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Streitpunkt Evolution: Darwinismus und Intelligentes Desgin
 
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Streitpunkt Evolution: Darwinismus und Intelligentes Desgin [Broschiert]

Ulrich Kutschera
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Lit Verlag; Auflage: 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. (August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3825872866
  • ISBN-13: 978-3825872861
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 14,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 508.070 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Obwohl die beiden großen deutschen Amtskirchen seit Jahren die Evolution als dokumentierte Tatsache anerkannt haben, gibt es in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung noch immer Widerstände gegen die von Charles Darwin (1859) begründete Deszendenztheorie. In diesem Buch werden die aktuellen Ergebnisse und theoretischen Konzepte der modernen Evolutionsbiologie dargelegt (vom Darwinismus zur Synthetischen Theorie). Der Autor beschreibt die christlich-religiösen Hintergründe des modernen Anti-Evolutionismus, zeigt die Argumentationsstrukturen und Organisationsformen der Kreationisten auf und behandelt das Thema "Darwinismus/NS-Ideologie".

Über den Autor

Prof. Dr. Ulrich Kutschera (geb. 1955) studierte Biologie und Chemie an der Universität Freiburg. Nach der Promotion war er von 1985 bis 1988 zu einem Forschungsaufenthalt in den USA (Stanford University, Michigan State University). Habilitation an der Universität Bonn (1990), danach Ernennung zum Hochschuldozenten. Seit 1993 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie (mit Lehrgebiet Evolutionsbiologie) an der Universität Kassel.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Obwohl sich die Evolutionstheorie heute auf einen Indizienbestand stützen kann, der so mächtig ist, daß keine (sinnvollen) Zweifel am Sachverhalt der gemeinsamen Abstammung der Arten mehr möglich sind, hat in den letzten Jahren die Aktivität der durchweg religiös motivierten Evolutionsgegner auch und gerade in Deutschland wieder signifikant zugenommen. Diesem Aspekt trägt das vorliegende Sachbuch von Prof. Kutschera Rechnung, das als Antwort auf den mit zunehmender Vehemenz ausgetragenen Streit um die Evolutionstheorie zu verstehen ist.

Der Autor, Biologieprofessor und Vorsitzender der AG Evolutionsbiologie des Verbands deutscher Biologen (VdBiol), zeichnet darin die wesentlichen "Highlights" der im deutschen Sprachraum tobenden Kontroverse akribisch nach und veröffentlicht hierzu zahlreiche Diskussionsbeiträge von Evolutionsgegnern, Evolutionsbiologen und Kreationismuskritikern, die man in dieser Breite nirgends wird finden können. Das Buch liefert somit nicht nur Informationen über die Hintergründe des Antievolutionismus, sondern auch eine umfangreiche Dokumentensammlung, in der viele Mitglieder der AG Evolutionsbiologie zu Wort kommen und gegen die Argumentationsstrategien des deutschen Antievolutionismus Stellung beziehen.

Daneben wird dem Leser auch die Inkonsistenz evolutionskritischer Argumentation an mehreren Beispielen vor Augen geführt. So werden z.B. in Kapitel 1 die Evolutions- und Atomtheorie einander gegenübergestellt und gezeigt, wie sich die Theorien im Laufe ihrer Geschichte als wohlbestätigte Aussagensysteme im Wissenschaftsgebäude etabliert haben (S. 39ff.). Dadurch wird vor allem dem Einwand begegnet, die Evolutionstheorie sei ja "nichts weiter" als ein "theoriegeleiteter Deutungsversuch" von Beobachtungen, denn Kutscheras Analogie zeigt, daß alle Erscheinungen (auch diejenigen der Chemie) "im Lichte" erklärungsmächtiger Theorien "gedeutet" werden müssen und dort überhaupt erst ihren Sinn finden. Desweiteren wird (z.B. auf S. 218 ff.) erklärt, weshalb der Naturalismus der (Bio-)Wissenschaften keine beliebig austauschbare Weltanschauung darstellt, sondern durch ihre methodologischen Prinzipien schlicht erzwungen wird. Schließlich findet der Autor auch zu der "Affäre Max Planck" (S. 175-245), zu antievolutionistischer Agitation, wie dem Video von F. Poppenberg (S. 246-263), sowie zu dem leidigen Thema "NS-Biologie", das er sehr kompetent recherchiert hat (S. 264-282) erfreulich klare Worte.

Wiewohl man sich darüber streiten kann, ob sich der Autor eines zurückhaltenderen Vokabulars hätte bedienen und auf Polemiken weitgehend verzichten können oder inwieweit dieser oder jener wissenschaftstheoretische Terminus nicht ganz korrekt Verwendung fand, enthält das Buch zahlreiche sachliche Argumente, denen einige Kritiker bislang nichts weiter entgegenzusetzen vermochten, als unsachliche Tiraden. Wem dagegen an einer Sachauseinandersetzung sowie an den satten Hintergrundinformationen gelegen ist, wird das Buch in jedem Fall mit Gewinn lesen.

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26 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Herbert Huber TOP 1000 REZENSENT
Einige Kommentare zu diesem Buch im Internet bedauern, dass es wenig zum Thema Schöpfung sagt. Wer kann das erwarten, wo doch der Untertitel spezifiziert, dass es um Darwinismus und Intelligentes Design geht? Ebenso kann man weder ein Lehrbuch zur Evolution noch eines zur Bibelauslegung erwarten. Es geht vielmehr um den Streit zwischen Evolutionsanhängern und Gegnern, die das vermeintliche intelligente Design in die Diskussion einbringen. Kutschera setzt sich dafür ein, dass im wissenschaftlichen und schulischen Umfeld der Biologie einzig die Evolution gelehrt und publiziert wird.
Seine Argumentation ist mehrteilig:
1) Kreationismus gehört in den religiösen Bereich; als Lehre hat diese Bibelauslegung im Biologieunterricht nichts zu suchen.
2) Die Postulierung eines intelligenten Design ist versteckter Kreationismus; hinter dem Designer (immer männlich!) steckt ein Schöpfergott, auch wenn manche ID-Vertreter Ausserirdische in Betracht ziehen.
Einen breiten Raum in dieser frisch geschriebenen Untersuchung nimmt ein Streit zwischen einem Evolutionsgegner und dem Autor ein. "Streitpunkt Evolution" klärt, warum es wichtig ist, energisch gegen Anti-Evolutionslehren in Unterricht und Bildung vorzugehen. Es diskutiert die Verbindung von Darwinismus und Nationalsozialismus und im weiteren Sinn zu allen heute anstössigen Texten, die man aus der Zeit heraus verstehen muss.
Kutschera setzt Kreationismus mit Schöpfungsglauben gleich. Das empfinde ich als zu weit. Der Kreationist bestreitet nach meiner Vorstellung immer auch mindestens einen Kernpunkt der Evolution, also indem er beispielsweise behauptet, Gott habe alle heute lebenden Arten auf einen Schlag und von Anbeginn geschaffen.
"Streitpunkt Evolution" sorgt für Klarsicht im Streit zwischen Biologie (Evolution) und Anti-Evolutionisten (Kreationisten, ID-Anhängern). Wer mitdiskutieren will sollte es lesen.
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14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannend und amüsant, aber auch anspruchsvoll

Das Rezensionsexemplar dieses Buches wurde uns schon im August 2004 zugeschickt. Es ging jedoch im Redaktionslabyrinth verloren. Erst im Januar 2005, beim Umzug in die größeren Redaktionsräume, fiel es mir auf die Füße als einer der meterhohen Papierstapel des Wirtschaftsredakteurs sein Gleichgewicht verlor und in sich zusammenstürzte.

Ich hielt das für einen Wink Gottes und habe mich an die Lektüre gemacht. Streitpunkt Evolution kam 2004 beim Parey-Verlag heraus und macht einen schlechten ersten Eindruck. Es ist lieblos und unprofessionell ausgelegt und der weiße Umschlag wird sofort dreckig, wenn man ihn mit Packerfingern anfasst. Das Buch scheint auch kein finanzieller Erfolg geworden zu sein.

Dennoch ist der Inhalt 2006 so aktuell wie 2004: Autor Ulrich Kutschera geht es um die Bewegung der Kreationisten oder Anti-Evolutionisten bzw. die Vertreter des "intelligent design", also um Leute, die glauben, daß sich die Organismen nicht entwickelt haben, sondern in einem Schöpfungsakt von einem Schöpfer bzw. intelligenten Designer erschaffen wurden. Kutschera schildert die Vertreter dieser Bewegung, ihre Organisation, Taktik und Strategie. Dazu ist er berechtigt, denn der Evolutionsbiologe Kutschera hat sich im Kampf gegen die Anti-Evolutionisten Verdienste erworben. Dies gilt auch für den anderen Evolutionsbiologen Deutschlands, den Konstanzer Axel Meyer. Evolutionsbiologen scheinen ein kämpferisches Völkchen zu sein und immun gegen die gewöhnliche Feigheit des deutschen Akademikers. Die meisten Pharmazeuten, um ein Gegenbeispiel zu nennen, ziehen es vor, die Homöopathen zu ignorieren anstatt sie anzugreifen - was letztere so mächtig gemacht hat, dass ihre Lehre quasi offiziell geworden ist und Pharmazeuten den Studenten inzwischen die homöopathische Quacksalberei in Vorlesungen nahe bringen müssen. Ich halte das für entehrend.

Zuerst weder originell noch flüssig

Kutscheras Buch hat 297 Seiten. Etwa 80 davon benützt Kutschera, um in die Evolutionsbiologie einzuführen. Dieser Teil hat Lehrbuchcharakter und hat mich - ausgenommen den Vergleich von Auto-Design und Evolution - nicht beeindruckt. Die Fakten werden weder originell noch flüssig dargestellt. Auch springt der Autor vom Stämmchen zum Stöckchen und der rote Faden windet und knäuelt sich. Kutschera muß den "Streitpunkt Evolution" in Eile heruntergeschrieben haben, denn er kann auch anders: Sein Lehrbuch "Evolutionsbiologie - eine allgemeine Einführung" gilt bei Kritikern als gut lesbar, leichtverständlich, sogar als spannend.

Ebenfalls schwach sind die folgenden 20 Seiten von "Streitpunkt Evolution". Darin geht es um christlichen Glauben, Darwinismus und Design. Die Ausführungen über den Ursprung der Religionen z.B. hätte Kutschera besser gestrichen, denn hinterher weiß man nur eines: das man über den Ursprung der Religionen nichts weiß. Nur die Zeilen über William Paley liest man mit Interesse. Dieser Theologe scheint im 18. Jhdt. den Begriff "intelligent design" erfunden zu haben.

Das Fazit dieses ersten Drittels ist: Die Evolution der Organismen ist keine Theorie, sondern Tatsache - was zwar richtig ist, aber für Biologen nicht eben neu.

Das Buch gewinnt Moment mit Kutscheras Beschreibung der Anti-Evolutionisten-Szene. Er zeigt wie diese Leute Artikel lancieren, Schulen infiltrieren, sich als Wissenschaftler ausgeben, wie sie Erfolg durch Mimikry erzwingen wollen. Hier breitet Kutschera Wissen aus, das man nicht in jedem Lehrbuch findet.

...dann aber richtig interessant!

Richtig interessant wird Kutschera ab Seite 180. Er schildert den Streit mit dem fest angestellten Mitarbeiter des MPI für Züchtungsforschung Wolf Ekkehard Lönnig. Herr Lönnig hatte auf der offiziellen Homepage des MPI kreationistische Thesen veröffentlicht. Kutschera vertrat zu Recht die Ansicht, dass Pseudowissenschaft auf der Homepage eines MPI nichts verloren habe und sich das MPI zumindest von Lönnigs Seiten distanzieren müsse. Kutschera wandte sich an den Leiter von Lönnigs Abteilung, Heinz Saedler. Der sah in falsch verstandener Toleranz keine Notwendigkeit einer Distanzierung und lehnte Kutscheras Begehren ab. Aus der Sache entwickelte sich eine Affäre, die sich über Monate hinzog und in der sich herausstellte, dass Lönnig Mitglied der Zeugen Jehovas war, einer religiösen Vereinigung, die kreationistische Lehren vertritt. Dennoch wurden Lönnigs Seiten erst gesperrt, als die Sache anfing zum Medien-Skandal zu werden.

Die 65 Seiten, auf denen Kutschera die MPI Affäre schildert, sind die besten des Buches. Hier fließt Herzblut, hier liest man Interna.

Kutschera bleibt immer fair. Bei allem Engagement lässt er die Gegenseite zu Wort kommen. Er verteufelt nicht, er bleibt kühl - wenn auch nicht bis ins Herz hinan. Bei Lönnig ging es ihm nicht um einen Maulkorb - Lönnig hätte seine Thesen auf privaten Seiten vertreten können - sondern um die Erschleichung des Segens der MPG. Seine Fairness macht den Autor sympathisch, das Buch allerdings nicht lesbarer. Ich fürchte, es wird nur von denen gelesen werden, die - so wie ich - sowieso Kutscheras Meinung sind. Hätte er sich mit dem Aufbau mehr Mühe gegeben, den roten Faden gestrafft, Unnötiges hinausgeworfen und mehr Humor gezeigt, das Buch wäre vielleicht ein Erfolg geworden und auch in die Hände von Laien und vielleicht sogar Kreationisten geraten. Es reicht nicht Recht zu haben, man muss es auch gut darstellen.
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Ein Durcheinander ohne Ende
Nachdem ich mir das eher einführende (und m.E. sehr gute) Buch von Schrader: "Darwins Werk und Gottes Beitrag" zugelegt hatte dachte ich mir: steigen wir noch eine Stufe... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. März 2008 von Kay Sendelbach
Nicht besonders aufschlußreich!
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Veröffentlicht am 2. August 2006 von Murgl
Streitpunkt Evolution
Nachdem ich das Buch "Evolutionsbiologie" von Ulrich Kutschera gelesen hatte (das ich sehr interessant fand) hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung, die von diesem Buch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Januar 2006 von Frank Ansari
Ein wichtiges Buch
Das Buch gibt einen guten Überblick über die Auseinandersetzung zwischen Evolutionsbiologen und Kreationisten sowie Anhängern des "intelligent design" (ID) in... Lesen Sie weiter...
Am 29. November 2005 veröffentlicht
Leidenswege eines Evolutionsbiologen...
Als Biologie Student hatte ich die Ehre den Vorlesungen von Herrn Kutschera zu lauschen und durfte einen Eindruck von Herrn Kutscheras Eifer bekommen, wenn es darum geht... Lesen Sie weiter...
Am 7. November 2005 veröffentlicht
Ein typischer Kutschera
Als ich mir das Buch kaufte war mir zwar von Anfang an klar, dass ich es hierbei sicherlich nicht mit einer objektiven Betrachtung des Themas "Evolution und Schöpfung" zu tun... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. September 2004 von Michael Burger
Muß man eine bewiesene Thematik immer wieder beweisen?
Scheinbar ja. Wie Kutschera deutlich darlegte existieren selbst in unserem "aufgeklärten Zeitalter" immer noch Mutmaßungen über die Entstehung des Lebens. Lesen Sie weiter...
Am 19. September 2004 veröffentlicht
(K)eine Empfehlung wert?
Dem Vorredner ist in der Aussage "Evolution kann nicht diskutiert werden" zuzustimmen. Mit dem bedeutenden Zusatz, dass diese Aussage auf Bücher wie "Streitpunkt Evolution"... Lesen Sie weiter...
Am 10. September 2004 veröffentlicht
Evolution kann nicht diskutiert werden
In diesem Buch werden noch einmal die wichtigsten Ereignisse in der Entwicklung der Evolutionsbiologie dargestellt. Lesen Sie weiter...
Am 4. September 2004 veröffentlicht
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