Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Der Autor, Biologieprofessor und Vorsitzender der AG Evolutionsbiologie des Verbands deutscher Biologen (VdBiol), zeichnet darin die wesentlichen "Highlights" der im deutschen Sprachraum tobenden Kontroverse akribisch nach und veröffentlicht hierzu zahlreiche Diskussionsbeiträge von Evolutionsgegnern, Evolutionsbiologen und Kreationismuskritikern, die man in dieser Breite nirgends wird finden können. Das Buch liefert somit nicht nur Informationen über die Hintergründe des Antievolutionismus, sondern auch eine umfangreiche Dokumentensammlung, in der viele Mitglieder der AG Evolutionsbiologie zu Wort kommen und gegen die Argumentationsstrategien des deutschen Antievolutionismus Stellung beziehen.
Daneben wird dem Leser auch die Inkonsistenz evolutionskritischer Argumentation an mehreren Beispielen vor Augen geführt. So werden z.B. in Kapitel 1 die Evolutions- und Atomtheorie einander gegenübergestellt und gezeigt, wie sich die Theorien im Laufe ihrer Geschichte als wohlbestätigte Aussagensysteme im Wissenschaftsgebäude etabliert haben (S. 39ff.). Dadurch wird vor allem dem Einwand begegnet, die Evolutionstheorie sei ja "nichts weiter" als ein "theoriegeleiteter Deutungsversuch" von Beobachtungen, denn Kutscheras Analogie zeigt, daß alle Erscheinungen (auch diejenigen der Chemie) "im Lichte" erklärungsmächtiger Theorien "gedeutet" werden müssen und dort überhaupt erst ihren Sinn finden. Desweiteren wird (z.B. auf S. 218 ff.) erklärt, weshalb der Naturalismus der (Bio-)Wissenschaften keine beliebig austauschbare Weltanschauung darstellt, sondern durch ihre methodologischen Prinzipien schlicht erzwungen wird. Schließlich findet der Autor auch zu der "Affäre Max Planck" (S. 175-245), zu antievolutionistischer Agitation, wie dem Video von F. Poppenberg (S. 246-263), sowie zu dem leidigen Thema "NS-Biologie", das er sehr kompetent recherchiert hat (S. 264-282) erfreulich klare Worte.
Wiewohl man sich darüber streiten kann, ob sich der Autor eines zurückhaltenderen Vokabulars hätte bedienen und auf Polemiken weitgehend verzichten können oder inwieweit dieser oder jener wissenschaftstheoretische Terminus nicht ganz korrekt Verwendung fand, enthält das Buch zahlreiche sachliche Argumente, denen einige Kritiker bislang nichts weiter entgegenzusetzen vermochten, als unsachliche Tiraden. Wem dagegen an einer Sachauseinandersetzung sowie an den satten Hintergrundinformationen gelegen ist, wird das Buch in jedem Fall mit Gewinn lesen.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|