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4.0 von 5 Sternen
Seltsames Album, 22. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Strictly Incognito (Audio CD)
Das ist wirklich ein seltsames Album.
Nicht genug damit, dass ein Musiker wie Tony Banks seinen klangvollen Namen hinter einem weitgehend nichts sagendem Pseudonym verbirgt, auch die Zusammenstellung der Titel ist nicht ganz nachvollziehbar.
Die meisten der Songs hören sich schwer nach Genesis-Kollegen Mike Rutherford und dessen Freizeit-Band "Mike and the mechanics" an und sind damit zwar teilweise recht unterhaltsam aber gleichzeitig auch überflüssig.
... ja und dann, gibt es dann noch diesen Longtrack der so überhaupt nicht zu den restlichen Nummern des Albums passt.
Bei "Islands in the darkness" weht den Hörer urplötzlich und ohne jede Vorwarnung eine erfrischende Brise ambitionierter und versierter Intrumentalmusik an, die fast Erinnerungen an progressive Werke von "Genesis" in den 70-er Jahren zu wecken vermag.
Allein deshalb - und wirklich nur deshalb - ist es schade, dass dieses Album so völlig untergegangen ist ...
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1.0 von 5 Sternen
Unerträglich flachgespültes Zeug ..., 19. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Strictly Incognito (Audio CD)
Heureka, sagte sich Tony Banks, Keyboarder von Genesis, mitverantwortlich von so genialer
Musik, wie sie die Band von 1970 - 1980 abgeliefert hat; aber eben auch mitverantwortlich für
den oftmals flachen Pop (von wenigen Ausnahmen abgesehen), der danach kam. Heureka, ich verhehle
meine Identität, gebe mich incognito, dann werden Fans, befreit von ihrer Erwartungshaltung an mich,
dieses Produkt objektiv bewerten, und hoffentlich mögen. Okay, Tony, dann vergesse ich mal, wie
sehr ich dich eigentlich mag, und rechne gnadenlos mit dir ab. Denn die Geschichte von Tony`s
Soloschaffen ist die gleiche wie die von Genesis überhaupt: Es wurde Jahr für Jahr schlimmer und
schlimmer, siehe Phil Collins ab 1990; siehe das unerträgliche Mechanics-Zeug. Schon mit "A Curious
Feeling" blieb Tony weit hinter meinen Erwartungen zurück. Das Album ist nicht wirklich schlecht;
war aber auch nichts, was ich von einem Tony Banks erwartet hätte. Ich lebte wohl in der Fehlannahme,
dass allein Collins für die Flachwertung ab " ... And Then There Were Three" verantwortlich sei.
"The Fugitive" (1982) gefiel mir hingegen recht gut (als Popalbum), zum einen, weil ich nach so
einem Müll wie "Who Dunnit" nichts wirklich Ambitioniertes mehr erwartet hatte; hauptsächlich aber
wegen des Charmes von Tony`s Stimme, und den niveauvollen Texten. Aber dann ging`s rapide bergab,
flacher und flacher, weichgespült in der gleichen Waschmachine wie Mike and the Mechanics. Und wenn
ich ihn heute über die alten Sachen von Genesis reden höre, dass ihm TRESPASS nichts mehr gäbe, dass
er "Watcher Of The Skies" und "Dancing with the Moonlite Knight" nicht mehr möge, usw. - dann ergibt
das für mich, zusammen mit seinem Soloschaffen, ein wirklich trauriges, aber rundes Bild. Schade.
Dieses Album hält, was sein albernes Cover verspricht, und ist nun der absolute Tiefpunkt - echt
schlimm, da macht auch das ach-so-hochgelobte "Island In The Darkness" für mich keine Ausnahme.
Unverständlich für mich, was einige an diesem Stück finden. Schon allein der Gesang ist furchtbar.
Okay, der Instrumentalteil enthält (neben jeder Menge Schmalz und Gähn), ein paar typische Banks-
Harmonien, aber so insgesamt ist auch dieses Stück echt grauenvoll, ich muß es so sagen. Das
Keyboardspielen hat er wohl gänzlich verlernt, alles eine öde, dahinplätschernde Suppe, ein beinah
kindlischer Fingersatz, undifferenzierter Anschlag, keine Strukturen, kein Rhythmuswechsel, -
bestenfalls ein Demo.
Schade auch, dass man einen Punkt zwingend vergeben muß. Wert ist es dies für mich nicht. Denn selbst
BANKSTATMENT und SOUNDTRACKS erscheinen mir unvergleichlich besser als dieses traurig-überflüssige Album.
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