Detailschönheit bei angemessenen Tempi überwiegend im Mittelbereich und Sinn fürs Ganze machen diese Aufnahmen zum überzeugenden Plädoyer für die berühmte Werkgruppe, die zwar in der Geschichte des Streichquartetts als Epochenmarkstein rangiert, in Wiedergaben aber oft bloß routiniert erklingt. Das Ensemble aus Wien, dessen Aufnahme des Opus 20 eher sperrig und trocken erschien, überzeugt hier durch überspringende Liebe zu den Besonderheiten jedes einzelnen Satzes und erfaßt den typischen "späten" Haydn-Tonfall wie blind. Für mich eine der anregendsten Aufnahmen von Opus 33.