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28 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Sehr interessant, aber..., 11. August 2002
Von Ein Kunde
"Stumme Stimmen" ist etwas mühsam zu lesen, da es sich in nur drei Kapitel einteilt. Das erste und letzte Kapitel umfassen wenige Seiten, während das mittlere Kapitel fast das ganze Buch umfasst. Außerdem verzichtet das Buch auf Zwischenüberschriften, wodurch die innere Struktur verloren geht. Auffallend sind die vielen Fußnoten, die auf fast jeder Seite erscheinen und zum Teil sogar eine ganze Seite umfassen. Diese äußere Struktur dürfte so manchen davon abschrecken, das Buch zu Ende zu lesen.Wer sich aber für die Gehörlosenkultur und das Wesen der Gebärdensprache interessiert, der stört sich nicht daran. Das Buch ist zweifellos interessant und faszinierend geschrieben. Man erfährt viel Geschichtliches über die Entwicklung der Gebärdensprache und über die "Revolution der Gehörlosen" an der Gallaudet-Universität, wo nach einem gehörlosen Präsidenten gefordert wird, aber man erfährt auch sonst viel Wissenswertes in einer unterhaltsamen Form. Das Buch verweist auf jede Menge weiterführende Literatur, dass man erkennt, dass Oliver Sacks sich sehr intensiv mit der Sprachwissenschaft auseinandergesetzt hat. Man bekommt Lust, die weiterführende Literatur zu lesen. Schade nur, dass Oliver Sacks die Gehörlosen in einen Topf wirft. Wenn man das Buch liest, meint man, alle Gehörlosen sind voll taub und brauchen die Gebärdensprache. ... Bleibt aber zu berücksichtigen, dass das Buch nicht aus dem Jahr 2002 ist. Lesenswert ist es allemal, will man sich über die Gebärdensprache informieren. Will man sich aber über die Gruppe der Gehörlosen informieren, ist es doch einseitig ausgerichtet.
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