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24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau
 
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24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau [Gebundene Ausgabe]

Constance de Salm , Claudia Steinitz
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 127 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455400930
  • ISBN-13: 978-3455400939
  • Originaltitel: Vingt-quatre heures d'une femme sensible
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 451.995 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Constance Marie zu Salm-Reifferscheidt-Dyck
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Produktbeschreibungen

LESEN! Elke Heidenreich, 07.03.08 ZDF Uhr 22.30

"Höchst aufregend! ... Ein kleines Fundstück ... Höchst vergnüglich zu lesen!"

Kurzbeschreibung

Als ihr Geliebter nach dem Konzert zu einer anderen in die Kutsche steigt, ist die junge Dame entsetzt. Voll brennender Eifersucht schreibt sie ihm einen Brief nach dem anderen, ohne Antwort zu erhalten ... Constance de Salms Roman über eine gefühlvolle Frau erschien erstmals 1824 und beschwört auf bezaubernde Weise den Taumel der Liebe.

"Mein Lieb, mein Engel, mein Leben, nichts als Aufruhr ist meine Seele, nichts als Verwirrung!" Madame de *** weiß nicht, wie ihr geschieht. Ihr heimlicher Geliebter hat nach dem Konzert einer Dame etwas ins Ohr geflüstert und ist anschließend in ihrer Kutsche in die Nacht davongefahren, ohne seine Freundin auch nur eines Blickes zu würdigen. Madame de *** befürchtet das Schlimmste und schreibt ihm zu Hause sogleich das erste Billett, dem tags darauf weitere glühende Briefe folgen. Im Fieber der Eifersucht beschwört sie ihre einzigartigen Gefühle für ihn und fleht ihn an, sich nicht an ihrer Liebe zu versündigen. Doch der junge Fürst antwortet nicht. Stattdessen beginnt ein hartnäckiger Verehrer sie zu bedrängen ... Dass eine Autorin so mitreißend über weibliche Gefühle schreibt, war in der männlich bestimmten Literatur des frühen neunzehnten Jahrhunderts keineswegs selbstverständlich. Constance de Salms Briefroman geriet zum großen Erfolg und wurde vor kurzem in Frankreich durch eine aufsehenerregende Neuausgabe wiederentdeckt.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Intensives Gefühlschaos 10. Dezember 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Kurzinformation zur Autorin (aus dem Klappentext):

Constance de Salm (1767-1845) genoss eine für Frauen ihrer Zeit exzellente Ausbildung und trat früh mit Gedichten hervor. Nach geschiedener erster Ehe heiratete sie den deutschen Grafen Salm-Reifferscheidt-Dyck und lebte mit ihm abwechselnd in seinem Schloss am Rhein und in Paris. Dort leitete sie einen bedeutenden literarischen Salon, in dem u. a. Alexander von Humboldt, Stendhal und Alexandre Dumas verkehrten. Ihre größten literarischen Erfolge waren ihr einziger Roman "24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau" und die Tragödie "Sappho". Constance de Salm engagierte sich leidenschaftlich für die Emanzipation der Frau und wurde zum ersten weiblichen Mitglied in bedeutenden Pariser Akademien.

Inhalt:

Die eigentliche Handlung ist schnell erzählt, denn, um dies vorwegzunehmen, in "24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau" steht nicht das Was, sondern das Wie im Vordergrund.
Madame de *** führt eine von wahrer Liebe motivierte Beziehung, welche allerdings aus familienpolitischen sowie gesellschaftlichen Gründen vorerst nur hinter verschlossenen Türen ausgelebt wird. Als Madame de *** ihren Geliebten eines Abends nach einem Konzertbesuch mit einer anderen Dame in die Kutsche steigen sieht, ist sie erschüttert, ahnt sie doch das Schlimmste. In Panik geraten und von leidenschaftlicher Eifersucht getrieben, schreibt sie ihm einen von Emotionen nur so sprühenden Brief nach dem anderen - freilich ohne Antwort zu erhalten ...

Eigentliche Rezension:

Sobald man sich über den Inhalt des Buches informiert, vermutet man bereits, dass es sich hier um rein subjektive Darstellungen der chaotischen Gefühlswelt einer in den Flammen der Liebe stehenden und von Eifersucht getriebenen Frau handelt. Und schon nach dem Lesen der ersten Briefe bestätigt sich diese Vermutung. Von schierer Verzweiflung über wilde Spekulationen, mentale Zusammenbrüche, Bitten, Anschuldigungen, Vergebungen, erneute Anschuldigungen bis hin zu weiteren Zusammenbrüchen erlebt Madame de *** die gesamte emotionale Palette eines in Liebe brennenden und von gnadenloser Eifersucht heimgesuchten Menschen. Dennoch drückt sich dieses Gefühlschaos nicht in einer von wirren Gedankensprüngen beherrschten Sprache aus. Anstatt den inneren Monologen Lieutenant Gustls erwartet den Leser hier vielmehr eine Kultivierung der Gedanken und Gefühle im Stile Werthers. Madame de *** schafft es nicht nur, ihre Gefühlswelt in einer klaren Sprache zum Ausdruck zu bringen, sondern unterwirft sie teilweise sogar einer rationalen Analyse. Ein Textauszug soll das Gesagte (ansatzweise) verdeutlichen:

"Je begründeter [die Sorge] zu sein scheint, desto mehr suche ich sie mir zu verhehlen. Seltsame Stärke, seltsame Schwäche des menschlichen Herzens. Wenn wir im Rausch der Leidenschaft tausend fantastische Ängste ersinnen, gefallen wir uns gewissermaßen darin, uns diesem Delirium hinzugeben. Gerade so, als sagte uns eine diskrete Stimme, dass alles nur ein Spiel unserer Einbildung sein kann. Kommt die Gewissheit, sagen wir: Das ist, dann ziehen wir uns in uns selbst zurück, werden scheu und versuchen vor uns selbst zu verleugnen, was doch ins Auge springt" (S. 37).

Allerdings - und das ist der entscheidende Punkt - schafft Madame de *** es nicht, die zur Beendigung ihrer Pein notwendigen Schlüsse aus ihren rationalen Überlegungen zu ziehen, denn "die Natur hat mich so gemacht, ich kann mich nicht ändern, das wissen Sie" (S. 43).
Im Kampf zwischen Gefühl und Verstand trägt letzten Endes - und dessen ist sie sich vollkommen bewusst - also immer ersteres den Sieg davon.

Wer weiß, wer wirklich weiß, was Liebe und Eifersucht bedeuten, in welches Chaos Emotionen einen emotionalen Menschen zu stürzen vermögen, der versteht auch, was Madame de *** während der im Titel erwähnten 24 Stunden durchlebt. Allerdings erhebt Constance de Salm auch ihren Zeigefinger, indem sie dem Leser vor Augen führt, welch fatale Folgen Eifersuchtsexzesse nach sich ziehen können. Insofern ist ihr Briefroman nicht als Verherrlichung empfindsamer Menschen, sondern als eine Art Lektion in Sachen "Folgen eines rein gefühlsgesteuerten Verhaltens" zu sehen, was sich auch im Untertitel des französischen Originals "Une grande lecon" widerspiegelt. Dennoch - und ich wiederhole mich - sind sowohl die Gedanken und Gefühle als auch die Handlungen der Hauptperson für einen Menschen, der die Liebe und die Eifersucht kennt, vollkommen verständlich und nachvollziehbar. Mit anderen Worten: Gewissermaßen entschuldigt Madame de ***'s tiefe Empfindsamkeit, gegen die schlichtweg kein Kraut gewachsen ist, ihr Verhalten, ohne jedoch die negativen Folgen dieses Verhaltens zu leugnen.

Fazit:

Ein Buch, das den Leser auf emotionaler Ebene zu packen versteht; ein Buch, das dem Leser den Spiegel unter die Nase hält und ihn somit zum Denken zwingt; ein Buch, das durchweg und ohne Einschränkung empfehlenswert ist!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Apicula HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es hat wieder einmal gelohnt bei Elke Heidenreichs TV-Sendung "Lesen!" aufzuhorchen, denn dieser beinahe schon 200 Jahre alte Briefroman ist tatsächlich wie Frau Heidenreich betonte: "Höchst aufregend!" - Intelligent und aufschlussreich (was das Wesen einer Frau betrifft ;-) noch dazu.
Wenn man das klug ausgetüftelte Vorwort der Autorin analysiert und sich die ausführliche Expertise des Kritikers Karl-Heinz Ott (im Nachwort) zu Gemüte führt ist dieses Büchlein sogar ein wichtiges kleines Stück Literaturgeschichte und bietet einen tiefen Einblick in "Deutsches Landleben und Pariser Salonkultur" und die "Zeit der Briefromane" im Besonderen!

"24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau" gibt eine Achterbahn der Gefühle wieder, wie ich sie eindrücklicher noch nie in solch komprimierter Form gelesen habe. Der kleine feine Roman ist in Briefform verfasst. Ein Stilmittel, das mich jedes Mal auf Neue zu begeistern vermag - und sei es wie hier ein fiktiver Briefwechsel; noch dazu eine vor 200 verfasster.

Eine gewisse Madame de ***, die sich zunächst enttäuscht und nur ein wenig eifersüchtig an ihren Geliebten wendet, der nach einem Theaterbesuch mit einer anderen Dame das Etablissement verlässt und ihr nur ein beiläufiges "Adieu!" zuflüstert ist die Verfasserin der Briefe. Dieses unerwartete und somit ungewöhnliche Verhalten des Geliebten bietet reichlich Anlass zu (eifersüchtigen) Spekulationen für Madame de ***; in Form eines Briefes - dem von Stund an noch mehrere folgen sollten.
[Nur (unglücklich!) Verliebte werden wissen wie man in dieser verzweifelten Situation fühlt und wie oft sich binnen Stunden die Gefühle ändern können.]
Indes taucht in just dieser prekären Situation in der sich Madame de *** befindet ein Mann in ihrem Leben auf, der ihr freilich nur Gutes will - und sich in sie verliebt hat!
All das, und zwar gleich mehrmals im Verlauf von 24 Stunden - 47 mal um genau zu sein -, ein Anlass für Madame de *** einen Brief an Ihren Geliebten zu schicken, ja sich sogar persönlich in sein Haus zu bemühen... Das beharrliche Schweigen des Geliebten bietet Anlass zu weit umfangreicheren Spekulationen. - "Höchst aufregend!"

Übertragen in unsere Zeit hätte die (fiktive) Madame de *** jetzt eine ordentlich erhöhte Rechung ihres Mobilfunkanbieters, wegen der vielen SMS' die sie an ihren Angebeteten verschickt hat ... und gerade weil ich dies' ungeduldige Verhalten von mir selbst und anderen Damen in meiner Bekanntschaft miterlebt habe, kann ich diesen im Ton vielleicht etwas "verstaubt anmutenden" Brief-Roman auch dem jüngeren Publikum nur ans Herz legen. Und ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass am Ende sich doch noch alles..., na zumindest aufklärt.
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13 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geschmackssache 27. März 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil es überall derzeit empfohlen wird. Ich dachte wirklich, ich bekomme einen kleinen Schatz. Aber nein, ein sehr dünnes Buch in Schwarz...

Es lässt sich schwer lesen, die Ausdrucksweise ist doch gewöhnungebdürftig, wenn man eher neuere Literatur liest. Es hat also gedauert. Ich musste mich auch jeden Tag aufs Neue quälen weiter zu lesen. Aber ich dachte: Es wurde gesagt, es ist ein tolles Buch. Also lies es zu Ende. Vielleicht wirds ja noch was.

Aber nein. Es wurde nichts mehr. Ich bin am Ende nicht schlauer. Ärgere mich eher, weil ich doch was besseres in der Zeit hätte lesen können.

Es wird eher langweilig. Manche Briefe sind kurzweilig und manche Seitenlang. Das ist wenigstens Abwechslung. Aber es hilft nicht. Es baut sich keine Spannung auf. Da ist mancher Rosamunde Pilcher besser geschrieben.

Ich fand es auch gar nicht lustig. Musste auch gar nicht staunen, wie sich eine Frau in eine Situation so vertiefen kann.

Irgendwie alles schonmal in ner Seifenoper gesehen. Mein Mann fand es auch eher anstrengend. Eine so einfache Geschichte so schwer geschrieben.

Alles in allem muss man wohl ein solches Buch mal erlebt haben um zu wissen, dass man dergleichen nicht nochmal lesen will. Jedem das Seine.
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