"The Story of fidgety Adolf": "Let me see if Adolf can / be a little gentleman / let me see if he is able / to sit still for once at table." Es ist ein Glücksfall, dass die Erben der Brüder Spence, die 1941 dieses giftige Anti-Hitler-Büchlein verfertigten, vom STRUWWELPETER-Museum in Frankfurt ausfindig gemacht wurden und dass somit in Gang kam, eine Neuauflage dieses kleinen Genie-Streiches zu bewerkstelligen. Nicht nur Hitler wird aufs Korn genommen, auch Luftwaffen-Chef Hermann Göring: "When his bombs came tumbling down / in the country and the town / and the children helter-skelter / ran into the nearest shelter..." oder Mussolini, als "little Musso head in air", Hans-guck-in-die-Luft, der in den Kanal fällt, nur warten unten nicht rote Goldfischlein, sondern eine kleine putzige graue Kriegs-Schiff-Flotte, die erschrocken auseinanderstiebt, als der Dicke auf sie plumpst: "One more step, and sad to tell / headlong in poor Musso fell / and his Navy in dismay / got up steam and ran away." Natürlich endet jede kleine Geschichte genau so, wie man sie den Nazi-Monstern auch an den Leib wünscht, so beim "Zappel-"Hitler: "See the naughty restless child / growing still more rude and wild / till his chair falls over quite / Adolf screams with all his might." Im Unterschied zu Dokumentar-Filmen und schockierenden Fotos aus jener düstersten deutschen Zeit wirkt die "Shock-headed Peter"-Aktion verniedlichend - ist es aber nicht: Es ist derselbe Kunstgriff wie jener von Jonathan Swift, welcher seinen (ebenfalls genial illustrierten) Gulliver (der im Land der Riesen Brobdingnag gelitten hatte) zur seelischen Erholung mal im Land der Lilliputaner eine Ruhepause gönnt: als therapeutische Zwischen-Phase, die am Ende befähigt, sich wiklich zur Wehr zu setzen ...