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Studio One Rockers ist eine Zusammenstellung der Originalaufnahmen von Klassikern wie "Skylarking" und Dawn Penns unvergessenem "No, No, No". Sie präsentiert nicht nur Musiker, von denen ein derart großer Einfluss ausging, dass ihr Name zum Synonym für Reggae wurde, sondern auch die Stile, die Sounds und vor allem die Rhythmen, die in den Kingstoner Aufnahmestudios bis in die 70er-Jahre und sogar darüber hinaus dominierten.
Auf dem Album finden sich einige Rocksteady-Klassiker (daher auch der Name). Der Hammondorgel-Virtuose Jackie Mittoo und die legendäre Marcia Griffiths verdeutlichen beispielsweise mit "Hot Milk" bzw. "Feel Like Jumping" die damals dramatische Trendwende weg von schnellen Ska-Beats, hin zu druckvollen, bassbetonten und deutlich langsameren Nummern. Aber Studio One Rockers hat noch mehr zu bieten: Das Semi-Instrumental "Phoenix City" zeigt mit seinem halsbrecherischen Tempo und schmetternden Trompeten -- wie auch "Greedy G" --, welche Bedeutung schnellere Beats, funkige Spielweisen oder Big-Band-Sounds hatten, wie sie auch zum Spektrum von Studio One gehörten.
DJ-Tracks sind ebenfalls vorhanden, wie zum Beispiel "Badder Dan Dem" mit seinen Dancehall-Klängen und Lone Rangers rhythmischem Gesang. Ebenso auf der CD repräsentiert ist einer der größten Roots-Künstler, Horace Andy, dessen damals einzigartige Falsettstimme später von vielen imitiert wurde, die mit Pop ähnlichen Erfolg erzielen wollten. Der Reggae-Kinderstar Freddy McGregor ist auf "Bobby Babylon" zu hören. Wie viele der hier vertretenen Künstler sollte auch Freddy einige seiner besten Arbeiten unter der Obhut des gleichermaßen berühmten Studio-One-Produzenten Clement Coxsone Dodd zu Stande bringen.
Studio One Rockers ist in vieler Hinsicht eine Hommage an Coxsones Geschick als Produzent, aber auch an Rhythmen, die immer wieder neu entdeckt und aufgenommen werden -- unverzichtbar für jeden, der sich auch nur am Rande für jamaikanische Musik interessiert. --Caroline Butler