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Strophen für übermorgen: Gedichte
 
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Strophen für übermorgen: Gedichte [Gebundene Ausgabe]

Durs Grünbein
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ironie, Analyse und der Gestus des Abwinkens, der einen auch selber betrifft: Das in eine Zeile zu packen muss erst einmal gelingen.« (Helmut Böttiger Die Zeit )

»In diesen Gedichten hört der Lyriker auf den Herzrhythmus der Dinge, in wenigen Strichen zeichnet er die Standbilder aus der Kindheit nach. »Seltsam, als Kind schon zog ihn Erstarrtes an« – so heisst es einmal in einer Erinnerung an die andächtigen Blicke des Kindes auf die Dioramen in den Museen. Entspricht dieses wie im Märchen eingefrorene Geschehen, diese nature morte , nicht auch den erinnerten Bilder? Und wer, wenn nicht der Dichter, wüsste das Zauberwort, um die Bilder wieder zum Leben zu erwecken? Nicht weniger gelingt Durs Grünbein in den besten dieser Gedichte.«  (Roman Bucheli Neue Zürcher Zeitung )

»Grünbeins neuer Gedichtband, über 200 Seiten stark, ist ein Exerzitium in lyrischem Beharrungstrotz. In 100 Gedichten, nach Motivgruppen in sieben Kapitel gegliedert, übt sich Grünbein in poetischer Selbstbehauptung gegen den Ansturm verbissener Aktualitätspostulate. »Strophen für übermorgen«: Das markiert den fortdauernden Anspruch des Dichters nicht nur auf poetische Zeitgenossenschaft, sondern auch auf die Fähigkeit zur Antizipation.« (Frankfurter Rundschau )

»Was sind wir? Woher kommen wir, und wohin gehen wir? Was ist Leben, Liebe, Einsamkeit, und was ist Zeit? Kaum ein anderer zeitgenössischer Poet der mittleren Generation versteht es so wie der 1962 in Dresden geborene Durs Grünbein, sein Nachdenken über Weltzusammenhänge durch ein Ich darzustellen, das hört, sieht, fühlt, riecht und schmeckt. Diese Gedichte riechen nach Benzin und Pheromonen. Sie schmecken nach Fischmarkt, Maschinenöl und Fäulnis. Sie malen Bilder vom »Museum Zeit«, vom »Schlamm der Geschichte« und vom »Paradies der Mäuse«. Dabei reicht der erkundete Raum von Achillesverse, Jochbein und Hirn bis zum Universum. Alexandriner und Blankvers erkunden die Sprache von Haar und Haut im Zeitalter globaler Betriebsamkeit. Die wohl geformten Sonette und Oden, Elegien und freien Versen erspüren die Atmosphäre im »fragilen Monstrum Gesellschaft« ... ein Lyrikband der sein dichterisches Können bestätigt.« (Dorothea von Törne Literarische Welt )


»… und auch dieses Gedicht ist eine Vergänglichkeitsklage, doch wunderbar unangestrengt, von einer schwebenden Eleganz von Reim zu Reim. Wenn es das gibt, elegante Untröstlichkeit, hier ist sie – erzeugt durch ein Ineinander von Schmerz, Musikalität, Körperlichkeit und Wissen um das Ende. Grünbein zoomt die Gegenstände in den Vitrinen für uns heran.«

(Joachim Sartorius Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Kurzbeschreibung

Durs Grünbeins neues Gedichtbuch ist ein poetisches Erinnerungswerk, zugleich ein Buch der Übergänge und Verwandlungen. In sieben Abteilungen und einer Vielzahl von Versformen entfaltet sich hier ein Bilderbogen zum Weltbild. Gedichte zur Herkunft stehen am Anfang, bevor sich, just im Reisegedicht, die Unheimlichkeit moderner Mobilität erweist. Ein Interludium, Strophen für übermorgen, führt zu jenem zentralen Ort, an dem der Dichter seit einem Vierteljahrhundert zu Hause ist: Transit Berlin. Genau in der Mitte der Metropole (und des Buches) findet sich auf der Museumsinsel die konzentrierte Durchdringung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch erneut übt die Ferne ihre Magie. Eine Folge seltsam irreal angelegter 'Charakterstücke' von liedhaftem Sprechgestus begleitet die Überquerung der Alpen in Richtung einer imaginären Antike und führt zur eigentlichen Frage dieser Lyrik: Was ist Imagination? Eine persönliche Bilanz in einer der strengsten lyrischen Formen, im Sonett, zieht der Dichter am Schluß des Bandes: Liebesgedichte und Lebensstudien.

Über den Autor

Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Seit 1986 lebt er nach kurzzeitigem Studium in Berlin, als Dichter, Übersetzer und Essayist.

Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Peter-Huchel-Preis, den Georg-Büchner-Preis, den Literaturpreis der Osterfestspiele Salzburg 2000, den Friedrich Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt 2004 und den Berliner Literaturpreis 2006 der Preussischen Seehandlung verbunden mit der Heiner-Müller-Professur 2006.

Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
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