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Die Strudlhofstiege... oder Melzer und die Tiefe der Jahre [Gebundene Ausgabe]

Heimito von Doderer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 34,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Gebundene Ausgabe, 9. Juli 2008 EUR 34,90  
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Kurzbeschreibung

9. Juli 2008

Wien in den Jahren 1910/11 und 1923-25. Im MIttelpunkt des Geschehens steht der Amtsrat und Major a. D. Melzer, dessen Leben irgendwie immer an ihm vorbeiläuft, bis er endlich doch zu sich selbst findet. Ein Großstadtroman mit der Aura des Lebens, »so, wie es ist«.

»Man müsste Heimito von Doderers Strudlhofstiege loben und preisen, bis einem die Zunge am Gaumen festklebt, bloß gebricht es an Adjektiven, die dem 1951 erschienen Roman und vor allem seiner Sprache nur annähernd angemessen wären.« Profil

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

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Die Strudlhofstiege... oder Melzer und die Tiefe der Jahre + Die Dämonen: Nach der Chronik des Sektionsrates Geyrenhoff
Preis für beide: EUR 74,80

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 909 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 3., 66. bis 69. Tausend der Gesamtauflage (9. Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406398960
  • ISBN-13: 978-3406398964
  • Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 13,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 363.564 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein Aha-Erlebnis wie selten.«
Die Presse 16.06.2007 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Strudlhofstiege
OA 1951 Form Roman Epoche Moderne
Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.
Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete.
Inhalt: Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »der eigentliche Hauptacteur«. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.
Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart« die beiden Punkte »identisch« sind wie bei Melzers assoziativem »Vorbeisturz« an sich selbst durch die »Tiefe der Jahre« am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer »Fatologie« (von latein. fatum), die unvoreingenommene Erkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige – Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden – und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (»Zihalismus») und auch eine Neigung zu Latinismen auf.
Aufbau: Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.
Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckender Roman 26. Oktober 2006
Format:Sondereinband
"Melzer und die Tiefe der Jahre" so lautet der treffliche Untertitel dieses Werkes. Eine an sich banale Geschichte über viele Erzähljahre hinweg schrieb Heimito von Doderer mit solch sprachlicher Gewalt und Schönheit, dass ich nach vielleicht 50 Seiten, die zum Einführen der Charaktere notwendig waren, das Buch nur schwer weglegen konnte, weil sich trotz unspektakulären Handlung eine gewisse Spannung aufgebaut hatte. Trotzdem habe ich fast die gesamten 14 Tage meines Urlaubs für dieses über 900 Seiten starke Buch gebraucht, gerade weil viele Beschreibungen so poetisch und, wie ich finde, humorvoll geschildert sind, dass man diese Stellen geniessen und nicht schnell drüberweglesen möchte. Eckhard Henscheid ist es in einigen frühen Werken wie "Maria Schnee" ähnlich gut gelungen, bewegtes Nichts trefflich zu Papier zu bringen, wenn auch auf etwas weniger Seiten. Bei Heimito von Doderer kommen noch die wundervollen Wiener Milieubeschreibungen hinzu, die zeitlos sind und den 1951 entstandenen Roman auch heute noch zu einem Genuß machen. Als ich das Buch

fertiggelesen hatte, wollte ich gleich wieder von Vorne beginnen, um einige sprachliche Feinheiten noch besser ins Gedächtnis zu graben. Aus Zeitgründen war mir dies verwehrt, aber dieses Buch werde ich ganz sicher irgendwann nochmal mit Freude durchschmökern.
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55 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein einzigartiger Roman aus dem Wien der 20er Jahre! 17. November 2001
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Für den sehr umfangreichen Roman "Die Strudlhofstiege" benötigt der Leser Geduld und Ausdauer. Doderer holt weit aus und verwebt einzelne Personen genial in verschiedenste Familien- und Freundschaftsbeziehungen. Keine Seite darf unkonzentriert gelesen werden und schon fehlt ein wichtiges Stück des Romanes. Junge Menschen, die ihr Glück suchen. Liebe, Eifersucht und Betrug. Amtsräte und Beamte. Krieg und Wirtschaft. Wien vor und nach dem ersten Weltkrieg. Ausflüge in den Balkan und in die Alpen zur Jagd. Sommerfrische außerhalb Wiens. Straßenbahnstationen im Jugendstil. Palais aus dem 18. Jahrhundert und der Prater. All diese Dingen werden am Schauplatz Strudlhofstiege im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund konzentriert. Dieses Buch birgt Geheimnisse und öffnet sich dem Leser aber zugleich wie kein anderes. Wer die romantische Seite Wiens kennenlernen möchte und sich zugleich nicht scheut vor den grausamen Vorboten des Krieges, die sich in den Gemütern der Personen widerspiegeln, sollte dieses Buch lesen.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Doderer rocks! 18. März 2007
Von A. Metz
Format:Sondereinband
Wer sich nicht davor scheut, mehrere Wochen für das Lesen dieses anspruchsvollen Meisterwerks zu investieren, dem möchte ich wie bereits andere Rezensenten dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Volle drei Wochen habe ich gebraucht. Wer abschalten und berieselt werden will: Finger weg von diesem Buch. Die Sprache ist schön, die Texte sind komplex und verwoben. Man kommt nicht umhin, Sympathien für die wunderbar detailreich geschilderten Hauptakteure und ihre Handlungsweisen, die Identifikationsmaterial bieten, aufkommen zu lassen. Das Buch ist eine Liebeserklärung an die Sprache und ihre Komplexitäten.

Zwischen alldem lassen sich auch fürs eigene Leben vielerlei nützliche Weisheiten ziehen wie zB Jeder Mensch scheint seiender, als er ist". Sehr charmant auch Formulierungen, die regelmäßig anzutreffen sind, wie zB Im Grunde sind das lauter Gemeinheiten". Die Handlung ist nur schwer nachvollziehbar, wenn man sich jedoch tapfer durch die Seiten liest, bleibt ein angenehmes Gefühl zurück, sich mit etwas Großem beschäftigt zu haben, wenngleich die sogenannte Handlung teils mit Absicht eher banal ist. Es geht vielmehr um ein Lebensgefühl und die Wahrnehmung des Lebens als um viele Knalleffekte, wie sie im Kino anzutreffen sind. Meisterwerk!
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen ein Stück Wiener Kulturgeschichte
Für Wien-Fans bzw. Menschen, die in Wien geboren und aufgewachsen sind, ist dieses Buch ein "must-read" - wenn auch die Gedanken- bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Natascha Weinstabl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Strudelhofstiege
Absolut in Ordnung, Artikel wie neu
das muss reichen für die Rezension.
Was soll man sonst noch schreiben, wenn alles super lief?
Vor 16 Monaten von P Starck veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Zweimal lesen!
Nachdem ich vor vielen Jahren einige der Romane Doderers mit großer Begeisterung gelesen hatte (Dämonen, Wasserfälle von Slunj), habe ich nun meinen Sommerurlaub... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2010 von Walter Stechel
2.0 von 5 Sternen Much ado about nothing
Einerseits sollte man meinen, daß die Strudlhofstiege über alle Zweifel erhaben ist. Andererseits entstehen genau solche angesichts einer recht langweiligen Handlung und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2009 von V. Putz
5.0 von 5 Sternen Feinfühlige Psychologie im Wien der zwanziger Jahren
Von Doderer belebt das geschichtsträchtige Wien der zwanziger Jahren mit seinen Beschreibungen von Beiseln, Kaffeehäuser und Fiaker. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2009 von Th De Goede
5.0 von 5 Sternen ein roman aus der tiefe der jahre
die strudlhofstiege ist eine sprachlich musikalisch geschliffene studie über die menschliche entwicklung eines majors vom kaum in seinem leben selbstverantwortlichen menschen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2009 von David Ramirer
3.0 von 5 Sternen Eindrucksvoller Roman, leider mit vielen Banalitäten
Nachdem andere Rezensenten dem 900-Seiten-Werk Höchstnoten erteilt haben, möchte ich doch einiges bemerken, was mir nicht besonders gefallen hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juni 2003 von Martin Dreger
5.0 von 5 Sternen Vermächtnis des großen österreichischen...
Ich möchte erst gar nicht versuchen, auf die technischen Einzelheiten einzugehen, da findet der interessierte Leser ja zur Genüge Sekundärliteratur. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Januar 2003 von "otternasen"
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