mein Gott, wen interessiert das eigentlich? Die Zeit wird es zeigen.
Wer lesen kann, der konnte in der FAZ mehrere ebenso kluge wie augenzwinkernde Begründungen lesen, warum sich die Donaldisten des FAZ-Feuilletons entschlossen hatten, diesen Band in dieser Reihe zu veröffentlichen (dass das ein wenig vermessen ist, wußten sie schon selber ..)
Comics zählen ja - unter anderem - zur Gattung Humor, und dabei kommt es nicht wirklich immer auf die Pointe an. Insofern ist Strizz ganz und gar Comic, aber eben doch eher einer, der mit leisen Tönen arbeitet. Und manchmal, tja, welch Kniff: auch mal mit Übertreibungen, potzblitz ! Und wenn Strizz dann grübelt, ob er seine schwarz-rot-goldene Nationalfeiertagshose anziehen soll oder nicht, dann ist das von einer Ironie zwischen den Zeilen, die offensichtlich einige unserer Mitbürger in ihrem Interpretationsvermögen überfordert.
Mehr noch, für mich zählt Strizz derzeit zu den ganz großen deutschen Comics, gerade Rafael und seine Stofftierbande erinnern mich immer wieder an Wattersons "Calvin und Hobbes". Aber auch die Tiere Herr Paul (jeder, der selber einen Kater hat, muss ihn einfach lieben), den Leitartikel lesenden Müller und den Haiku dichtenden Tassilo, die über Immanuel Kant genauso parlieren können, wie über Robert Huths Abwehrarbeit, sind immer wieder ein Genuss. Zudem ist Strizz einer der wenigen und einer der ersten Comics überhaupt, der tagesaktuelles Geschehen aufarbeitet.
Vier Sterne nur deshalb, weil einige meiner - natürlich sehr subjektiven - Lieblingsgeschichten fehlen, und, weil ich der Meinung bin, dass die Farbgebung ein bißchen zu drastisch ausgefallen ist.