Amazonrezension: Perlen der Weisheit, 27. März 2005
Dieses Werk ist eine echte Offenbarung. Matthias Mala, der Autor, steht für gut recherschierte Bücher zu Themen wie Magie, Mudras und Orakel. Doch das Stundenbuch der weissen Magie geht weit darüber hinaus.Tiefe spirituelle Weisheiten, die von den Erfahrungen des Autors zeugen, leuchten uns auf jeder Seite entgegen. Zu jedem der 183 Titel gibt es 3 Textabschnitte. Der erste enthält die "Losung". Hier finden sich die ersten, manchmal provozierenden Sätze, die besonders zu kontemplativen Nachdenken anregen. Der zweite Abschnitt, die "Versenkung" führt das Thema weiter aus und gibt eine Richtung für weiterführendes eigenständiges Nachsinnen. Mir persönlich ist der letzte Teil der wertvollste. Die "Stimmung" zeichnet ein Bild zum Thema, das zum Träumen einlädt- echte Magie eben. Wer dieses Buch in die Hand nimmt, den läßt es nicht mehr los. Man kann es einfach durchlesen, oder aber wie ein Orakel intuitiv aufschlagen und Inspirationen daraus ziehen für die verschiedensten Situationen. Auf alle Fälle, wird es nie lange ungenutzt im Regal stehen, denn es ist das perefkte Arbeitsbuch für jeden, der versucht, ein wenig von den tieferen Schichten dieser Welt zu begreifen.
Kurzbeschreibung
Über den Autor
Auszug aus Stundenbuch der weißen Magie. Kontemplationen zur Quelle magischer Kraft und Weisheit von Matthias Mala. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
„Kann es in mir je so still sein, dass ich mich nicht mehr höre?“, fragte der Schüler. „Warum soll es in dir still sein, wenn du dich nicht mehr hörst?“, fragte der Meister zurück. „Wird es nicht eher so sein, dass du taub bist, und deswegen nichts hörst? Und ist Stille nicht überhaupt ein Zeichen deiner Taubheit?“ „Nein“, meinte der Schüler, „ich höre die Stille. Sie ist still. Und doch höre ich mich, wie ich der Stille zuhöre.“ Der Meister lächelte. „Du hörst die Stille der Stille, weil du in sie hineinlauschst. Wärst du selbst die Stille, wäre es auch still in dir. Doch warum wünschst du dir eine solche Stille?“ „Weil die Stille heilig ist, weil sie der Anfang der Welt ist, weil ich dann in Gott bin“, sprudelte es aus dem Schüler. „Du willst also Gott sein?“ „Nein, das will ich nicht! Ich weiß, dass ich das nicht sein kann, ich will nur in ihm sein.“ „Du willst in ihm sein, weil er nicht in dir ist. Du willst die Stille, weil es in dir nicht still ist. Du willst sein, was du nicht bist, deswegen bist du, was du nicht bist. Bist du aber, was du bist, wird dir die Stille im Lärm deiner selbst vertraut werden.“