Alles ist wunderbar, perfekt musikalisch überzeugend, und doch... mir fehlt dennoch von einem Blickpunkt eines ausübenden Musikers ein gewisses etwas: Warum können die Melodien dieses Meisterwerkes der Kammermusikliteratur nicht ein wenig eher gelebt als interpretiert werden? Alles erscheint mir eine Spur zu geradeaus und eine Spur - vor allem im langsamen Satz - zu schnell. Dies ist mein Standpunkt. Der Standpunkt eines Verehrers der Langsamkeit, wie man sie bei Celibidache erleben kann, aber auch bei einem Rostropovich, Arrau, Richter, Gilels oder wie die Großen alle hießen. Hören Sie sich den langsamen Satz einmal mit dem Melos-Quartett und Rostropovich am 2.Cello an; dort wird die ganze Schönheit der Schubertschen Welt hörbar, ohne Hast, ohne das Gefühl, wir (Artemis) müssen versuchen, zu vermeiden, daß der Satz zu lang wird...