt gegen Amerika aufzubringen.

Es folgt eine detaillierte, aber nicht minder lustig geschriebene Schilderung, wie Jeb Bush seinem Bruder Florida "geschenkt" hat - dies geschah unter anderem, in dem tausende Schwarze in traditionell demokratisch wählenden Bezirken einfach von den Wählerlisten gestrichen wurden. Manche, weil sie Verbrechen begangen hatten, andere, weil ihre Namen denen von Verbrechern ähnelten und wieder andere, weil in Texas Verbrecher mit gleichem Namen wohnten.
Wenn man sich solche Sachen durchliest, dann bleibt einem nicht nur das Lachen im Hals stecken, nein, man sieht auch, dass das Buch trotz seines sehr flapsigen, attackierenden Stils sehr gut recherchiert ist.

In den folgenden Kapiteln widmet sich Michael Moore in einer Mischung aus persönlichen Erfahrungen und eben gut recherchierten Fakten der Umweltpolitik, dem geplatzten Jobwunder, der Situation der Schwarzen oder der "Verbrechensbekämpfung", die in den USA beängstigende Blüten treibt. Z.B. bestätigte erst vor wenigen Tagen der Oberste Gerichtshof, dass es rechtens sei, nach drei Verurteilungen wegen Ladendiebstahls oder ähnlichen "Bagatellen" lebenslänglich ins Gefängnis zu wandern (Berufsverbrecher wie CEOs so manches Großkonzerns sind dank großzügiger Wahlspenden natürlich von dieser Regelung ausgeschlossen).

"Stupid White Man" ist trotz seiner guten Recherchearbeit natürlich nicht unvoreingenommen zu genießen. Gerade durch Moores zynischen Stil besteht die Gefahr, dass man im Eifer des Gefechts sofort in wirklichen Anti-Amerikanismus (und damit meine ich nicht harte Kritik an der US-Administration!) verfällt.
Aber ich empfehle dennoch JEDEM, mal einen Blick in dieses Buch zu werfen, es liest sich interessant, witzig und sehr flüssig... trotz Unistress bin ich in einer Woche durch die 250 Seiten gefahren, die aber ein ganz schön flaues Gefühl hinterließen.
Die Liste derer, die sich das Buch von mir ausborgen wollen, ist übrigens lang.

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