Auf ihrem dritten Album bleibt - Sade - ihrem Sound weitestgehend treu, verändert aber ein wenig die Richtung, indem sie exzellente Loungemusikelemente in ihre ohnehin schon sehr ruhige - erotisch-knisternde - Musik mit einfließen lässt. Dabei fährt sie gleichzeitig auch die Bläser und vor allem das auf den ersten beiden Alben so dominante Saxophon, sehr stark in den Hintergrund, mit Ausnahme des großartigen Instrumentalstücks - Siempre hay esperanza - wo das Saxophon die Melodie intoniert. Was bleibt, sind die starken, und dem Hörer sehr vertrauten Rhythmen wie bei - Paradise, Keep Looking und Give it up - sowie die beliebten Lieder zum Abtauchen - Haunt Me, Love Is Stronger Than Bride - und natürlich alles in Allem zehn wunderschöne Songs zum "Chillen", "Relaxen" und "Entspannen", am besten mit einem kalten Eiswürfelgetränk.
Zwar betrachten viele das Album - Love Is Stronger Than Bride - als das Schwächste von - Sade - weil sich darauf die meisten Titel befinden, die am Wenigsten im Radio gespielt werden oder wurden, aber für mich persönlich ist dieses Album genauso gut wie jedes andere von ihr; vielleicht mag ich es ja aus diesem Grund ein kleines Bisschen mehr. Die Liebe sollte am Ende eben doch stärker sein als der Stolz.