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Strobo: Roman [Taschenbuch]

Airen
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

8. September 2010
Im Berghain beginnen die Nächte im Morgengrauen. Hämmernde Beats, zuckende Lichtblitze, Sex, Drogen, Techno. Mittendrin Airen. Strobo ist das Protokoll eines exzessiven Trips ans Ende der Nacht. Und das Zeugnis einer verzweifelten Suche nach Sinn und Liebe.  Im Zuge der hitzig geführten Debatte um Helene Hegemanns Roman Axolotl Roadkill wurden auch Strobo und sein Autor Airen berühmt. 

Wird oft zusammen gekauft

Strobo: Roman + Lost and Sound: Berlin, Techno und der Easyjetset (suhrkamp taschenbuch) + Der Klang der Familie: Berlin, Techno und die Wende (suhrkamp taschenbuch)
Preis für alle drei: EUR 32,93

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548282881
  • ISBN-13: 978-3548282886
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.640 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Airen, Jahrgang 1981, hat Wirtschaftswissenschaften studiert und mehrere Jahre in einer Unternehmensberatung gearbeitet. Sein Roman, der auf seinem unter dem Pseudonym Airen geführten Blog basiert, trägt stark autobiographische Züge. Er lebt heute mit Frau und Kind in Berlin.

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Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roaring Twenties und die Spätpubertät 1. November 2010
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das ist ein Buch über ein Lebensgefühlt. Die roaring Twenties der Spätpubertät schildert Airen in Berlin, in der Techno Szene, im härtesten Club Deutschlands dem Berghain.

Egal, was morgen wird, scheiß auf die all die Vernunft, lebe, erlebe. Keine Droge auslassen, keine Party, die Musik fühlen. Der Autor nimmt uns mit, weil er einfach so gut schreiben kann. Das hier ist keine Betroffenheitsgeschichte voller Gesülze, auch keine Lebensbeichte, sondern ein Roman über ein Lebensgefühl. Und auch, wer absoluter Drogen- und Technoabstinenzler ist, kann das nachvollziehen. Weil der Text den Leser in dieses Leben hineinzieht. Wer hat mit fünfundzwanzig nicht auch geglaubt, dass er was versäumt, wenn er die nächste Party sausen lässt? Wer hätte nicht an sich gezweifelt, an seinem Beruf, an der Zukunft? Momente absoluten Glücksrausch wechseln mit denen absoluter Verzweiflung.

Und Verzweiflung gibt es oft. Manche wilde Drogeneinnahme wirkt, als wolle Airen sich selbst verletzen, nur um sich selbst zu spüren. Es schmerzt, also bin ich.

Airen bewertet nicht, er schildert dieses Leben. Was davon zu halten ist, muss jeder Leser selbst entscheiden. Er ist auch kein verwahrlostes Wohlstandkid, das (schnüff, seufz) nun auf die schiefe Bahn geraten ist. Tagsüber arbeitet er in einer Unternehmensberatung. Nicht am Bahnhof Zoo.

Das ist eins der Dinge, die auffallen. Wie normal die Menschen sind, wie gut er sie schildert, den Schatzmeister eines Finanzverbandes und all die anderen, die trotz Drogen ihre normale Beschäftigung haben.

Die erzählt uns Airen aber nicht. Was er tatsächlich beruflich in dieser Unternehmungsberatung gemacht hat, bleibt im Dunkeln. Vielleicht ist es gerade diese nebulöse Arbeit - was mache ich eigentlich? - die seinen Erlebnishunger befeuert. Zwar gehen Botschafter in den Räumen ein und aus. Aber was tun sie dort? "Die meisten Manager haben nicht mehr drauf als Ego-Spielchen und Anglizismen. Ich spiele mit".

Auffällig auch der getriebene Sex. Die ständige Geilheit, meist mit Männern ausgelebt, aber er ist nicht schwul, betont er mehrmals. Vielleicht ist er es auch nicht. Denn Frauen kommen zwar sehr viel seltener vor, wenn, dann aber höchst problematisch. Das könnte Gefühl geben. Und davor hat er Angst. Oder will es vermeiden. Jeder Mann hat Angst vor Frauen.

Trotz aller Exzesse kann er seine bürgerliche Existenz aufrechterhalten kann, in Schlips und Krawatte zur Arbeit geht, ist nicht der abgefuckte Junkie, Auch das entspricht nicht unserer Vorstellung. Noch erstaunlicher, wie gut und genau er auch mit Drogen im Blut seine Erlebnisse im Nachhinein schildern kann.

Schade nur, dass es abbricht, dass man das Danach nur in Interviews mit dem Autor erfährt. Mittlerweile hat er sich doch noch verliebt und ist verheiratet. Auch Techno wird irgendwann dreißig.

Ein Buch, das mitnimmt, sprachlich sehr gekonnt, authentisch erzählt und ohne Gejammer, Entschuldigung oder Interpretationen. Sehr gut. Und fast möchte ich sagen: Schön, dass es abgeschrieben wurde. Nicht wegen dem Abschreiben - das ist ein Skandal, Intertextualität hin oder her -, sondern weil es dadurch Strobo endlich die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient. Auch wenn jetzt alle Literaturkritiker es niedermachen, weil sie das Plagiat hochloben wollen.

Hans Peter Roentgen
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sex, Drugs and Blog'n'Roll 27. Oktober 2010
Von Jack
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Auch ich gehöre zu denen, die erst durch den Medienrummel um den Roman einer 16-Jährigen auf Airens Strobo aufmerksam geworden sind.
Die Beschreibung ist für mich gleich ansprechend gewesen, wobei tatsächlich schon drei Worte genügen, um den gesamten Inhalt dieses Romans zusammenzufassen: Sex, Drogen und Techno.
Natürlich, wer dieses Buch kauft darf kein literarisches Meisterwerk erwarten.
Es steht "Roman" drauf, letztlich ist es jedoch nur eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von Blog-Einträgen, die im "analogen" Format veröffentlicht worden sind.
Manch einer mag nun besondere künstlerische Qualität in den Schreibstil hineindeuten. Und zugegeben, dieser ist vielleicht zeitgemäß, aber im Web 2.0-Zeitalter alles andere als revolutionär. Ob nun die Notwendigkeit besteht, Bücher in Stichpunkten zu schreiben, sei dahingestellt.
Denn nüchtern betrachtet besteht Strobo aus Stichpunkten, einzelnen Eindrücken, mal in längere, mal in kürzere Sätze gefasst und gepaart mit dem einen oder anderen Rechtschreibfehler.
Schnell hat man das Gefühl, immer wieder dasselbe zu lesen. Die Erzählungen sind oberflächlich, Personen kommen und gehen, ohne dass der Leser erfährt, wer sie überhaupt sind. Wieder mag man darüber streiten, ob nicht eben diese Oberflächlichkeit auch den Lebensstil Airens widerspiegelt.
Soviel Genialität man dem Autor auch einräumt, ich persönlich habe mehr erwartet.

Es sei gesagt, dass Strobo wohl denen gefallen wird, die ans Blog-lesen gewöhnt sind und sich mit den Themen Party, Kontrollverlust und Coming down identifizieren können. Schließlich bietet der Roman Einblick in eine Jugendkultur, auch wenn er sie nicht unbedingt greifbar macht und erst recht keine Versuchungen anstellt, sie zu erklären.
Abschließend sollte ein gewisser Wortwitz nicht unerwähnt bleiben, denn trotz (und manchmal auch dank) der häufig nüchternen Beschreibungen und Beobachtungen bringen Sätze wie "Neben mir sitzt eine schweigsame deutsche Transe und hat eine Art Brautkleid an, daneben sitzt Tom und hat Aids." den Leser trotz bitterem Beigeschmack zum schmunzeln.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rasend 14. November 2010
Format:Taschenbuch
Ein einziger Exzess, eine einzige lange Party, nur unterbrochen vom Einwerfen zahlloser Pillen und dem Ziehen unzähliger Lines. Das ist Strobo. Airen erzählt aus seinem Leben, seinem Doppelleben: tagsüber bei einer Unternehmensberatung, des nachts und am Wochenende in der Berliner Szene unterwegs. Überraschend, wie er es geschafft hat, seinen Job zu behalten bei einer derartigen Feierfrequenz. Damit verbunden natürlich entsprechend hoher Alkohol- und Drogenkonsum.

Spätestens seit Hegemanns Copy & Paste Aktion, die man durchaus auch als Exzess bezeichnen könnte (schaue man sich nur mal das Quellenverzeichnis in Axolotl Roadkill an) ist Airen einer breiten Leserschaft bekannt.

Doch man muss schon mit der Leselupe zwischen den Zeilen lesen um die Botschaft über Liebe und Existenz in Strobo wahrnehmen zu können. Abgesehen von ein paar unvermeidlichen Sätzen, die vermutlich jenseits geistiger Umnachtung verfasst wurden, und die von der Sehnsucht nach Geborgenheit berichten und in denen Airen sehr ironisch schreibt, dass das mit den ganzen Drogen und dem Alkohol und so auch nicht ewig weitergehen kann. Und sowas wie eine feste Freundin wär ja auch mal was nettes.

Doch Strobo liest sich einfach zu schnell weg, zu sehr ist man gebannt, wenn Airen im Berghain einem Exzess entgegen steuert, ihn mit offenen Armen begrüßt und keine Möglichkeit auslässt ihn zu verpassen. Der Leser kann gar nicht anders, als an des Autors Lippen zu hängen, fasziniert von der Ambivalenz seines Lebens. Morgens ins Büro quälen, den Idealen einer scheinbaren Bürgerlichkeit unterworfen, die einen festen Job als unverzichtbaren Lebensbestandteil vorsieht, und den unendlich wirkenden Nächten in den Clubs Berlins. Und immer wieder Drogen.

Am Ende ist man selbst ganz ange'xt, die Saat des Verlangens wurde gep'anzt. Airen nimmt den Leser mit auf einen Trip, an dessen Ende die literarische Sucht steht: Man will unbedingt mehr lesen von diesem Airen.
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