Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Fortsetzung!, 7. November 2009
Gestern kam das Päckchen mit der vierten Staffel an. Die Rezension erstelle ich, nachdem ich alle Folgen und das komplette Bonusmaterial angesehen habe.
Der erste Eindruck von der Dvd-Box ist klasse! Sicherlich ist diese einfach anders, aber sie passt zum Konzept der Serie und das ist doch mal eine Abwechslung zu den Standardhüllen. Vorangegange Rezensionen beschrieben das kniffelige Herausnehmen der Dvds aus der Hülle...ich weiß leider nicht wie das versucht wurde, aber bei mir klappt das jedes mal perfekt!
Die Box kommt mit 3 Dvds, auf den ersten beiden sind jeweils 5 Folgen der vierten Staffel Stromberg, auf der dritten kommt das Bonusmaterial ins Haus geflattert.
Zum Bonusmaterial: Anders als bei den anderen Staffeln, wurde das Bonusmaterial live vor einem Publikum gezeigt und die Aufnahmen von dort als etwa einstündige Fassung zur Verfügung gestellt. Unter Anderem Outtakes (kürzer als zum Beispiel bei Staffel 3), Szenen, die sich die Schauspieler gewünscht haben, das zu denen eins, zwei Sätze gesagt werden und Fragen aus dem Publikum. Alles in Allem sehr unterhaltsam und witzig!
Weiterhin sind noch jeweils eine Folge zu der Serie "Der kleine Mann" mit Bjarne I. Mädel und "Pastewka" vorhanden. Letztere ist die Folge mit einem "Gastauftritt" von Christoph Maria Herbst, wobei Gastauftritt eher untertrieben ist, das es kein kurzer Auftritt ist.
Schauspielerisch ist diese Staffel der Wahnsinn. So viele versteckte Gestiken und Mimiken, das einem die Sachen oft nur bei wiederholtem Ansehen auffallen. Und gerade das Macht die Serie aus: es wird einfach nicht langweilig. Anfangs hatte ich gedacht, ob das nicht auch langweilig wird, wenn der Drehort auf "Finsdorf" verlegt wird: Das ist aber nie der Fall gewesen, da immer ein Wechsel zwischen beiden Plätzen statt fand, die das Ganze interessanter gestalteten. Über den Inhalt der Folgen schreibe ich jetzt nichts, da ich nicht zu viel verraten möchte. Doch das typische Stromberg Phänomen tritt wieder auf, "Fremdschämen"...so oft habe ich mich dabei erwischt wie ich gedacht habe "Ne...hör auf"!
Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für alle, die sich schon über die ersten drei Staffeln amüsieren konnten!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ganz kurz mal eben...., 7. November 2009
Drei lange Jahre hat es gedauert, bis der "Papa" mal wieder über den Bildschirm flimmern durfte. Meine ersten Eindrücke zur vierten Staffel waren eher gemischt. Generell fällt auf, daß Strombergs Eskapaden nicht mehr nur durch Schweigen und Kopfschütteln oder geschockte Blicke, sondern größtenteils durch ganz offene Kritik und Widerspruch quittiert werden. Insgesamt ist alles aggressiver, härter und direkter geworden. Das ist per se nicht unbedingt als negativ zu werten, nur die aus den anderen Staffeln bekannte, geradezu meisterliche Darstellung der Charakterfarben der einzelnen Figuren hat leider etwas nachgelassen, viele Figuren sind nicht entscheidend weiter entwickelt worden. Eine Ausnahme bildet sicherlich Tanja, deren Charakter sich aber deutlich zum Negativen gewandt hat und die dadurch etwas unglaubwürdig wirkt. Andererseits könnte es auch sein, daß Husmann die in den anderen Staffeln durchweg positiv erscheinende Tanja hier einmal an ihre Grenzen führen wollte: eine sonst so souverän und überlegen wirkende Frau,die sich unter Belastung zur labilen Hysterikerin und Minidiktatorin entwickelt.
Berthold "Ernie" Heisterkamp zeigt sich so, wie es eigentlich zu erwarten war: als absolute Ausfallserscheinung, mit teilweise sehr komischen Momenten, teilweise jedoch relativ überzeichneten Episoden.
Ebenfalls schade ist, daß die durchaus interessanten Nebenfiguren wie die des Herrn Wehmeier, Sabine "Sabbel" Buhrer, Herr Pötsch usw. teilweise nur sehr sparsam oder gar nicht zum Einsatz kommen.
Auch an den Interviews ist leider gespart worden, und statt der Folgen von "Der kleine Mann" und "Pastewka" im Bonusmaterial hätte ich persönlich lieber Audiokommentare zu den einzelnen Serien bevorzugt.
Die vier Punkte gebe ich dennoch gern, denn alles in allem ist die Staffel trotzdem sehr gelungen, wenn auch auf andere Art, als man es normalerweise als "Strombergianer" gewohnt ist. Man knirscht mit den Zähnen, wenn Stromberg sich selbst ins Aus schießt und des Gesamtleiterpostens verlustig geht. Man leidet mit ihm, wenn er im grauen Finsdorf landet, wo er sich mit seltsamen Bräuchen, besoffenen Bauern und Dorfklüngelei konfrontiert sieht, und man rennt mit ihm die trostlose Dorfstraße entlang, wenn er fluchtartig aufbricht, um sich seinen Job in der Capitol wiederzuholen. Man schämt sich fremd für Stromboses nahezu verzweifeltes Werben um die sich (aus gutem Grund) spröde gebende Jennifer Schirmann, und man staunt mit ihm, wenn er es offensichtlich trotz allem schafft, so etwas wie eine Beziehung mit ihr anzubahnen.
Was die Verpackung betrifft, so kann ich meinen Vorrednern nur bedingt zustimmen. Sicherlich ist sie nicht besonders stabil, aber dafür sehr originell gemacht.
Man kann halt nicht alles haben!
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unterhaltsam, aber leider zu überdreht, 9. November 2009
Die vierte Staffel von STROMBERG ist durchaus unterhaltsam - dargeboten von einem großartigen Ensemble geht es auch in dieser Staffel extrem heftig zur Sache, wenn die Protagonisten ihre Machtkämpfe in und um die Capitol Versicherung AG ausfechten. Für genug Lacher und Spaß ist gesorgt, weswegen ich diese Staffel beileibe nicht für einen Fehlkauf halte und jedem STROMBERG Fan empfehlen kann.
Dennoch wird beim Zuschauen deutlich, dass die Serie ganz klar ihr Zenit überschritten hat. Genug Abnutzungserscheinungen sind mittlerweile unübersehbar, vieles wirkt ins Groteske übersteigert und völlig überdreht.
Dies tut leider einem Format wie STROMBERG alles andere als gut. Der besondere Gag dieser Serie war ja besonders in Staffel 1 und 2, dass jedem, der in einem Büro arbeitet, oftmals das Lachen im Halse stecken blieb, weil ähnliche Situationen und Archetypen in fast jedem Büroalltag denkbar wären - es war mitunter beängstigend glaubhaft und nur aufs Nötigste überzeichnet. Die Serie war auch deswegen so genial, weil man sich problemlos vorstellen konnte, Typen wie Ernie, Erika, Tanja, Ulf und Stromberg tagtäglich zu begegnen und die Situationen einem vielfach auch bekannt vorkamen.
Damit ist jetzt leider endgültig Schluss: die Figuren agieren allesamt extrem überzogen. Ernie ist mittlerweile ein völliger Psychopath, seine Rolle ist diesmal einfach zu schräg, zu unglaubwürdig, zu drastisch. In Staffel 1 war er ja deswegen so komisch, weil es so einen Typen irgendwie in fast jedem Büro gibt, was diesmal wohl (hoffentlich) keiner mehr behaupten würde. Auch Strombergs Eskapaden sind zu dramatisch, zu over-the-top, um noch irgendwie überzeugend zu sein.
Gleiches gilt für die gesamten Folgen. Gut gespielt und mit vielen Gags versehen haben sie eine Handlung, die teilweise absurd und fast immer total überdreht ist - leider bleibt genau dadurch das, was STROMBERG so einzigartig machte auf der Strecke.
Hinzu kommt leider, dass der Fokus der Serie mehr und mehr auf ein Beziehungsdrama umschwenkt (Tanja / Ulf bzw. Stromberg / Jennifer) und weniger den Versicherungs- und Büroalltag parodiert. Auch werden manche Pointen und Storyideen etwas überstrapaziert - z.B. die Tatsache, dass Ernie von unerwarteter Seite Riesenzuspruch bekommt passiert in nicht weniger als drei Folgen.
Positiv muss man aber festhalten, dass die Serie nach wie vor schlichtweg Spaß macht und das man zumindest gegenüber der Staffel 3 eine Menge Veränderungen und neue Ideen eingebaut hat. STROMBERG wiederholt sich also weniger, das in Staffel 3 ziemlich offensichtlich erkennbare Schema einer typischen Stromberg-Folge wird aufgelöst und neue Elemente treten hinzu: Finsdorf ist z.B. sehr komisch, und auch der Metaplot mit Tanjas Beförderung ist klasse.
Ohne wenn und aber hat man in Staffel 4 STROMBERG also in neue Richtungen weiterentwickelt, und viele neue Ideen sind toll in Szene gesetzt - ich denke, diese Entwicklung war notwendig, um der Serie ein bisschen neue Fahrt zu geben... und wie gesagt, trotz aller unumgänglichen Kritik macht STROMBERG immernoch einfach Spaß.
Alles in allem von mir knappe 4 Sterne, also eine Bewertung mit "noch gut" - eine unterhaltsame vierte Staffel, die Fans des Formats sicherlich zufrieden stellen dürfte. Dennoch sind klare Abnutzungserscheinungen unübersehbar, die Klasse der ersten beiden Staffeln wird deutlich nicht erreicht.
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