Zugegeben der Roman beginnt furios. Im ersten Teil des Buches geschieht buchstäblich im Sekundentakt Ungeheuerliches, wird die Spannung und das Tempo von Seite zu Seite gesteigert. Als Leser fragt man sich besorgt, kann das über 800 Seiten gut gehen ? Und die Antwort ist leider: NEIN! Spätestens ab dem zweiten Teil des Buches rächt sich die Erzählweise des Buches, das versucht hat, Spannung dadurch zu erzeugen, dass dem Leser Wissen über die Zusammenhänge der hochgradig gewalttätigen Vorkommnisse vorenthalten wird. Denn nun fängt der Autor an, überaus ermüdend - teilweise in seitenlangen Exkursen - die Hintergründe des Geschehenen zu beleuchten. Und die Geschichte ist leider so wirr und auf Groschenheftniveau, so dass der Rest des Buches zum Ärgernis wird. Denn der Autor versucht dem Leser eine vollkommen unglaubwürdige Adelsschmozette um die Wiederkehr der russischen Zarenfamilie aufzutischen. So ist er genötigt, irgendein vollkommen unglaubwürdiges Russlandbild zu entwerfen. Weiß er nicht mehr weiter, dann kommen entweder hochnotpeinliche Liebesszenen oder Gewaltexzesse, die wohl das lahme Buch würzen sollen. Am Ende war ich überaus ermüdet und gelangweilt und habe mich geärgert, dass sich das Buch zuende gelesen habe. Denn hier hat es sich definitiv nicht gelohnt, durchzuhalten. Ich vergebe daher einen Stern, weil der Autor nicht einlösen kann, was er auf den ersten 200 Seiten versprochen hat.