Produktinformation
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Leo, sein Chef, hat es nicht leicht mit Strizz und hofft insgeheim vermutlich auf weitere Lockerungen beim Kündigungsschutz. Denn sein spillriger Untergebener mit Fünfzigerjahre-Tolle kommentiert lieber das Tagesgeschehen (Fußball-WM, Hartz-Kommission, Bundestagswahlkampf) als Akten zu wälzen. Oder schwelgt in Großmannsfantasien -- "Charisma, dein Name ist Strizz!" --, mit kurzen Momenten der Selbsterkenntnis: "Ich bin ein kleines Licht."
Weil er mal wieder schlampig gearbeitet hat, muss eine zusätzliche Kraft eingestellt werden? Prima, "nennt mich einfach Mister Job-Wunder!" Chef Leo hält dagegen: "In einer halben Stunde auf meinem Tisch!", doch mehr als Achtungserfolge liegen angesichts des passiven Widerstands à la Bartleby kaum drin. Ergänzt wird das ewige Duell durch Episoden mit Strizz' aufgewecktem Neffen Rafael, der bezaubernden Irmi oder dem ebenso scharfsinnigen wie verfressenen Kater Paul.
Wer an der Serie vor allem die Anspielungen auf aktuelle Ereignisse schätzt, sollte wissen, dass diese hier nur noch bedingt funktionieren, trotz der voran gestellten Chronologie. Charme und Chuzpe des leidenden Angestellten hingegen sind ungebrochen und nicht wenige Leser dürften, wie Elke Heidenreich, diesem Helden der Arbeitsverweigerung verfallen.
Ihnen bietet das Buch Gelegenheit, Strizz' "Jugendjahre" aufzuarbeiten. Fans können sich noch einmal an den besten Sprüchen und Sperenzchen erfreuen und vielleicht endlich in der Praxis erproben: Bei der nächsten Gehaltsverhandlung einfach darauf hinweisen, "dass ich demnächst zwei oder drei Rentner ernähren muss". --Patrick Fischer
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Strizz: Büroangestellter der das arbeiten nicht unbedingt erfunden hat und sich um alles mögliche andere kümmmert.
Herr Leo: Sein Chef steht nach Auseinandersetzungen mit Strizz immer kurz vorm Nervenzusammenbruch.
Strizz Neffe Rafael: Beschäftigt sich mit Politik und alten Philosophen
Clara: Freundin von Strizz Neffen
Irmi: Strizz Freundin freischaffende Graikerin
Irmis Mutter: Ex 68rin ohne politische Ambitionen und Erbin ihres Mannes
Herr Berens: Archivar der ständig damit beschäftigt ist irgendwelche "wichtigen Dokumente" zu vernichten, Tunnel zu graben oder Ratten zu dressieren
Lilo: Berens Archivratte
Herr Müller:Dackel von Irmi immer auf Ausgegichenheit bedacht
Tassilo: Dichender Wachhund mit Vorliebe für Haikus
Herr Paul: Mein absoluter Favorit: Kater von Herrn Leo und "Alleinherrscher des Viertels" ein absoluter "Anarchokater" sagt was er denkt und meint er habe den absoluten Durchblick.
Alles in allem sehr gelungen ein Vorteil des Buches ist der kurze Jahresrückblick, der notwendig ist, da die einzelnen Folgen oft das aktuelle Geschehen aufgreifen.
Fazit: Ein intelligenter und witziger Comic aus deutscher Autoren Feder.
Volker Reiche veröffentlich seit einiger Zeit Montags bis Freitags seinen Cartoon in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Lesen Sie weiter...
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