Kurzbeschreibung
Auf dem Campus der medizinischen Fakultät geschehen seltsame Dinge. Zumindest aus Sicht der schwer verstörten und unglücklich verliebten Samantha, worüber sich ihre weniger empfindlichen Kommilitonen hinter vorgehaltener Hand bereits prächtig amüsieren. Samantha aber erhält kryptische E-Mails, Bildschirmbesuche aus dem Jenseits, und Hautausschlag. Was sie noch nicht ahnt: Sie heißt auch gar nicht Samantha, steht im Mittelpunkt einer Studentenverschwörung und hat Leichen im Keller.
Movieman.de
"Strip Mind" tut so, als wäre er ein amerikanischer Film. Da werden sich die Macher gedacht haben. Ja, das haben die Italiener in den 60er und 70er Jahren auch gut gemacht. Und Olaf Ittenbach hat's bei "Garden of Love" ja ebenfalls versucht. Problem dabei: Die Betonung liegt auf "versucht", denn in keiner Sekunde überzeugt der Film dahingehend, dass er irgendwo anders denn in Deutschland gedreht wurde. Regisseur Frank Geiger kommt aus dem Ittenbach-Umfeld und Produzent Thomas Buresch, der den Film mit seinem Label Marketing auch gleich rausgebracht hat, ist ja für jeden Billigfilm zu haben, den er quer durch alle Home-Cinema-Formate ausschlachten kann. Das Ergebnis ist ein verworrener und etwas langweiliger Mystery-Psychothriller, der Anleihen bei allem nimmt, was nicht bei Drei auf dem Baum ist, darunter aber auch "Jacob's Ladder" und "The Ring". Die schauspielerischen Leistungen halten sich sehr in Grenzen, so dass Sänger Gil Ofarim hier noch am besten wegkommt. Die Schauspieler haben aber auch ein generelles Problem: Es wurde auf Englisch gedreht - und das hat den einen oder anderen "Mimen" mehr als überfordert. Fazit: Lahmer Mystery-Thriller, bei dem die Ambition größer ist als die Umsetzung.
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Farben sind sehr matt und kühl, was wohl am verwendeten Filmmaterial liegt. Rauschen ist in leichtem Maße erkennbar. Darüber hinaus kommt es aber auch zu Blockrauschen und Flimmern (00:02:15). Die Schärfe ist bei extremen Nahaufnahmen gut genug, um Hautunreinheiten zu zeigen. Wird das Bild aber etwas weiter aufgezogen, wird das es auch deutlich weicher. Der deutsche Ton klingt sehr steril. Die hinteren Kanäle bleiben recht ruhig. Atmosphärischer Klang stellt sich eher selten ein. Die Behind-the-Scenes sind nichts anderes als eine lange und langweilige B-Roll. Der Rohschnitt des Films ist per se interessant, allerdings würde man so etwas bei etwas hochklassigeren Filmen sicherlich lieber sehen. Die Qualität des Rohschnitts gibt sich nicht zuletzt wegen des riesigen Logos der Firma recht fragwürdig. Außerdem gibt es noch eine Reihe von Trailers. Angesichts einer solchen Veröffentlichung, bei der scheinbar kein HD-Master vorgelegen hat, muss man sich schon die Frage stellen, ob wirklich jeder kleine Low-Budget-Film auf Blu-ray veröffentlicht werden muss. --movieman.de