Produktinformation
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Leo, sein Chef, hat es nicht leicht mit Strizz und hofft insgeheim vermutlich auf weitere Lockerungen beim Kündigungsschutz. Denn sein spillriger Untergebener mit Fünfzigerjahre-Tolle kommentiert lieber das Tagesgeschehen (Fußball-WM, Hartz-Kommission, Bundestagswahlkampf) als Akten zu wälzen. Oder schwelgt in Großmannsfantasien -- "Charisma, dein Name ist Strizz!" --, mit kurzen Momenten der Selbsterkenntnis: "Ich bin ein kleines Licht."
Weil er mal wieder schlampig gearbeitet hat, muss eine zusätzliche Kraft eingestellt werden? Prima, "nennt mich einfach Mister Job-Wunder!" Chef Leo hält dagegen: "In einer halben Stunde auf meinem Tisch!", doch mehr als Achtungserfolge liegen angesichts des passiven Widerstands à la Bartleby kaum drin. Ergänzt wird das ewige Duell durch Episoden mit Strizz' aufgewecktem Neffen Rafael, der bezaubernden Irmi oder dem ebenso scharfsinnigen wie verfressenen Kater Paul.
Wer an der Serie vor allem die Anspielungen auf aktuelle Ereignisse schätzt, sollte wissen, dass diese hier nur noch bedingt funktionieren, trotz der voran gestellten Chronologie. Charme und Chuzpe des leidenden Angestellten hingegen sind ungebrochen und nicht wenige Leser dürften, wie Elke Heidenreich, diesem Helden der Arbeitsverweigerung verfallen.
Ihnen bietet das Buch Gelegenheit, Strizz' "Jugendjahre" aufzuarbeiten. Fans können sich noch einmal an den besten Sprüchen und Sperenzchen erfreuen und vielleicht endlich in der Praxis erproben: Bei der nächsten Gehaltsverhandlung einfach darauf hinweisen, "dass ich demnächst zwei oder drei Rentner ernähren muss". --Patrick Fischer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Note: Sehr Gut!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Strizz: Das erste Jahr (Taschenbuch)
Regelmäßigen Lesern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Volker Reiches "Strizz"-Comics jeden Werktag auf der letzten Seite des Feuilletons abdruckt, braucht man dieses Buch wohl kaum noch zu empfehlen: Abgedruckt sind alle Folgen des Jahres 2002. Dem Band vorangestellt ist als Vorwort eine Art Essay von Andreas Platthaus über den speziellen Charakter dieser Bildgeschichten sowie eine Chronik der Ereignisse im Jahr 2002, auf die die in "Strizz" von Anfang an häufig Bezug genommen wird.Treten in den ersten drei Folgen nur der Büroangestellte Strizz und sein Chef Leo auf, so erweitert sich das Figurenspektrum danach langsam, aber sicher. Zunächst um Herrn Paul, den Kater von Strizz' Chef, dann Strizz' hochintelligenten Neffen Rafael und dessen Stofftiere, die Zeichnerin Irmi und deren Dackel Müller, schließlich auch noch Irmis Mutter. Wie Platthaus in seiner Einleitung schön anmerkt, ist es die Liebesbeziehung zwischen Strizz und Irmi, die dem "Strizz-Universum" eine gewisse Dynamik gibt. Davon abgesehen sind die meistens acht Bilder langen Episoden mit Dialogen zwischen Strizz und seinem Chef, zwischen Strizz und seinem Neffen, zwischen Kater Paul und Dackel Müller oder zwischen Rafael und seinen Stofftieren, mit denen er zuerst ein "Wahlkundliches Seminar", dann ein "Philosophisches Quintett" bildet (FAZ-Leser wissen, dass daraus später ein Sextett wurde), eine kongeniale Mischung aus gut erdachten Geschichten über die Figuren einerseits und Kommentaren zum aktuellen Geschehen andererseits. Dabei ist Volker Reiche mit diesen Kommentaren tiefsinniger, prägnanter, zugleich aber auch witziger, als mancher Politschreiberling. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Womit alles begann ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Strizz: Das erste Jahr (Taschenbuch)
Mittlerweile hat Strizz "Juniorchef"-Ambitionen ausprobieren dürfen - wie fing alles an?Die Frage stellt sich um so mehr, als derzeit leider nur einmal wöchentlich "Strizz" (am Wochenenende) nun wirklich kaum ausreicht. "Das erste Jahr" zeigt die ersten Gehversuche des Strips. Holprig gezeichnet wirkt er anfangs, ein bisschen wie die Katzenjammer Kids aus den Urgründen des Mediums. Auch die Figuren müssen sich erst noch innen wie außen entwickeln, teils verändert sich die äußere Form deutlich: beim Hofhund Tassilo. Ich habe noch die verächtlichen Kommentare eines damaligen Kollegen im Ohr, was Absonderliches die FAZ denn jetzt wieder habe. Derselbe verschlang bereits nach kurzem "Anfixen" Strizz als Allererstes der Zeitung. Für die, die Strizz noch überhaupt nicht kennen: die namensgebende Hauptfigur ist einer der coolsten und arbeitsscheuesten Buchhalter der Comicgeschichte, sein Chef dagegen ein harter Hund (oder doch nicht?) und nervenstarker Gegenspieler, und da tauchen auch noch mehr Charakter rasch auf ... ach, einfach die paar Euro in die Hand nehmen und bestellen, denn es ist bezahlbar und - finde ich - herrlich und hintergründig witzig. Einzige Warnung: rasch könnten die nächsten Bände an die Reihe kommen müssen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach klasse,
Von Fenris (Paderborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Strizz: Das erste Jahr (Taschenbuch)
Mit Strizz gelingt es Volker Reiche einen intelligenten Commic zu produziern.Die Hauptpersonen: Strizz: Büroangestellter der das arbeiten nicht unbedingt erfunden hat und sich um alles mögliche andere kümmmert. Herr Leo: Sein Chef steht nach Auseinandersetzungen mit Strizz immer kurz vorm Nervenzusammenbruch. Strizz Neffe Rafael: Beschäftigt sich mit Politik und alten Philosophen Clara: Freundin von Strizz Neffen Irmi: Strizz Freundin freischaffende Graikerin Irmis Mutter: Ex 68rin ohne politische Ambitionen und Erbin ihres Mannes Herr Berens: Archivar der ständig damit beschäftigt ist irgendwelche "wichtigen Dokumente" zu vernichten, Tunnel zu graben oder Ratten zu dressieren Lilo: Berens Archivratte Herr Müller:Dackel von Irmi immer auf Ausgegichenheit bedacht Tassilo: Dichender Wachhund mit Vorliebe für Haikus Herr Paul: Mein absoluter Favorit: Kater von Herrn Leo und "Alleinherrscher des Viertels" ein absoluter "Anarchokater" sagt was er denkt und meint er habe den absoluten Durchblick. Alles in allem sehr gelungen ein Vorteil des Buches ist der kurze Jahresrückblick, der notwendig ist, da die einzelnen Folgen oft das aktuelle Geschehen aufgreifen. Fazit: Ein intelligenter und witziger Comic aus deutscher Autoren Feder. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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