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Der Komponist Alexander von Zemlinsky wuchs in Wien auf. Er war eher vom konservativen Brahms geprägt als von Wagner oder Schönberg. Wie Brahms schrieb er wunderbare Kammermusik und klassizistische symphonische Werke, jedoch keine Oper. Brahms selber lobte Zemlinskys 1. Symphonie und das Streichquintett, die beide in 1890er Jahren entstanden waren. Und es war Brahms, der seinem Verleger Simrock nahelegte, Zemlinskys Klarinettentrio von 1896 herauszubringen. Aus diesem Jahr stammt auch das erste Streichquartett, das viel von Brahms Frische atmet. Auch die slawische Melodien-Märchenwelt eines Antonín Dvor ák (den Brahms ebenfalls gefördert hatte) schwingt in dem herrlichen Scherzo-Satz mit.
gefördert hatte) schwingt in dem herrlichen Scherzo-Satz mit. Das Zweite Streichquartett entstand 1913/14, nachdem Zemlinskys Affaire mit Alma Schindler vorbei war, die sich Gustav Mahler zuwandte. Schönberg heiratete Zemlinskys Schwester Mathilde, die beiden Komponisten näherten sich an, doch Zemlinsky ging stilistisch nie soweit wie Schönberg. Das vierte Quartett ist von 1936, ein Spätwerk. Es ist von der Nachricht des frühen Todes Alban Bergs geprägt. Die Spätromantik stirbt und die Zeit fließt durch Kriege in die Moderne, die Nazis sind an der Macht.
Das LaSalle Quartett zwingt auf sanfte Weise zum Zuhören. Sehr bemerkenswert.
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