"Journalismus ist der einzige loser oder enger mit dem Geiste zusammenhängende Beruf (...), der nicht in das Prokrustesbett des Examens zu spannen ist." Was der Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky vor rund 80 Jahren schrieb, gilt auch heute noch. Im Gegensatz zu anderen Berufen gibt es für den Journalisten keinen klassischen Ausbildungsweg. Während Juristen und Mediziner erst nach bestandenem Staatsexamen ihren Beruf ausüben dürfen, steht es jedem frei, sich ungeprüft "Journalist" zu nennen. Allerdings regelt sich der Berufszugang durch das riesige Bewerbungsangebot im Medienbereich nach dem Gesetz des Marktes: Der Arbeitgeber ist nicht auf einzelne Bewerber angewiesen. Stattdessen nimmt er die Anwärter, bei denen journalistische Eignung und Erfahrung, aber auch Formqualifikation und Alter, in einem günstigen Verhältnis stehen. Demnach ist es doch sinnvoll, zu studieren, aber welcher der vielen Studiengänge eignet sich für den journalistischen Beruf am Besten?
Studienberaterin und Wissenschaftsjournalistin Karin Gavin-Kramer beantwortet in ihrem "Studienführer Journalistik, Kommunikations- und Medienwissenschaften" wichtige Fragen, die jeden Studien- und Berufsanfänger dieses Gebietes interessieren. In leicht verständlicher Sprache und klar strukturiertem Aufbau erläutert sie die verschiedenen Studiengänge des Medienbereiches und gibt zahlreiche praktische Tipps, die einem die eigene Recherche erleichtern. Detailliert und übersichtlich stellt Karin Gavin-Kramer tabellarisch die einzelnen Universitäten vor, in denen ein journalistisches Studium möglich ist, und beschreibt deren jeweiligen Studieninhalte. Dabei erwähnt sie sowohl die Abschluss- und Regelstudienzeit, als auch das Zulassungsverfahren, die Bewerbungsfristen und Kontaktstellen der Institute. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der einzelnen Universitäten und Fachhochschulen werden hierbei genau so deutlich, wie der mannigfaltige Studienaufbau.
Doch nicht nur die verschiedenen Studiengänge, Universitäten sowie Journalisten- und Fachhochschulen werden vorgestellt, auch der Weg nach dem Studium wird beschrieben: Praktika und Hospitation sind hierbei als Vorbereitung des Berufseinstiegs unverzichtbar. "Nur so kann man gleichzeitig Neigungen und Fähigkeiten testen, Berufserfahrung und Arbeitsproben sammeln und nützliche Kontakte knüpfen." Kaum ein anderes Berufsfeld erfordert wohl soviel Eigeninitiative wie die Medienbranche. Je besser die Arbeitsproben und je vielfältiger bisherige Praxisnachweise sind, desto größer ist die Chance für kreative Praktika - und damit für einen späteren Arbeitsplatz. Für eine erfolgreiche Bewerbung gibt Studienberaterin Karin Gavin-Kramer zwölf kompetente Tipps rund um das Vorstellungsgespräch, und liefert auch gleich Adressen von Funk und Fernsehen dazu, bei denen die guten Ratschläge angewendet werden können.
Der "Studienführer Journalistik, Kommunikations- und Medienwissenschaften" ist der ideale Ratgeber für Schüler, Studenten, Eltern, Lehrer, Berufs- und Studienberater. Durch seinen ebenso interessanten wie informativen Inhalt, sowie die Fülle praktischer Tipps für die selbstständige Recherche stellt er eine umfangreiche Entscheidungshilfe dar, die keine Frage offen lässt!